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FCN vor Bielefeld: So will Schwartz die Defensive umbauen

Club-Trainer gibt sich vor dem Kellerduell gegen die Arminia kämpferisch - 25.09.2016 08:30 Uhr

Der "nette Alois" kann auch anders: Vor dem Spiel in Bielefeld gibt sich Alois Schwartz kämpferisch. © Sportfoto Zink


So emotional und angriffslustig wie bei der Pressekonferenz am Sonntag hatte man Alois Schwartz in Nürnberg bislang kaum erlebt. Auch wenn der 49-Jährige zuletzt bemüht war, Gelassenheit zu demonstrieren, machen ihm die Negativschlagzeilen in manchen Medien, vor allem aber die persönlichen Anfeindungen durch Fans offenbar doch zu schaffen.

Trainer nimmt seine Spieler in Schutz

Dabei ist Schwartz bewusst, dass die aktuelle Bestandsaufnahme nicht gerade dazu taugt, kollektive Glückseligkeit zu verbreiten. Zwei Punkte aus sechs Spielen, letzter Tabellenplatz, schlechtester Zweitligastart der Vereinshistorie, dazu noch die für viele Fans unverzeihliche Derbypleite - es soll in Nürnberg schon Tage gegeben haben, an denen das vielzitierte "Umfeld" wegen weniger kurz vor dem Durchdrehen war.

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Club-Noten nach der Derbypleite: Nur einer hat die 2 vorm Komma

Auch nach dem 261. Frankenderby bleibt der 1. FC Nürnberg in dieser Saison sieglos. Trotz ordentlicher erster Hälfte verliert der FCN mit 1:2 gegen das Kleeblatt. Ordentliche Noten gibt es aber nicht.


"Die Situation ist nicht gut, da brauchen wir gar nichts zu beschönigen", räumt Schwartz ein, "und natürlich hinterfragt man sich auch selbst, ob man vielleicht etwas hätte anders machen können".

Dass nun auf schwächelnde Akteure wie Kapitän Miso Brecko oder den indisponierten Laszlo Sepsi "eingeprügelt" werde, mag Schwartz ebenfalls nicht dulden. Natürlich sei die Fehlerquote des Linksverteidigers gerade hoch, "aber er ist oft nur das Ende der Kette". Eine Denkpause dürfte Sepsi am Sonntag gegen die Arminia aus Bielefeld (13.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) dennoch erhalten, Tim Leibold wird dafür nach hinten und Guido Burgstaller auf die linke Außenbahn rücken.

Zweckoptimismus nach dem Derby

Ob es der zuletzt als Joker auffällige Cedric Teuchert erstmals in die Startelf schafft, hängt von der taktischen Ausrichtung ab. "Cedi macht Spaß. Wenn er reinkommt, bringt er Leben ins Spiel", lobt Schwartz, im zuletzt bevorzugten 4-2-3-1-System gilt aber Tim Matavz vorne als gesetzt. Bei einer Umstellung auf zwei Spitzen wäre Teuchert "eine echte Option". Weitere Änderungen sind kaum zu erwarten, auch wenn mit Tobias Kempe und Lukas Mühl zwei zuletzt malade Profis in den Kader zurückkehren.

Schließlich findet Schwartz ja, dass seine Elf gegen Fürth, abgesehen vom Ergebnis, "eine sehr, sehr gute Leistung" geboten habe, die 1:2-Niederlage wertet er denn auch als "Fingerzeig, dass es besser werden kann" - vorausgesetzt, alle ziehen an einem Strang: "Wir können nur gemeinsam da rauskommen. Wir müssen diese Situation jetzt annehmen und alle zusammenstehen - Mannschaft, Vorstand, Fans, der ganze Club. Dann kommen wir aus diesem Tal auch wieder heraus." Die Chance dazu will man ihm am Valznerweiher dem Vernehmen nach bis auf weiteres geben. Selbst eine weitere Niederlage am Sonntag müsste nicht zwangsläufig Schwartz’ Demission bedeuten. Aber gewiss neuen Gesprächsbedarf.

Arminia Bielefeld: Hesl - Schütz, Behrendt, Cacutalua, Schuppan - Prietl, Salger - Hemlein, Görlitz – Klos, Voglsammer.

1. FC Nürnberg: Kirschbaum - Brecko, Hovland, Bulthuis, Leibold - Petrak, Behrens - Salli, Möhwald, Burgstaller - Matavz.

Uli Digmayer

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