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"Step by step": Coach Keller bereitet den FCN auf Tag X vor

Palikuca äußert sich vorsichtig zu neuen Regelungen - 16.04.2020 15:36 Uhr

In Vierergruppen üben die Club-Profis wieder am Valznerweiher und trainieren vor allem Technik und Ballgefühl.

© Daniel Karmann, dpa


Nach einem kompletten Fußball-Stopp durch die zweiwöchige Quarantäne, in die sich die gesamte Mannschaft nach der Infektion von Fabian Nürnberger begeben musste, rollt der Ball seit zehn Tagen zumindest wieder ein bisschen am Valznerweiher. Mannschaftstraining ist noch ausgeschlossen, die Abstandsregelung gilt weiterhin, doch Club-Coach Jens Keller übt mit seinen Jungs in Vierergruppen. Mit Normalität hat das natürlich noch wenig zu tun, beschweren will Keller sich aber nicht: "Wir nehmen die Situation an und schauen, dass wir die Mannschaft körperlich auf ein hohes Niveau bringen und dort halten, ohne zu überpacen. Wenn der Tag X kommt, müssen wir fit sein. Das ist unsere Aufgabe."

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Über die Frage nach eben diesem Tag X wird nun schon seit Wochen diskutiert, eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen. Großveranstaltungen sind bis zum 31. August auf jeden Fall untersagt, es könnte also sogar passieren, dass die nächste Saison in Form von Geisterspielen begonnen werden muss. Im Gespräch mit NN-Sportredakteur Fadi Keblawi sagte Club-Sportchef Robert Palikuca auf die Frage, welche Folgen dies für den FCN haben könnte: "Abschließend und seriös lässt sich das aktuell noch nicht beantworten. Sämtlich Zeitpunkte, die von der Regierung genannt wurden, sind im Nachgang nach hinten korrigiert worden. Wir wissen aktuell ja noch nicht einmal, wann diese Saison beendet wird und wann dann die nächste Saison wirklich startet. Wir tun alle sehr gut daran, die Situation erst zu bewerten, wenn wir auch mit belastbaren Fakten arbeiten können."


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Der Wunsch nach Spielen vor gefüllten Rängen wird am Valznerweiher auch erst einmal hinten angestellt, schließlich geht es zunächst um die Rückkehr in einen normalisierten Alltag: "Zu allererst wünschen wir uns beim Club, dass sich das Leben für die gesamte Gesellschaft wieder normalisiert, ohne dass es zu gesundheitlichen Risiken führt. Im zweiten Schritt werden wir versuchen, die bestmöglichen Bedingungen für ein normales Arbeiten zu schaffen. Und natürlich ist es der Wunsch von allen Fußball-Fans, dass irgendwann auch wieder Zuschauer ins Stadion kommen können. Davon lebt dieser emotionale Sport", erklärt Palikuca.

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Dass die lange Pause, in der nur allein und ohne Ball trainiert werden konnte, nicht spurlos am Team des 1. FC Nürnberg vorbeigegangen ist, ist dabei keine Überraschung. "Man hat natürlich schon gemerkt, dass der Mannschaft körperlich durch die Pause ein gutes Stück zum Top-Zustand gefehlt hat", erklärt der Trainer auf der Homepage des FCN. Vor allem zu Beginn hat sich das noch bemerkbar gemacht: "Nach den ersten Einheiten waren die Jungs dementsprechend müde. Training auf dem Platz, auch wieder mit Ball, ist dann doch etwas anderes."

Diesen Rückstand konnte die Mannschaft nun im täglichen Kleingruppen-Training aufarbeiten. "Wir machen sehr viel im physischen Bereich und kommen schon langsam wieder auf ein gutes körperliches Niveau", fasst Keller den Stand seines Teams zusammen. Der Fokus liegt dabei aktuell auf athletischen und technischen Aspekten, Spielformen und Mannschaftstaktik ist in Vierergruppen einfach nicht umsetzbar. "Wir arbeiten schon auch positionsspezifisch, aber wenn man ohne Körperkontakt und Zweikämpfe auskommen muss, dann beschränkt einen das natürlich."

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Wichtig ist erstmal, dass die Spieler den Ball am Fuß haben können und langsam wieder ein optimales Ballgefühl entwickeln. Auch Virgil Misidjan, der seit Montag in Nürnberg ist, trainiert inzwischen wieder zum Teil mit den Mannschaftskameraden, arbeitet aber weiterhin zusätzlich individuell, um sich auf ein möglicherweise bald anstehendes Training mit der kompletten Mannschaft vorzubereiten.

Der Club ist dennoch auf einem guten Weg, um für eine mögliche Fortsetzung der Saison bereit zu sein: "Bislang läuft es gut, wir bringen die Mannschaft step by step nach vorne."

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ako

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