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FCN-Sieg beim KSC: Für Nürnberger ein gebrauchter Tag mit schönem Ende

Der 21-Jährige fehlt dem Club kommende Woche - 22.02.2021 05:55 Uhr

Der Ball auf dem linken Fuß, aber die lange Ecke trotzdem verfehlt: Fabian Nürnberger vergibt in Karlsruhe eine Großchance.

21.02.2021 © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr


Am kommenden Wochenende werden sie beim 1. FC Nürnberg eine Premiere erleben. Das erste Pflichtspiel in dieser Saison, in dem Fabian Nürnberger nicht mitmachen kann. Der Mittelfeldspieler sah in Karlsruhe seine fünfte Gelbe Karte und ist gesperrt. Und auch wenn Nürnberger in den vergangenen Wochen nicht unbedingt überragte beim Club, wird sein Fehlen eine Schwäche sein. Nürnberger ist erst 21 Jahre jung, gibt auf dem Platz aber immer mal wieder den Anführer für seine Mannschaft. "Die richtige Mischung aus kühlem Kopf und heißem Herz" hatte ihm sein Trainer im Januar nach dem Remis gegen den Hamburger SV bescheinigt. Eigentlich treffen die Worte von Robert Klauß aber immer zu.


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Nürnberger ist einer, der den Club an guten Tagen besser machen kann. So geschehen zum Beispiel im Relegations-Hinspiel gegen den FC Ingolstadt. Nürnberger wurde damals von den Trainer-Übergangslösungen Michael Wiesinger und Marek Mintal auf der linken, offensiven Außenbahn aufgeboten und traf zweimal ins Tor der Ingolstädter. "Wenn er den Ball auf dem linken Fuß hat, trifft er die lange Ecke – das sind für mich klassische Außenspieler", sagte Wiesinger damals.

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Hinten sicher, nach vorne bemüht: Der Club-Kampf beim KSC in der Einzelkritik

Nach dem Spiel gegen St. Pauli hatte der Club so einiges zu verbessern. In Karlsruhe gelang es ihm über weite Strecken, eine souveräne Defensivleistung gegen die bisher stärkste Zweitligamannschaft im Jahr 2021 hinzulegen und eine der wenigen Großchancen in letzter Minute sogar noch zum Sieg zu verwerten. NN-Sportredakteur Wolfgang Laaß mit den Einzelkritiken zum Wichtig-Sieg im Wildpark!


So richtig durchgesetzt aber hat sich die Idee mit Nürnberger als dem klassischen Außenspieler in der Folge allerdings nicht. Was wohl vor allem daran liegt, dass Nürnberger vielseitig ist und auch im defensiven Mittelfeld keine ganz schlechte Figur abgibt. So spielt er also mal hier, mal da - und meistens überzeugend.


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In Karlsruhe sollte er mal wieder in der Zentrale aushelfen, nachdem sie in den letzten Wochen eher nicht überzeugt hatten im Kollektiv. Tom Krauß saß deshalb nur auf der Bank und eine schlechte Idee von Klauß war das sicherlich nicht. Nürnberger gab wieder den emotionalen Anführer, er hätte aber auch zur tragischen Figur werden können an diesem Nachmittag. Als nämlich nach 21 Minuten der aufmerksame Nikola Dovedan den Karlsruhern kurz vor dem Strafraum den Ball klaute, da bediente er noch aufmerksamer den mitgelaufenen Nürnberger. Der hatte frei vor dem Tor den Ball auf dem linken Fuß - und traf nicht ins lange Eck. Das Wiesinger-Gesetz war damit widerlegt.

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So wirklich hat man mit einem Dreier in Karlsruhe wohl nicht gerechnet, doch zeigte der Club dann, was er kann - und erkämpfte sich mit einer engagierten Leistung und einer stabilen Abwehr den Sieg in der Fremde. Mit der Einwechslung von Tom Krauß für Dennis Borkowski machte Club-Coach Robert Klauß eine Viertelstunde vor Schluss klar, dass er mit dem Punkt zufrieden war und diesen halten wollte. Seine Spieler aber wollten mehr und nach einem kleinen Durcheinander gelang Mats Möller Daehli der Siegtreffer. Die besten Bilder zum Spiel!


Und als sich Nürnberger nach einem Foul dann noch die fünfte Gelbe Karte abgeholt hatte, schien der Nachmittag endgültig nicht seiner zu sein. Der Kopf war diesmal fast so heiß wie das Herz. Manchmal aber braucht es keinen Nürnberger um Nürnberg zu belohnen: Möller-Daehli traf noch zum Sieg und Nürnberger darf gegen Eintracht Braunschweig etwas entspannter von der Tribüne aus zusehen, wie das so aussieht: Ein Fußballspiel der Nürnberger ohne Nürnberger.


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