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Wieder in der Spur! Kerk sieht die Chance für den Club

Das FCN-Geburtstagskind und der steinige Weg zur Normalität - 18.04.2019 05:54 Uhr

Reha war gestern: Sebastian Kerk - seit ein paar Wochen wieder eine feste Größe beim Club - und sein FCN wollen Stuttgart noch vom Relegationsplatz schieben. © Sportfoto Zink / DaMa


Sebastian Kerk ist ganz und gar nicht der Typ, der gerne feiert oder sich gar feiern lässt. Trotzdem ließ sich der Club-Profi am Mittwoch natürlich nicht lumpen und gab "eine Kleinigkeit" aus in der Kabine anlässlich seines 25. Geburtstags. Vor einem Jahr hatte sich dazu keine Gelegenheit ergeben. Da quälte sich der Schwabe durch ein langwieriges Reha-Programm. Doch mittlerweile ist Kerk wieder richtig angekommen im Profifußball - ein Grund mehr, ein wenig zu feiern.

 Ein Achillessehnenriss warf ihn gleich zu Beginn der letzten Zweitligasaison weit zurück. Vom 20. August 2017 bis zum 20. Oktober 2018 war der frühere U 20-Nationalspieler außer Gefecht - und nach seinem Comeback gegen Hoffenheim vor knapp sieben Monaten lief es erst mal holprig. Viele hatten den Offensivmann schon abgeschrieben. Er selbst war, wie er heute zugibt, ein wenig naiv, als er dachte, "gleich wieder der Alte zu sein. Aber wenn man fast eineinhalb Jahre draußen war, dauert das eben seine Zeit".

Seit ein paar Wochen ist Kerk wieder eine feste Größe im Club-Team. "Ich fühle mich spritziger, die Substanz ist wieder da. Mir war immer klar, dass ich auf Bundesliga-Niveau mithalten kann, wenn ich fit bin", sagte er. Beim 0:1 in Frankfurt am 17. März stand er nach langer Zeit erstmals wieder 90 Minuten auf dem Platz - und gab in ungewohnter Rolle als linker Außenverteidiger eine gute Figur ab. "Das macht auch Spaß, wenn ich das Spiel vor mir habe, einen guten Pass spielen oder eine Flanke schlagen kann. Ich spiele da, wo mich der Trainer braucht, Hauptsache, ich bin auf dem Platz. Aber ich sehe mich schon eher in der Offensive", räumt Kerk vor der Begegnung mit Leverkusen ein, der seinen persönlichen Lauf natürlich gerne mit dem Klassenerhalt krönen würde: "Wenn wir an die jüngsten Leistungen anknüpfen können, haben wir gute Chancen auf den Relegationsplatz." Seine Zukunft sähe Kerk auch im Abstiegsfall in Nürnberg. "Ich fühle mich sehr wohl hier und habe einen Vertrag über die Saison hinaus. Es gibt keinen Grund, den Club zu verlassen", betont er.

Wechselgerüchte um Löwen

Ob sein Mitspieler Eduard Löwen seine Zukunft ebenfalls im Neuen Zabo sieht, bleibt abzuwarten. Nach dem wuchtigen Mittelfeldspieler haben laut russische Topklubs ihre Fühler ausgestreckt, was den Club-Allrounder allerdings offenbar nur bedingt reizt. Der 22-Jährige besitzt einen bis 2022 laufenden, auch für die zweite Liga gültigen Vertrag beim Club. Zumindest befindet sich der Verein somit in einer guten Verhandlungsposition.

Diese Spekulationen - angeblich denkt man auch bei Eintracht Frankfurt konkret über Löwen nach - wollte der Deutsch-Russe am Mittwoch nicht befeuern. Ähnliche Gerüchte habe es auch vor einem Jahr schon gegeben. Mit dem Aufstieg in die Bundesliga waren die Fronten dann schnell geklärt. Dass im Abstiegsfall die Karten neu gemischt werden, liegt auf der Hand. Mit einem Bekenntnis pro Nürnberg konnte Löwen nach dem Donnerstagstraining jedenfalls nicht dienen.

Bye, Bye, Bauer?  

Löwen ist längst nicht der einzige Wackelkandidat im Kader. Torwart Christian Mathenia wird mit Fortuna Düsseldorf in Verbindung gebracht, falls es für den Club nicht zum Ligaerhalt reicht. Der 27-Jährige will seinen Weg in der Bundesliga fortsetzen. Bei Abwehrspieler Robert Bauer zeichnet sich indes die Rückkehr zu Werder Bremen ab. Der 24-Jährige ist derzeit nur ausgeliehen. 

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Stark gegen Schalke: Gute Noten für den Glücklos-Club!

Was war das für ein emotionales 1:1 gegen Schalke. Ein Tor wurde dem 1. FC Nürnberg am Freitagabend vom Schiedsrichter zu Unrecht genommen, ein Elfmeter von Hanno Behrens verschossen. Einzig Yuya Kubo brachte an diesem Tag aus Nürnberger Sicht auch offiziell den Ball im Tor unter. Dank dieser Leistung gibt's dieses Mal auch gute Noten von ihnen - nur ein Akteur fällt dabei merklich ab.


Harald Büttner

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