Donnerstag, 15.04.2021

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Emotional und furios! FCN und Fürth trennen sich mit 2:2

In einem dramatischen Derby teilen sich Club und Kleeblatt die Punkte - 21.03.2021 16:01 Uhr

Umkämpftes Derby: Ein spielfreudiger Club beschäftigte den Favoriten aus Fürth.

21.03.2021 © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr


Die Rollen waren klar verteilt vor dem 268. Derby zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg. Hier der Favorit aus Fürth, der einen weiteren Schritt in Richtung erste Liga machen wollte, dort der krasse Außenseiter aus Nürnberg, der irgendwie den Absturz in Richtung dritte Liga stoppen musste. Wobei beide Seiten vorab versicherten, dass diese Ausgangsposition nicht unbedingt etwas zu sagen hat vor so einem Derby. "Da muss man noch mehr Emotionen reinpacken", erinnerte Fürths Trainer Stefan Leitl noch einmal alle Beteiligten.


Gänsehaut-Garantie! Alle Bilder und Emotionen aus dem Frankenderby


Es waren dann sehr viele Emotionen in diesem Spiel. Es war vor allem ein großartiges Derby, nach dem sich der Club tatsächlich ärgern musste über einen verpassten Sieg, weil Fürth in der Nachspielzeit beim 2:2 (1:0) zum noch etwas glücklichen Ausgleich traf.

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Chancen, Kampf, Überraschungen: FCN gibt Derbysieg spät her

Im Frankenderby ging es selten um mehr - und das hat was zu heißen, denn im Frankenderby geht es schon von sich aus um viel, sehr viel. Doch in der 268. Auflage des Nachbarschaftsduells zwischen Nürnberg und Fürth ist ein Dreier für beide Mannschaften eigentlich ein Muss. Der Club muss unbedingt gewinnen, wenn er nicht weiter in Richtung Abstiegsabgrund rutschen will. Für das Kleeblatt dagegen heißt es: dranbleiben - dranbleiben an den anderen Aufstiegsaspiranten, sich nicht abhängen lassen. Drei Zähler wären dafür enorm wichtig. Gewinnen kann aber bekanntlich nur einer - oder in diesem Fall eben keiner. So wirklich zufrieden dürfte mit dem Punkt weder der FCN noch die Spielvereinigung sein, leer ausgegangen ist man immerhin aber auch nicht.


Im Vergleich zum Sieg unter der Woche in Regensburg veränderte Leitl seine Startelf auf nur einer Position: Für Timothy Tillman begann Julian Green. Leitls Gegenüber Robert Klauß nahm zwei Veränderungen vor nach dem trüben 1:1 gegen den VfL Osnabrück. Eric Shuranov ersetzte bei seinem Startelf-Debüt Dennis Borkowski und Tom Krauß verstärkte die Mittelfeldzentrale. Tim Latteier musste wieder auf die Bank.

Club startet mutig, Fürth trifft

Es begann so eine Partie, die dann doch hin und wieder überraschen konnte. Das lag tatsächlich am Club, der mutig aufspielte im ersten Durchgang und die Spielvereinigung hin und wieder irritierte. Trotzdem zeigte das Kleeblatt ausreichend oft seine Qualitäten. Nach acht Minuten wurde das belohnt, als Marco Meyerhöfer unbedrängt flanken und Havard Nielsen unbedrängt zur Führung einköpfen durfte. Unsortiert sah dabei die Nürnberger Defensive aus.


Kommentar: Dieses Frankenderby war großer Sport


Das war auch zwölf Minuten später so, als sich das Kleeblatt über Nielsen und Green schön in den Nürnberger Strafraum kombinierte, dort aber Green an Christian Mathenia im Tor scheiterte. Allerdings hatte Schiedsrichter Felix Zwayer in der Entstehung ein Foul an Enrico Valentini erkannt.

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Frühes und spätes Glück! So jubelte Fürth beim Frankenderby

Erst die Führung, zwischenzeitlich das Spiel komplett abgegeben, dann doch noch den Treffer zum Ausgleich in der Nachspielzeit erzielt: Das Kleeblatt erkämpft sich im Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg einen Punkt - das Hinspiel in Nürnberg hat man zudem für sich entscheiden können. Gejubelt wurde auch in diesem Spiel - und wie: Hier kommen die schönsten Bilder!


So blieb der Club im Spiel - und kam seinerseits zu Gelegenheiten. Die beste sah man nach 28 Minuten, als eine Hereingabe von Tim Handwerker den Kopf von Shurnaov fand, der aber mit seinem Versuch aus fünf Metern an Sascha Burchert hängen blieb. Auch in der ersten Minute der Nachspielzeit blieb eine Nürnberger Kopfballchance ungenutzt: Valentinis Versuch streifte nur die Latte. Fürths Halbzeitführung ging in Ordnung, fiel aber knapper aus als erwartet, weil das Kleeblatt doch größere Probleme hatte mit einem früh im Aufbau störenden Gegner.

Rasantes Hin und Her in Durchgang zwei

Der zweite Durchgang begann so rasant, wie der erste geendet hatte. Die Gastgeber waren nun sichtlich bemüht ihren Vorsprung auszubauen, gingen diese Übung aber mit zu wenig Präzision an. Deshalb fiel diesmal das erste Tor auf der Gegenseite: Valentini traf aus 16 Metern formschön und mit Wucht, hatte aber ein wenig Glück, dass David Raum seinen Schuss noch leicht abgefälscht hatte.

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Fast der Derbysieg: Hier kommen die Noten der FCN-Profis!

Ein couragierter Club schrammt im 268. Frankenderby nur knapp am Sieg vorbei. Zwar lässt der FCN im Abstiegskampf damit Punkte liegen, die Nürnberger Arbeitszeugnisse dürften sich dennoch ordentlich lesen. Oder etwa nicht? Hier kommt die Auflösung - wir haben Ihre Noten mit den Zensuren des kicker verglichen!


Glück benötigte in der Folge vor allem das Kleeblatt. Der Club machte sich nach dem Ausgleich daran, das Spiel zu dominieren und tat das auch. Beinahe im Minutentakt kam Nürnberg gefährlich vor das Tor der Fürther, alleine die Chancenverwertung blieb mangelhaft. Shurnaov scheiterte nach 66 Minuten an Burchert, Möller Daehli verpasste durch eine bessere Ballkontrolle das 2:1 (73.). Dazwischen hatte Fürth einen Abschluss durch Nielsen, dessen Versuch aber geblockt wurde (71.).

Nach 76 Minuten führte dann aber tatsächlich der Club. Nach einer Balleroberung auf der rechten Seite bediente Fabian Nürnberger mit Übersicht Shuranov - und der behielt frei vor Burchert die Nerven. Erst jetzt erinnerte sich die Spielvereinigung daran, dass sie neuerdings die sportliche Nummer eins ist in Franken - und setzte den Club unter Dauerdruck. Stach prüfte aus 18 Metern Mathenia, der zur Ecke klären konnte. In der Nachspielzeit war dann aber Mathenia auch geschlagen, als der eingewechselte Dickson Abiama einen Kopfball ins Tor setzte (90+3).

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Zwei Treffer mit purer FCN-DNA: So jubelte der Club im Derby

Was ein Wechselbad der Gefühle einmal mehr für den 1. FC Nürnberg im 268. Frankenderby: Spiel gedreht, am Ende muss das Team vom Valznerweiher doch noch spät den Ausgleich hinnehmen. Zwischenzeitlich kannte der Jubel jedoch keine Grenzen mehr: Hier kommen die schönsten Bilder voller Emotionen und mit absoluter Gänsehaut-Garantie!


SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Bauer, Mavraj, Raum (81. Itter) - Stach - Seguin (81. Abiama), Green (68. Tillman) - Ernst (88. Kehr) - Hrgota, Nielsen

1. FC Nürnberg: Mathenia - Valentini, Mühl, Sörensen, Handwerker - Geis, Krauß (81. Sorg) - Möller Daehli, Nürnberger - Shuranov (77. Schleusener), Schäffler (68. Borkowski)

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Derbysieg nur knapp verpasst! Der FCN in der Einzelkritik

Im 268. Frankenderby wusste der Club durchaus zu überraschen. Der weiß-grüne Aufstiegsaspirant gegen Nürnbergs Abstiegskämpfer? Die wenigsten werden dem FCN in dieser Konstellation mehr als null Punkte zugetraut haben. Doch die Nürnberger gingen konsequent in die Zweikämpfe, liefen früh an und kämpften sich nach Rückstand zurück. NZ-Sportredakteur Uli Digmayer mit den Einzelkritiken.


Tore: 1:0 Nielsen (8.), 1:1 Valentini (57.), 1:2 Shuranov (76.), 2:2 Abiama (90. +3) | Gelbe Karten: Mavraj, Meyerhöfer, Bauer, Abiama - Mühl, Handwerker | Schiedsrichter: Zwayer (Berlin).

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Derby-Favorit und später Ausgleich! Fürth in der Einzelkritik

Mit einem Dreier hätte das Kleeblatt zum HSV aufschließen können. Zu Beginn sah es auch gut aus, die erste Hälfte gehörte größtenteils den Fürthern. Doch in Durchgang zwei gelang es ihnen nicht mehr, die Offensivbemühungen der Nürnberger einzuschränken, und konnten erst spät die Derbyniederlage verhindern. Sportredakteur Florian Jennemann mit den Einzelkritiken. Und wie bewerten Sie die Fürther? Geben Sie Noten!


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