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Konkurrenz patzt: FCN kommt mit blauem Auge davon

Dresden und Wiesbaden verspielen wichtige Punkte für den Klassenverbleib - 31.05.2020 15:59 Uhr

Da war für FCN-Leihgabe Ondrej Petrak und seinen aktuellen Verein Dynamo Dresden im ersten Spiel nach der Corona-Quarantäne nichts zu machen: Dresden bleibt nach der 0:2-Niederlage gegen Stuttgart Tabellenschlusslicht in der zweiten Liga.

© Robert Michael, dpa


Da kann ganz Fußball-Nürnberg einmal tief durchatmen. Trotz der Punkteteilung mit Bochum und der dadurch fehlenden zwei Punkte im Abstiegskampf kommt der 1. FC Nürnberg mit einem blauen Auge davon - zumindest vorerst. Grund dafür sind die Patzer der Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib vom SV Wehen Wiesbaden und der im ersten Spiel nach der Corona-Quarantäne am Ball aktiven SG Dynamo Dresden. Zudem hält Heidenheim mit einem Sieg über Aue Kontakt zum Bundesliga-Relegationsplatz und verhindert gleichermaßen ein Vorbeiziehen der Erzgebirgsler an der Spielvereinigung Greuther Fürth, die nach dem 1:1-Unentschieden gegen Darmstadt punktgleich mit Aue auf Rang sechs rangieren.

1. FC Heidenheim : FC Erzgebirge Aue 3:0 (0:0)

Der 1. FC Heidenheim hält das Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga spannend und bleibt als Tabellenvierter dicht hinter dem Hamburger SV. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt setzte sich am Sonntag mit 3:0 (0:0) gegen den FC Erzgebirge Aue durch. Ein Eigentor von Aues Calogero Rizzuto (48. Minute), Konstantin Kerschbaumer (58.) sowie Stefan Schimmer (87.) sorgten für den verdienten Sieg der Heidenheimer. Der Erfolg des FCH hätte noch höher ausfallen können, Marc Schnatterer verschoss in der 24. Minute jedoch einen Elfmeter.

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Es clubt einfach nicht: Erneut schwache Noten für den sieglosen FCN

Robin Hack bringt den Ball in der Frühphase des Geister-Heimspiels gegen Bochum nicht am VfL-Keeper vorbei und scheitert nach einer tollen Einzelaktion spät am Querbalken. Und dazwischen? Da zeigt sich der akut abstiegsbedrohte Club zwar bemüht, gegen das formstarke Team von der Castroper Straße aber auch ohne rechte Durchschlagskraft. Die Noten für Nürnbergs Klassenkämpfer fallen entsprechend ein weiteres Mal äußerst ernüchternd aus.



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Heidenheim bestimmte die Partie über weite Strecken, allerdings hielten sich die Gäste auch überraschend zurück. In der Offensive fand Aue kaum statt. Stattdessen gingen die Gastgeber kurz nach der Pause verdient in Führung, als Rizzuto einen Schuss von Schnatterer ins eigene Tor abfälschte. Wenige Minuten später machte Kerschbaumer nach einer schönen Flanke von Tobias Mohr per Kopf das 2:0. Kurz vor Schluss blieb Schimmer nach einem schönen Pass von Niklas Dorsch cool und stellte frei vor Aues Keeper Martin Männel den Endstand her.

Aufatmen beim FCN: Die Abstiegskonkurrenz patzt

Hamburger SV : SV Wehen Wiesbaden 3:2 (2:1)

Der Hamburger SV hat zumindest seine Ergebniskrise in der 2. Fußball-Bundesliga überwunden. Drei Tage nach dem 2:3 beim direkten Rivalen VfB Stuttgart kam der völlig verunsicherte Aufstiegskandidat am Sonntag gegen den Tabellenvorletzten SV Wehen Wiesbaden zu einem glücklichen 3:2 (2:1) und zum ersten Sieg nach Ende der Corona-Pause. Die lange gleichwertigen Gäste müssen nach der dritten Niederlage in Serie mehr denn je um den Klassenverbleib fürchten.


Ballbesitz und Punkte: FCN und Bochum teilen brüderlich


Überragender Mann der Hamburger war David Kinsombi (14./76. Minute), der zweimal für den Tabellendritten traf. Joel Pohjanpalo (27.) steuerte den dritten Treffer bei. Manuel Schäffler (12., 57./Foulelfmeter) war für die Hessen zweimal erfolgreich

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Remis in Darmstadt: User verteilen viele Vierer für die Kleeblatt-Profis

In Darmstadt hatte das Kleeblatt weder Glück noch Pech. Und doch irgendwie beides. Die Fürther konnten mit vielen Chancen überzeugen, jedoch weniger mit dem Abschluss. Nicht nur Daniel Keita-Ruel scheiterte mehrfach vor dem Tor der Lilien, die dafür einen strittigen Elfmeter verschossen. Am Ende hätte mehr drin sein können. Aber eben auch weniger. Die User waren mit der Leistung ihrer Kleeblatt-Elf nicht zufrieden. Eine 2,4 für Marco Caligiuri war die beste Note, die im Durchschnitt vergeben wurde. Unterm Strich hagelte es viele Vierer für die Fürth-Profis.


Dem HSV fehlte jede Souveränität nach nur einem Sieg aus den vorherigen sieben Spielen. Zwar waren die Hamburger dominant, doch vor allem in der Defensive zeigten sie Schwächen.

SG Dynamo Dresden : VfB Stuttgart

Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart bleibt erster Verfolger von Spitzenreiter Arminia Bielefeld. Die Schwaben setzten sich am Sonntag beim Schlusslicht Dynamo Dresden mit 2:0 (1:0) durch. Hamadi Al Ghaddioui erzielte in der 18. Minute die Führung. Darko Churlinov staubte in der 88. Minute zur Entscheidung ab.

Die Gäste waren die spielbestimmende Mannschaft, sie taten sich allerdings schwer, Chancen zu kreieren. Dresden merkte man an, dass es keine Spielpraxis hat. Dynamo war nach Corona-Fällen im Team erst seit einer Woche im Mannschaftstraining und bestritt nach 84 Tagen Pause das erste Pflichtspiel. Dabei überzeugte das Tabellenschlusslicht vor allem im kämpferischen Bereich.

dpa, end

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