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Amtlich! Fürth steigt in Liga 2 ab

Wieder keine Punkte im Ronhof fürs Kleeblatt - Nehrig verlässt den Verein - 27.04.2013 18:44 Uhr

Keine Punkte im Ronhof für das Kleeblatt: Gegen Hannover setzte es die 16. Pleite vor eigenem Publikum. © Zink


Der FC Augsburg hat am Samstagnachmittag beim 3:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Dementsprechend groß war der Jubel beim derzeitigen Tabellensechzehnten. In Fürth hingegen ist nun endgültig Gewissheit da: In der kommenden Saison muss sich die Spielvereinigung wieder mit dem TSV 1860 München, dem SC Paderborn und Co. messen. Denn aktuell zwölf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, bei noch maximal neun zu vergebenen Punkten, bedeuten den direkten Wiederabstieg in die 2. Fußball-Bundesliga.

Zudem droht dem Kleeblatt noch ein unrühmlicher Negativrekord. Nach der 2:3-Niederlage gegen Hannover 96 am Freitag wartet man in Fürth seit mittlerweile 16 Heimspielen auf einen Sieg im Ronhof.

„Das ganze Spiel war wie ein Rückblick auf die Saison“, sagte Johannes Geis nach der Partie. Fürth hatte gekämpft, gearbeitet und phasenweise einen ziemlich guten Ball gespielt. Doch am Ende reichte das nicht. Mal wieder. Hannover 96 nahm die Punkte mit. Weil Fürth im heimischen Stadion schlecht verteidigte. Und nicht im Ansatz so effektiv war wie die Gäste.

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20 Schüsse aufs Tor brachte das Kleeblatt, zwei davon landeten im Netz. Die Niedersachsen schafften es gerade einmal auf acht Schüsse. Und nahmen drei Punkte aus dem Ronhof mit. Kurz vor Abpfiff legte Diouf auf Pinto ab. Dass der Hannoveraner sich bei seinem Kopfball aufgestützt hat, pfiff Schiri Thorsten Kinhöfer nicht ab. Allerdings können sich die Fürther darauf nicht berufen, denn Pinto dürfte niemals so frei zum Abschluss kommen. Die Gäste waren nur so effektiv, wie es die Fürther zuließen.

Vor 15.370 Zuschauern besorgte Djurdjic zwei Mal den Ausgleich für das Kleeblatt. Alleine vom Neuzugang ging Gefahr aus, obwohl Prib und Klaus in der Vorwärtsbewegung gute Ansätze zeigten. Doch oft landete der letzte Pass beim Gegner oder der Ball im Aus.

Bernd Nehrig geht

In der 76. Minute tauchte Thomas Pledl alleine vor 96-Torwart Zieler auf, schob den Ball vorbei, doch Pocognoli kratzte den Ball ein paar Zentimeter vor der Linie noch weg. Fürth mühte sich, wurde von Minute zu Minute stärker, fand besser ins Spiel. Alleine seine Chancen nutzte das Kleeblatt nicht.

Mit dieser Saison könnten die Fürther nun das schaffen, was selbst Tasmania Berlin nicht gelang, denn selbst das Paradebeispiel für sang- und klanglose Abstiege schaffte es vor heimischen Publikum zwei Siege einzufahren. Nun bleibt Fürth nur noch eine Chance am vorletzten Spieltag. Dann kommt der SC Freiburg in den Ronhof.

„Mit Sicherheit will keiner von uns in der Geschichte mit so einer Schlagzeile dastehen“, sagte Bernd Nehrig nach der Partie weiter. Seit sechs Jahren steht der Verteidiger in den Diensten des Kleeblatts, doch jetzt sucht der Verteidiger offenbar eine neue Herausforderung - er wird das Kleeblatt auf jeden Fall nach der Saison verlassen. Den Fürther bleibt also nur die Wahl zwischen einfach oder geschichtsträchtig Absteigen. Maßstäbe setzten, das wollen sie in Fürth lieber nicht mehr. 

bb/dpa

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