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Extremismus in Coronazeiten: Ein idealer Nährboden

Corona-Angst wird zur Verbreitung eines kruden Weltbildes genutzt - 04.08.2020 16:58 Uhr

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Mit Aluhut und ohne Abstand: Tausende demonstrieren gegen Corona-Regeln

Mehrere Tausend Menschen haben sich am Samstag in Berlin zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen versammelt. Trotz steigender Infektionszahlen machen sie sich für ein Ende aller Auflagen stark.


Das ist brandgefährlich, nicht nur, weil es für eine Stimmung im Land sorgt, auf die sich politisch schwer reagieren lässt. Die Extremisten robben in die Mitte der Gesellschaft; sie transportieren mit der Corona-Angst ihr krudes Weltbild, füttern die Menschen mit Verschwörungstheorien, verpacken Rassismus, Antisemitismus, Antikapitalismus so, dass er manchen gar nicht mehr so hässlich erscheint.


Corona-Demonstrationen: Lasst sie demonstrieren!


Warum ihnen das ausgerechnet bei Corona gelingt, lässt sich nur vermuten. Anders als bei der Flüchtlingskrise ist das Thema nicht eindeutig belegt, gibt es noch kein passendes Raster. Das lässt die Grenzen verschwimmen. In beiden Fällen ist die Grundangst ähnlich diffus, sind manche plötzlich empfänglich für abseitige Thesen und Theorien, weil sie dem nicht mehr glauben wollen, was bislang Grundkonsens war. Darauf muss die Politik eine Antwort finden, sonst spaltet sich die Gesellschaft weiter.


Sie wollen Ihre Meinung zu den Maßnahmen und Lockerungen in der Corona-Krise kundtun oder sich mit anderen Usern zum Thema austauschen?

Hier haben Sie die Möglichkeit dazu.

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