Freitag, 26.04.2019

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Club gibt Sieg in Dresden aus der Hand

Testroet kontert Burgstaller erst in der Nachspielzeit - 06.08.2016 17:25 Uhr

Ab durch die Mitte! Guido Burgstaller trifft zur Führung. © Sportfoto Zink / DaMa


Eigentlich wollte der 1. FC Nürnberg gar nicht hier sein. Eigentlich wollte man sich jetzt noch auf die in zwei Wochen startende Erstligasaison vorbereiten. Weil das mit dem Aufstieg in den Relegationsspielen gegen Eintracht Frankfurt nicht ganz geklappt hatte, hieß es im dritten Jahr hintereinander: Zweitligastart.

Diesmal ging es nach Dresden zu einem Aufsteiger, den vor allem die Euphorie durch das Fußballjahr tragen soll. Gegen Nürnberg genügte das immerhin zu einem Punkt, Pascal Testroet sorgte beim 1:1 (1:0) mit seinem Treffer in der Nachspielzeit dafür, dass Nürnberg nach dem Elfmetertor von Guido Burgstaller kurz vor der Pause mit nur einem Punkt nach Hause fahren musste und der Einstand von Trainer Alois Schwartz eher durchwachsen ausfiel.

Sylvestr und Mühl dürfen von Beginn an ran

Begonnen hatte der Nachmittag vor 29.453 Zuschauern mit einer kleinen Überraschung: Schwartz ließ Jakub Sylvestr von Beginn an und in zentraler Position angreifen. Weniger überraschend war da schon, dass Lukas Mühl neben Neuzugang Enis Alushi im defensiven Mittelfeld zu seinem zweiten Startelfeinsatz als Profi kam, Hanno Behrens durfte sich an einer im Vergleich zum Vorjahr etwas offensiveren Position versuchen. So aufgestellt begann der Club zunächst einmal zurückhaltend – und geriet so nach sechs Minuten das erste Mal in eine größere Verelegenheit. Marvin Stefaniak hatte in den Strafraum geflankt, Lumpi Lambertz den Ball per Kopf in Richtung Tor gelenkt, wo Schäfer die Hilfe der Latte brauchte, um das 0:1 zu verhindern.

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Rassiges Remis vor großer Kulisse: FCN punktet in Dresden

Da war mehr drin: Bis in die Nachspielzeit führte der 1. FC Nürnberg in Dresden mit 1:0, dann ließ Dynamos Testroet den Drei-Punkte-Traum platzen. Die Bilder eines tollen Fußball-Nachmittags.


Es war das Signal an die Gäste, nun ebenfalls am Spiel teilzunehmen. Es war der äußerst umtriebige Sylvestr, der sich das besonders zu Herzen nahm und zwei Minuten später immerhin schon das Außennetz traf. Es entwickelte sich nun eine Begegnung, die die Gäste größtenteils als das bessere Team sah. Vorgestellt worden war der 1. FCN im Stadionheft ja als der "beste verbliebene Zweitligist der vergangenen Spielzeit" und nun sah man das immer öfter: Margreitter köpfte nach einer Ecke über das Tor (12.), Leibold setzte einen Freistoß aus 18 Metern in die Mauer (37.) und Behrens verpasste eine Leibold-Hereingabe am Fünf-Meter-Raum nur knapp (43.).

Burgstaller sorgt für gute Laune

Dresden sah nie wirklich schlecht aus, aber auch nur selten so gefährlich wie bei Testroets Tor, der allerdings im Abseits stand (44.). Eine Minute später dann die Nürnberger Führung, nachdem Leibold im Strafraum zu Fall gekommen war und der ansonsten fahrige Guido Burgstaller den folgenden Elfmeter einigermaßen humorlos ins Netz setzte. Dann war Pause und die 3000 Nürnberger im Stadion hatten wieder mal gute Laune.
 
Nach der Unterbrechung hätte die Stimmung noch steigen können, wenn Sylvestr aus elf Metern statt in die Arme von Dynamo-Schlussmann Marvin Schwäbe ins Tor getroffen hätte. Nürnb erg blieb die bessere Mannschaft, schaffte es aber nicht frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen, weil vor allem die Kontergelegenheiten meist Ansätze blieben. Dresden hatte bald nicht mehr viel mehr zu bieten als sein enthusiasmiertes Publikum, dennoch musste der Club zittern. Unter anderem weil Sylvestr bei seinem gelungenen Comeback auch die nächste große Gelegenheit ausließ: Freigespielt von Burgstaller und Alushi schoss der Slowake aus sieben Metern links am Tor vorbei (77.).

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Durchschnitt gegen Dresden: Die FCN-Noten

Lange geführt, vieles richtig gemacht - doch dann kam die 94. Spielminute: Der 1. FC Nürnberg verspielt gegen Dynamo Dresden den ersten Auswärtsdreier der Saison spät. Bei den Noten gibt es nur eine geringe Spannbreite, der Durchschnitt regiert.


Am Ende waren es zu viele vergebene Möglichkeiten, Pascal Testroet sorgte mit seinem Schlenzer in der Nachspielzeit noch für den Ausgleich. Nürnberg war am Boden – das falsche Ergebnis in der falschen Liga.

Hier gibt's den Live-Ticker zum Nachlesen.

SG Dynamo Dresden: Schwäbe - Teixeira, Ballas, Modica, F. Müller - Aosman (70. Hauptmann), Hartmann (78. Konrad), Lambertz (62. Kutschke) - Stefaniak, Testroet, Kreuzer

1. FC Nürnberg: Schäfer - Brecko, Margreitter, Bulthuis, Sepsi - Alushi (90. Hovland), Mühl (81. Petrak), Behrens, Leibold - Burgstaller, Sylvestr (87. Kempe)

Tore: 0:1 Burgstaller (45., Foulelfmeter), 1:1 Testroet (90.+4) | Gelbe Karten: Margreitter, Alushi, Sylvestr | Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden) | Zuschauer: 29.453.

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Unter Cluberern: "Der Ausgleich war lächerlich"

Lange sah es nach einem Auswärtssieg des 1. FC Nürnbergs in Dresden aus, doch kurz vor Schluss erzielte Pascal Testroet den Ausgleich für die Gastgeber. In der "Bowling World Nürnberg" zitterten viele Cluberer bis zum Schluss mit und waren anschließend sichtlich enttäuscht. Wir haben mit einigen FCN-Fans gesprochen.


 

Fadi Keblawi E-Mail

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