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Wilde Fahrt bei der Fortuna! 3:3 - Fürth punktet am Rhein

Das Kleeblatt nimmt zumindest einen Zähler aus Düsseldorf mit - 22.01.2021 20:12 Uhr

Dank Sebastian Ernst hatte das Kleeblatt in der Altbierstadt zwischenzeitlich durchaus Spaß. Am Ende hieß es in Düsseldorf aber 3:3.

22.01.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Die Fürther, das hatte ihr Trainer Stefan Leitl im Vorfeld betont, müssen die "Null halten", dann könnten sie dieses Spitzenspiel auch gewinnen. Wie schwieriger das werden würde, bewies schon die Anfangsphase. Düsseldorf machte gleich Druck: Rouwen Hennings schickte Shinta Appelkamp, der aus spitzen Winkel den Ball nicht mehr aufs Tor brachte. Felix Klaus setzte sich auf rechts gegen Mergim Mavraj durch und legte von der Grundlinie zurück auf Appelkamp, der den Ball nicht voll traf. Keine zehn Minuten waren da gespielt. Hatten die Gäste den Ball, standen die Düsseldorfer tief in der eigenen Hälfte. Fürth musste spielerische Lösungen finden und tat sich damit in der ersten Viertelstunde schwer.

Folge 39: Julian Green über Ziele, Heimat und das Herz

Green stockt auf

Personell hatte Leitl nur eine Umstellung vorgenommen im Vergleich zum 1:1 gegen den SC Paderborn: Mavraj ersetzte den am Oberschenkel verletzten Paul Jaeckel. Im Kader dabei war zudem erstmals Winter-Zugang Marijan Cavar. Seine neue Kollegen auf dem Feld bekamen nach 20 Minuten mehr Zugriff. Erstmals gefährlich wurde es in der 26. Minute: Julian Green steckte durch auf David Raum, der scharf und flach für Havard Nielsen servieren wollte. Am Ende spitzelte Andre Hoffmann den Ball ins Netz. 1:0. Und das Kleeblatt legte nach: Branimir Hrgota chippte auf Green. Der schätzte die Flanke besser ein als sein Gegenspieler Matthias Zimmermann und schob zum 2:0 ein (29.).

Die spielstarken Fürther glänzten anders als zuletzt mit Effizienz, verpassten dann aber an den Zu-Null-Vorsatz ihres Trainer zu denken. Nach ihrem Doppelschlag hatten sie das Verteidigen kurzzeitig vergessen. Mit einem langen Ball überspielte die Fortuna die aufgerückte Abwehrreihe des Kleeblatts, Kenan Karaman war schneller als der zurückgeeilte Anton Stach und versenkte zum 1:2-Anschlusstreffer (35.). Die Hausherren störten die Fürther nun auch früher beim Spielaufbau. Kurz vor der Pause hatte die Spielvereinigung zudem Glück, als Sascha Burchert den Ball knapp außerhalb des Strafraums mit der Hand berührte, das Schiedsrichtergespann das aber übersah.

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Das von Stefan Leitl angeleitete Kleeblatt führt im Verfolgerduell mit Düsseldorf 1:0, 2:0 und 3:2. Am Ende eines enorm abwechslungsreichen Kräftemessens müssen Fürths beste Fußballer bei der Fortuna jedoch eine Punkteteilung akzeptieren. Freude, Frust, Kleeblatt - hier kommen die besten Bilder aus der Altbierstadt!


Weniger Glück hatten die Gäste nach Wiederanpfiff. Die Fortuna kam wacher aus der Kabine. Ein Fürther Klärungsversuch landete direkt bei Zimmermann, der per Flanke Kristoffer Peterson bediente. Schon stand es 2:2 (49.). Wie selbstbewusst die Leitl-Elf aktuell ist, sah man danach. Keine fünf Minuten nach dem Ausgleich kombinierte sich das Kleeblatt mustergültig aus der eigenen Hälfte, Hrgota schickte Marco Meyerhöfer steil, der für Sebastian Ernst zurücklegte. Und der traf im dritten Spiel in Folge (53.). Fast wäre sogar das 4:2 gefallen: Nielsen passte vom linken Flügel flach vors Tor, Eigentorschütze Hoffmann fälschte so gefährlich ab, dass der Ball beinahe über die Linie trudelte.

Danso hat das letzte Wort

Anschließend brachten beide Trainer frische Kräfte. Beim Kleeblatt kamen Dickson Abiama und Hans Nunoo Sarpei in die Partie. Kurios wurde es erst in der Schlussphase wieder. In der 83. Minute kam Florian Kastenmeier bei einem Eckball mit nach vorne. Der Fortuna-Keeper irritierte die Fürther Abwehr, Kevin Danso köpfte noch leicht abgefälscht zum 3:3 ein. Fast hätte Düsseldorf sogar noch das 4:3 erzielt, Marcel Sobottka schoss die Kugel aber aus kurzer Distanz übers Gehäuse. Mit zwei Toren waren die Fürther zwischenzeitlich in Führung gelegen. Am Ende konnten sie aus dem Rheinland nur einen Punkt mitnehmen.

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Mit einem Sieg bei der Fortuna - er wäre für Fürth sicherlich möglich gewesen - hätte sich das Kleeblatt im Zweitliga-Klassement an Düsseldorf vorbeigeschoben. Dass es mit dem Auswärtscoup nicht klappte, lag nicht nur am weiß-grünen Kollektiv. Sportredakteurin Katharina Tontsch hat die individuellen Leistungen der Kleeblatt-Jungs unter die Lupe genommen. Und Sie? Sie können Fürths Auswärtsfahrern natürlich auch noch Noten geben!


+++ Das Kleeblatt am Rhein! Der Live-Ticker zum Nachfiebern +++

Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier - Zimmermann, Hoffmann, Danso, Krajnc (80. Hartherz) - Morales, Prib (69. Sobottka) - Appelkamp (28. Peterson), Klaus (69. Pledl) - Karaman, Hennings (69. Kownacki)

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Bauer, Mavraj, Raum - Stach - Seguin (80. Leweling), Green (71. Sarpei) - Ernst - Hrgota, Nielsen (71. Abiama)

Tore: 0:1 Hoffmann (Eigentor, 26.), 0:2 Green (29.), 1:2 Karaman (35.), 2:2 Peterson (49.), 2:3 Ernst (53.), 3:3 Danso (83.) | Gelbe Karten: Krajnc, Hoffmann, Kownacki - Raum, Abiama | Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück).

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