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Neu-Fürther Berggreen: Effizient, kopfballstark, verletzt

Der 27-Jährige war zuletzt für Twente Enschede aktiv - 16.09.2020 08:30 Uhr

Emil Berggreen stürmt in der kommenden Saison für die SpVgg Greuther Fürth.

© Sportfoto Zink / MaWi


Ein Stürmer sollte noch kommen zur SpVgg Greuther Fürth. Für den nach Sandhausen abgewanderten, zweitbesten Fürther Torschützen Daniel Keita-Ruel (10 Tore). Einer für die Spitze, im Angriffstrio in einem 4-3-3-System vom physisch starken Havard Nielsen und dem trickreichen Freigeist Branimir Hrgota flankiert. Einer, der wie sein Vorgänger seine Kernkompetenz in der Körperlichkeit und dem Kopfballspiel (vier Treffer) weiß. Einer, der ablösefrei zu ergattern ist. Einer, der bestenfalls die Elite-Ligen der Bundesrepublik kennt. Kurz: Einer wie Emil Berggreen.

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Der Däne, der einst bei Mainz 05 und Eintracht Braunschweig Erfahrungen im deutschen Profifußball sammelte (40 Einsätze in der 1. und 2. Bundesliga) und zuletzt bei Twente Enschede überwiegend als Joker zum Einsatz kam, wechselt ablösefrei an den Laubenweg und erhält beim Kleeblatt einen Zweijahresvertrag.


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Vier Tage vor dem Auftakt gegen den VfL Osnabrück hat Rachid Azzouzi, Geschäftsführer Sport, die Planstelle in der Abteilung "Tore" durchaus namhaft besetzt. Der 49-Jährige darf sich, wie er in der Pressemitteilung auf der Vereinswebsite zitiert wird, über einen Angreifer, "der die Stärken mitbringt, die wir gesucht haben", freuen. So bescheinigt er dem neuen 1,94-Meter-Hünen "eine gute Technik, Körpergröße und Torgefahr". Trainer Stefan Leitl ergänzt: "Emil ist ein klassischer Mittelstürmer, der auch gut mit dem Rücken zum Tor agieren kann."

Ob Berggreen schon für den Liga-Start gegen die Lila-Weißen eine Option sein wird? Nunja, der Coach kündigte einzig an, "mit ihm jetzt so zu arbeiten, dass schnellstmöglich auf ein gutes körperliches Niveau kommt und den Konkurrenzkampf erhöhen wird". Gerade bei Berggreen sollte man angesichts seines bisherigen Karriereverlaufs vor voreiligen Einsätzen gewarnt sein: Allein in seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit in Mainz verpasste der Däne 105 Partien verletzungsbedingt.

Die Ursachen: Ein Kreuzbandriss, eine Gehirnerschütterung, eine Mandelentzündung, aber auch muskuläre Probleme. Gelingt es dem Kleeblatt zumindest letztere mittels behutsamer Belastungssteuerung zu vermeiden, darf man sich am Ronhof über einen spannenden und vielversprechenden Neuzugang freuen. Denn: Bei den Rheinhessen deutete der einstige dänische U21-Nationalspieler seine Qualitäten, wenn er denn auf dem Platz stand, durchaus verheißungsvoll an. In der Saison 2017/18 kam Berggreen in 14 Bundesliga-Einsätzen auf vier Treffer und avancierte damit zum drittbesten Mainzer Torschützen – allerdings mit nur rund halb so vielen Einsätzen wie die beiden noch treffsicheren FSV-Akteure Yoshinuro Muto und Pablo de Blasis.


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Wettbewerbs- und saisonübergreifend zählte Berggreen zu den effektivsten Spielern im Kader der Rheinhessen, war alle 90,4 Minuten an einem Torerfolg beteiligt. Zum Vergleich: Daniel Keita-Ruel, dessen hinterlassene Lücke in der Fürther Sturmspitze nun vom Dänen gefüllt werden soll, brauchte in der 2. Bundesliga durchschnittlich 196,6 Minuten.

"Ich bin dankbar für das Vertrauen und die Unterstützung, die ich von den Verantwortlichen bekomme, damit ich zu meiner Stärke zurückfinden kann. Das möchte ich natürlich zurückzahlen und der Mannschaft schnellstmöglich helfen", erklärte Berggreen, der neue Stürmer der SpVgg Greuther Fürth.

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