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Verpasste Chancen: Der FCN wartet auf den Faktor Singh

Club-Coach Klauß spricht über den technisch versierten Leih-Bayern - 10.11.2020 05:47 Uhr

Von der dritten in die zweite Liga - für Sarpreet Singh ein noch zu großer Schritt?

09.11.2020 © Foto: Thomas Hahn/Zink


Folge 68: Make Club great again

Seit die DFL das Wechselkontingent auf fünf Spieler aufgestockt hat, winkt auch notorischen Bankdrückern deutlich mehr Einsatzzeit. Trainer Robert Klauß begnügte sich beim 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf allerdings mit drei frischen Kräften. Es kamen: Johannes Geis, Fabian Schleusener und Simon Rhein. Es kam unter anderem nicht: Sarpreet Singh. Was wohl einiges aussagt über den aktuellen Status des Neuseeländers, der beim 1. FC Nürnberg mit so großen Ambitionen gestartet war.

Ein interessanter Plan

"Ich bin jetzt an einem Ort, an dem ich meine Entwicklung fortsetzen kann, um ein besserer Fußballer zu werden", so hatte das die Leihgabe des FC Bayern bei ihrer Ankunft am Valznerweiher formuliert. Und angekündigt, "Spielpraxis auf einem hohen Niveau" bekommen zu wollen.

Anfangs sah es durchaus so aus, als könne dieser Plan aufgehen. In der Vorbereitung hatte der offensive Mittelfeldspieler, der mit je sieben Toren und Vorlagen maßgeblich zur Meisterschaft der Münchner U21 in der 3. Liga beigetragen hatte, sein Potenzial angedeutet. Im DFB-Pokal gegen Leipzig und zum Liga-Auftakt in Regensburg stand Singh in der Startelf. Überzeugen konnte er nicht, vor allem mangelte es dem eleganten Techniker an Durchsetzungsvermögen und körperlicher Robustheit.

Glückloser Joker

Da war mehr drin! Gegen Sandhausen ließ Singh eine gute Torgelegenheit liegen. 

27.09.2020 © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr


Und eben auch an der Coolness im Abschluss. Gegen Sandhausen vergab Singh als Joker in der Schlussminute allein vor dem Torwart relativ kläglich das mögliche 2:0. Eine Szene, die wohl auch bei Klauß hängen geblieben ist.

"Bei Offensivspielern geht es darum, dass sie ihre Chancen nützen", erklärte der Trainer. Singh habe bei allem Bemühen "etwas unglücklich" agiert, "es kam nicht so viel dabei rum". Oder zumindest weniger als bei Felix Lohkemper und Pascal Köpke, die bei ihren Einsätzen ein paar Scorerpunkte sammelten.

Unten durch? Bei Klauß keinewegs

Abgeschrieben ist der Nationalspieler aber keineswegs. "Wir wissen, dass er ein Riesenfußballer ist und glauben, dass er für uns noch viele Spiele auf sehr hohem Niveau machen kann", sagte Klauß, Singh habe "Qualitäten, die in unserem Kader fehlen". Der 21-Jährige müsse sich erst noch einstellen "auf diese für junge Spieler unangenehme Liga". Wichtig sei, "dass er fleißig bleibt, sich im Training anbietet und zeigt, dass er in die Mannschaft gehört".

Das allerdings wird zunächst nicht möglich sein. Am Sonntag verabschiedete sich Singh für drei Wochen in die Heimat, um "wichtige persönliche Angelegenheiten zu regeln", wie Sportvorstand Dieter Hecking etwas kryptisch mitteilen ließ. Da es diesmal keine richtige Winterpause gibt, wurde die Reise ans andere Ende der Welt in die Länderspielwoche gelegt. Dennoch wird Singh in Osnabrück und gegen Fürth fehlen. Aber danach bleibt ihm in Nürnberg ja noch etwas Zeit, um ein vielleicht gar nicht unbedingt besserer, aber effizienterer Fußballer zu werden.

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