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Pampasgras schneiden: Macht man das im Frühjahr oder im Herbst?

Elias Thiel

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27.3.2024, 13:10 Uhr
Ziergräser wie das beliebte Pampasgras sind aktuell bei der Gartengestaltung angesagt. Einige Tipps sollten Sie bei der Pflege beachten. 

© Pixabay/naobim Ziergräser wie das beliebte Pampasgras sind aktuell bei der Gartengestaltung angesagt. Einige Tipps sollten Sie bei der Pflege beachten. 

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Ziergräser verleihen dem Garten dekorative Akzente. Sowohl während der Sommermonate als auch im Winter sind sie echte Hingucker. Doch die schönen Gräser müssen gepflegt und mit Bedacht geschnitten werden. Wenn Sie die folgenden Schritte beachten, sollte einem schönen Gartenbeet also nichts mehr im Wege stehen.

Nicht alle Gräser-Arten brauchen einen Besuch von der Gartenschere.

Immergrüne Ziergräser brauchen beispielsweise keinen Rückschnitt. Dazu zählen unter anderem Breitblattsegge, Vogelfuß-Segge oder Japansegge. Natürlich sollten einzeln abgestorbene Pflanzenhalme oder Blattspitzen entfernt werden.

Über neue Triebe dürfen Sie sich im Frühjahr bei sommergrünen Ziergräsern wie Chinaschilf, Lampenputzergras oder dem beliebten Pampasgras freuen. Damit die Gräser genügend Platz zum Sprießen haben, sollten Sie die vertrockneten Halme entfernen.

Damit die Ziergräser in ihrer vollen Pracht erscheinen können, sollten Sie die Gartenschere mit Bedacht einsetzen. Denn die jungen Pflanzentriebe vieler sommergrüner Ziergräser sind filigran und etwas empfindlich.

Falsches Zurückschneiden kann neu sprießende Pflanzenteile verletzen, was zu schlechteren Wachstumsbedingungen führt.

Pampasgras im Frühjahr schneiden

Am besten ist ein Rückschnitt im Frühling. Denn die trockenen Blätter und Halme schützen das Innere, das sogenannte Herz des Stockes, vor Nässe im Winter. Zudem dienen sie gefährdeten Wildbienen als Winterquartier. Deswegen sollte man die vertrockneten Gräser im Winter noch stehen lassen. Am besten bindet man sie im Herbst mit einem Band zusammen.

Sobald im Frühjahr, also im März und im April, kein Frost mehr erwartet wird, können Sie das Band lösen und die trockenen Halme und Blätter entfernen.

Zunächst werden die alten Stängel mit den Fruchtständen bis zum Boden abgeschnitten. Wenn alle Blätter trocken und abgestorben sind, kann auch der gesamte Blattschopf gekürzt werden. Die beste Methode dafür ist die Verwendung einer Heckenschere oder das büschelweise Schneiden mit einer Gartenschere. Dabei sollten Sie Handschuhe tragen, denn die Blätter haben scharfe Kanten.

Vor allem in milden Regionen in Deutschland sind viele Blätter im Blattschopf im Frühjahr noch grün, während die abgestorbenen Halme des Pampasgrases auf Bodenhöhe durchgefault sind. Um die grünen Blätter zu erhalten, sollten Sie nicht gleich alle Gräser schneiden. Stattdessen ziehen Sie sich Arbeitshandschuhe (mit Latex- oder Kautschuk-Beschichtung) an und kämmen Sie dann mit den Fingern systematisch durch den Blattschopf.

Sollen Ziergräser im Herbst noch einmal geschnitten werden?

Ziergräser sollten im Herbst nicht geschnitten werden. Es ist ganz natürlich, dass die Pflanzen im Herbst schlaff und braun werden. Das ist zwar nicht sehr dekorativ, schützt aber wie oben beschrieben das Innere der Pflanze vor den nassen Wintertagen. Daher sollten Sie die abgestorbenen Teile der Ziergräser bis zum Frühjahr stehen lassen.

Um Pampasgras zu schneiden, sollten Sie alle alten Stängel mit den Fruchtständen bodennah abschneiden. Wenn die gesamte Pflanze abgestorben ist, können Sie das Pampasgras komplett zurückschneiden. Dabei binden Sie mehrere Halme zu einem Bündel zusammen und schneiden Sie sie mit einer scharfen Gartenschere. Die Schnittreste sollten entweder im Biomüll entsorgt oder vor dem Kompostieren auf dem Komposthaufen etwas zerkleinert werden.

Üblicherweise findet man zwischen den grünen Halmen vereinzelt vertrocknete, braune Blätter, die einfach mit Handschuhen herausgekämmt werden können. Durch das Auskämmen dieser Pflanzenteile wird die Pflanze vor Fäulnis geschützt.

Je nach Sorte blüht Pampasgras von Anfang August bis in den tiefen Winter hinein. Im ersten Jahr nach der Pflanzung blüht das Ziergras oftmals nicht wirklich. Trockenheit im Sommer und mangelnde Nährstoffversorgung können auch dazu führen, dass die Blüte beim Pampasgras ausbleibt.

Wenn noch grüne Blätter vorhanden sind, sollten Sie lediglich die abgestorbenen Blätter entfernen, indem Sie Handschuhe anziehen und dann den Blattschopf mit den Fingern durchkämmen.

Pampasgras benötigt einen sonnigen und windgeschützten Standort. Am besten gedeiht das Ziergras, wenn der Boden humos, durchlässig und nährstoffreich ist.

Nach dem Rückschnitt können Sie das Pampasgras pflegen, indem Sie einen speziellen Langzeitdünger in die Erde einarbeiten. Somit erhält die Pflanze wichtige Nährstoffe, die sie für den Neuaustrieb im Frühjahr braucht.

Allerdings sollte der Dünger speziell für Ziergräser geeignet sein. Daher sollten Sie auf der Verpackung nach den Dosierungshinweisen schauen und sich an die Vorgaben halten.

Wenn nämlich die Stickstoffkonzentration beispielsweise zu hoch ist, kann das Pampasgras zu schnell in die Höhe schießen, was einem gesunden Wachstum entgegensteht.

Ziergräser können während des gesamten Gartenjahres relativ problemlos vermehrt werden.

Dafür müssen Sie das Gewächs zunächst aus der Erde freilegen, beispielsweise mit einer Grabegabel. Die Wurzel kann danach behutsam in zwei Teile getrennt und erneut im Beet eingepflanzt werden.

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