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Schon wieder Fragezeichen: Fehlen Fürth drei Verteidiger?

Kleeblatt-Coach Leitl notiert außerordenliche Personalsituation - 02.03.2021 06:00 Uhr

Ideenreich: Stefan Leitl fand trotz kleinem Kader bisher immer eine Möglichkeit, Lücken in der Fürther Elf zu schließen.

23.02.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Mit dem Schließen von Lücken hat Stefan Leitl in dieser Saison schon einige Erfahrungen gesammelt. Meistens erfolgreich. Zuletzt musste der Coach der SpVgg Greuther Fürth ein zentrales Problem lösen. Mit Paul Seguin, Sebastian Ernst und Julian Green waren ihm drei seiner vier Bausteine in der Mittelfeldraute aus verschiedenen Gründen ausgefallen. Leitl löste das Problem mit einer taktischen Änderung.

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Vor allem in der zweiten Halbzeit ging es teilweise Schlag auf Schlag: 2:2-Unentschieden spielt die SpVgg Greuther Fürth in Hannover. Trotz eines starken Auftritts reicht es nicht zu drei Punkten, weil Hannover 96 seine Chancen nutzt.


Der Serie des Kleeblatts in der zweiten Liga schadete das trotz des bewusst kleinen Kaders nichts. Aktuell sind die Fürther das beste Team der Rückrunde. Zudem ist die Spielvereinigung seit acht Partien ungeschlagen, die bislang letzte Niederlage datiert vom 8. Januar. Da unterlag das Kleeblatt in Karlsruhe 2:3.

Nächstes Topspiel gegen Bochum

Vor dem nächsten Spitzenspiel am Samstag (13.00 Uhr) im Ronhof gegen den VfL Bochum dürften Leitls Gedanken um seine Innenverteidigung kreisen. Denn dort könnte sich nun die nächste Lücke auftun.


Das Glas der Fürther: Vielleicht doch halbvoll?


Beim 2:2 in Hannover kassierte Maximilian Bauer in der Schlussphase eine Gelbe Karte mit Folgen, Es war die fünfte Verwarnung und diese zieht eine Sperre nach sich. Während die Mitspieler also das Topspiel bestreiten dürfen, darf Bauer nur von draußen mitfiebern.

Im Training: Paul Jaeckel absolviert wieder Teile des Trainings. Ob es für ihn bis zum Treffen mit Bochum reicht, ist offen.

29.01.2021 © Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / Melanie Zink


Nominell hat Leitl vier Innenverteidiger in seinem Kader. Mergim Mavraj, Paul Jaeckel, Abdourahmane Barry und eben Bauer sind auf dieser Position heimisch. Doch ist offen, ob es zwei von ihnen schaffen werden, sie am Samstag gegen den Revierklub auch ausführen zu können.

Abwarten bei Mavraj

Mavraj laborierte eine ganze Weile an einer Oberschenkelverletzung. Bis zum vergangenen Freitag absolvierte er eine Reha. Am Montag kam es zu einer Kontrolluntersuchung. Inwieweit er wieder ins Training integriert werden kann, soll sich am Dienstag klären. Dass er sofort wieder 90 Minuten gehen kann, ohne eine komplette Trainingswoche mit der Mannschaft absolviert zu haben, ist nicht ausgeschlossen. Aber fraglich.

Einsatzbereit: Abdourahmane Barry durfte gegen Kiel und Hannover von Beginn an ran und steht auch gegen Bochum zur Verfügung.

23.02.2021 © Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Auch bei Paul Jaeckel zwickte in der jüngeren Vergangenheit der Oberschenkel. Seit dem 29. Januar, dem 3:0-Heimsieg gegen den FC Erzgebirge Aue, hat der U21-Nationalspieler nicht mehr mitwirken können. In der vergangenen Woche nahm er wieder Teile des Trainings auf. Ob das bis zum Treffen mit Bochum ausreichend ist, wird Leitl erst gegen Ende der Woche beurteilen.

Barry biss sich rein

Einem Einsatz von Barry stünde dagegen nichts im Weg. Gegen Holstein Kiel machte er beim 2:1-Sieg sein erstes Spiel nach einer Pause. Beim 3:0-Erfolg in Braunschweig kurz vor Weihnachten 2020 war er davor zuletzt aufgelaufen. Gegen Kiel biss sich Barry nach einigen Unsicherheiten in die Partie. Auch beim 2:2 in Hannover durfte er beginnen.

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"Barry ist ein hochtalentierter Spieler, er hat lange Zeit nicht gespielt, auch in Österreich nicht von wo er zu uns kam", so Leitl über den 21-jährigen Franzosen. "In das Spiel gegen Kiel kam er aus einer Verletzung. Jetzt geht es darum, dass wir seinen körperlichen Zustand stabilisieren".

Besondere Beachtung für Zoller und Zulj

Um Stabilität geht es auch gegen Bochum. Mit Simon Zoller und dem ehemaligen Fürther Robert Zulj, die beide jeweils elfmal getroffen haben, stellt der VfL zwei der vier torgefährlichsten Spieler der zweiten Liga. Beide bedürfen besonderer Beachtung.

Vielleicht wird sich um deren Betreuung aber auch Anton Stach verdient machen. Eigentlich im Mittelfeld zu Hause, spielte er in dieser Saison auch schon in der Abwehr. Und das ansprechend. Leitls Kader mag klein sein. Eine Option, Lücken zu schließen, fand sich bisher aber immer.

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