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Burchert: "Du musst versuchen, das Spiel zu killen"

Fürth vergibt im Spitzenspiel eine Zwei-Tore-Führung - 23.01.2021 06:00 Uhr

Nach dem 3:3 enttäuscht: Sascha Burchert (links) mit Jamie Leweling und Anton Stach.

22.01.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Eigentlich könnte die Spielvereinigung auf eine erfolgreiche Hinrunde zurückblicken. Zuletzt aber gab es drei Partien ohne Sieg - und auch am Freitag bei Fortuna Düsseldorf nur ein 3:3 (2:1). Ein Fazit zur bislang gespielten Serie fiel Sascha Burchert kurz nach Abpfiff am Sky-Mikrofon "mit der Unzufriedenheit von heute", wie der Kleeblatt-Keeper zugab, entsprechend schwer.

"Aktionismus": Kastenmeier im gegnerischen Strafraum

"Wenn man zweimal führt, wenn man das Spiel weitestgehend im Griff hat, nehmen wir die letzten Minuten mal raus, wenn du nach dem 2:2 noch das 3:2 machst, dann musst du versuchen, das Spiel zu killen." Burcherts Analyse war klar: Seine Mannschaft hatte gegen einen starken Gegner wie Düsseldorf den Sieg selbst aus der Hand gegeben. "Bei zwei Ecken hintereinander sind wir nicht am Mann. Wenn du oben dabei bleiben willst, musst du so etwas wegverteidigen. Da haben wir zuletzt zu wenig Punkte geholt."

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Mit einem Sieg bei der Fortuna - er wäre für Fürth sicherlich möglich gewesen - hätte sich das Kleeblatt im Zweitliga-Klassement an Düsseldorf vorbeigeschoben. Dass es mit dem Auswärtscoup nicht klappte, lag nicht nur am weiß-grünen Kollektiv. Sportredakteurin Katharina Tontsch hat die individuellen Leistungen der Kleeblatt-Jungs unter die Lupe genommen. Und Sie? Sie können Fürths Auswärtsfahrern natürlich auch noch Noten geben!


Beim Eckball, der letztlich zum 3:3 geführt hatte, hatte aber auch Burcherts Gegenüber für eine Überraschung gesorgt. Fortunas Torwart Florian Kastenmeier war in der 83 Minute mit nach vorne gekommen. "Aktionismus" sei das gewesen, meint Burchert, und ungewöhnlich. "Doch wir haben unsere Zuteilung, da hat es keine große Rolle gespielt. Das war nicht der Grund für das Tor." Stattdessen habe die Spielvereinigung das "Kopfball-Duell verloren und es nicht auf der Linie geklärt bekommen".

"Mit etwas Pech verlieren wir am Ende sogar"

20-mal trafen Fürth und Düsseldorf in der zweiten Liga aufeinander, noch nie konnte die Auswärtsmannschaft gewinnen. Die Spielvereinigung hatte am Freitagabend einiges dafür getan, das zu ändern. Nur geklappt hat es nicht. Auch Fürths Trainer Stefan Leitl gab auf der Pressekonferenz zu: "Ein bisschen enttäuscht bin ich."

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Das von Stefan Leitl angeleitete Kleeblatt führt im Verfolgerduell mit Düsseldorf 1:0, 2:0 und 3:2. Am Ende eines enorm abwechslungsreichen Kräftemessens müssen Fürths beste Fußballer bei der Fortuna jedoch eine Punkteteilung akzeptieren. Freude, Frust, Kleeblatt - hier kommen die besten Bilder aus der Altbierstadt!


Das Spitzenspiel habe "alles gehalten, was im Vorfeld erwartet wurde. Chancen auf beiden Seiten, ein wirklich tolles Spiel. Uwe (Rösler, Fortuna-Trainer, d. Red) wird mich sicher verstehen können, wenn ich sage, dass man enttäuscht ist, wenn man 2:0 und 3:2 führt und am Ende nur einen Punkt holt", sagt Leitl. "Mit etwas Pech verlieren wir am Ende sogar."

"Wir haben undiszipliniert verteidigt"

Vor allem mit den Abwehraktionen seiner Mannschaft war der Kleeblatt-Coach erneut unzufrieden: "Wir haben undiszipliniert verteidigt. In Situationen, die du mit einem langen Ball klären kannst, um nicht in das Gegenpressing von Düsseldorf zu kommen, haben wir nicht alles richtig gemacht. So hatten wir leichte Ballverluste. Und jeder weiß, wie stark Düsseldorf nach Ballgewinn ist", sagt Leitl. "Insgesamt hat meine Mannschaft gegen eine starke Düsseldorfer Mannschaft ein sehr gutes Spiel gemacht. Doch wenn du auswärts drei Tore schießt, solltest du auch mit drei Punkten nach Hause fahren." Das jedenfalls wäre ein schönerer Abschluss der Hinrunde gewesen.

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