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Bundesliga: DFL veröffentlicht Spielplan für kommende Saison

Bayern und Schalke sollen Anfang machen - 07.08.2020 15:42 Uhr

Am Freitagmittag veröffentlichte die DFL den Spielplan für die kommende Bundesligasaison.

© Kai Pfaffenbach/Reuters-Pool/dpa


Eine verkürzte Spielzeit, hohe Termindichte und Unwägbarkeiten vor dem Start in eine schwierige Saison: Den Planern der neuen Fußballsaison haben die Umstände der Corona-Krise einiges abverlangt. Während die Rückkehr der Fans nach wie vor unsicher ist, bestreitet Titelverteidiger FC Bayern München zum Auftakt der Spielzeit 2020/21 seine erste Partie gegen den FC Schalke 04. Das geht aus dem am Freitag von der Deutschen Fußball Liga veröffentlichten Spielplan hervor. Ob die Partie allerdings auch das Eröffnungsspiel ist, hängt vom Erfolg der Bayern in der Champions League ab. Sollten die Münchner das Finale der Königsklasse am 23. August erreichen, würden sie nicht bereits am 18. September mit dem Freitagspiel in die neue Saison starten, sondern am folgenden Montag.


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Dann würden Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach die Saison freitags mit dem Rhein-Ruhr-Derby eröffnen, hieß es in der DFL-Mitteilung. Zum Auftakt der 2. Liga werden in der nächsten Spielzeit am 18. September zwei Begegnungen ausgetragen: Der Hamburger SV erwartet Fortuna Düsseldorf, der SSV Jahn Regensburg trifft auf den 1. FC Nürnberg.

Schwieriger Auftakt für Schalke

"Das Auftaktspiel in München zu haben, ist natürlich alles andere als eine einfache Aufgabe", sagte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider. "Insgesamt ist das Startprogramm eine Herausforderung, aber eben auch voller spannender Gegner." Bereits zur dritten Partie müssen die Schalker zum Meisterschaftsdritten RB Leipzig. Und am 5. Spieltag geht es zum großen Ruhr-Derby nach Dortmund.


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Keineswegs begeistert dürfte der BVB sein, dass das Topspiel gegen die Bayern in der Hinrunde in Dortmund stattfindet, da möglicherweise bis dahin noch keine oder viel weniger als die normalerweise 80 000 Fans zugelassen sein werden. Die Westfalen hatten schon in der vergangenen Saison Pech: Die Rückpartie gegen die Münchner fand wegen der Corona-Pandemie vor einer Geisterkulisse statt. Fest steht zudem: Das Supercup-Spiel zwischen Vizemeister BVB und Meister München wird am 30. September an der Isar angepfiffen.

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Am Donnerstag ging es wieder los für den 1. FC Nürnberg. Der FCN begann seine Saisonvorbereitung mit einem öffentlichen Training am Valznerweiher. Doch Zuschauer waren wegen der aktuellen Corona-Lage nicht zugelassen. Stattdessen zeigte der Club den Auftakt auf seinen Social-Media-Kanälen im Livestream.


Für Bundesliga-Rückkehrer VfB Stuttgart beginnt der Spielbetrieb in der Beletage mit dem baden-württembergischen Duell gegen den SC Freiburg. Dagegen beginnt für Arminia Bielefeld das Comeback in Liga eins auswärts bei Eintracht Frankfurt. "Wir wären lieber mit einem Heimspiel gestartet. Trotzdem freuen wir uns auf die Rückkehr in die Bundesliga", sagte Samir Arabi, DSC-Geschäftsführer Sport. "Sehr ärgerlich" findet er, dass die Arminia an drei der letzten vier Spieltage gleich dreimal auswärts antreten muss.


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Zufrieden ist auch die TSG 1899 Hoffenheim mit den ersten Ansetzungen nicht. "User Startprogramm ist wie schon in den vergangenen Jahren herausfordernd und natürlich wären die beiden ersten Heimspiele gegen Bayern und Dortmund auch reizvolle Festtage für unsere Fans gewesen. Zu einem späteren Zeitpunkt hätte man eventuell mehr Zuschauern gegen diese Topmannschaften", sagte Sportchef Alexander Rosen.

Fan-Rückkehr zum ersten Spieltag?

Die Experten der DFL hatten bei der Gestaltung des neuen Spielplans mit besonderen Herausforderungen und Unbekannten zu kämpfen. Immerhin mussten durch die Unterbrechung der Vorsaison wegen des Coronavirus die 612 Partien in der verkürzten Spielzeit, die am 22./23. Mai zu Ende gehen soll, untergebracht werden. Dafür musste die Winterpause - bis einen Tag vor Heiligabend wird die 2. Runde des DFB-Pokals gespielt und am 2. Januar ist Anpfiff zum 14. Spieltag - verkürzt und drei englische Wochen eingebaut werden. Von der Termindichte ist auch das DFB-Pokalfinale in Berlin betroffen: Anpfiff ist an einem Donnerstag (13.5.) und nicht nach Ligaende.

Völlig unklar ist bisher noch, ob bereits zum 1. Spieltag eine beschränkte Rückkehr der Fans in die Stadien erlaubt wird. Über die Genehmigung eines entsprechenden Konzepts der DFL zur Wiederzulassung von Zuschauern müssen die Politik und zuständigen Behörden entscheiden. Um die Infektionsgefahr angesichts der Corona-Krise in den Arenen zu minimieren, soll es nach dem DFL-Leitfaden ein Alkoholverbot sowie die Streichung der Stehplätze bis zum 31. Oktober geben. Bis zum Jahresende soll es keine Gästetickets geben.


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"Man möchte wieder Fußball sehen. Man weiß aber auch, dass das, was man eigentlich machen möchte - mit den Kollegen feiern und einen richtig klasse Nachmittag haben verleben - nicht passieren wird", kritisierte Jost Peter von der Fanvereinigung "Unsere Kurve" im Interview mit der Frankfurter Rundschau (Freitag).


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dpa

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