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Frühling und Corona: Polizei zeigt verstärkt Präsenz in Erlangen

Am Wochenende war die Bereitschaftspolizei an sogenannten "Hot Spots" unterwegs - 05.04.2020 18:00 Uhr

Wie hier am Schlossplatz kontrolliert die Polizei jeden Tag.

05.04.2020


Blauer Himmel und Sonne pur – da zieht es viele raus ins Freie. Im Moment allerdings ist die Sache mit der Freizeit außerhalb der eigenen vier Wände kompliziert. Allein die Anordnung, dass uns selbst und Fremde in Coronazeiten 1,50 Meter Abstand trennen sollen, ist bei diesem Wetter manchmal schwierig einzuhalten.



In Erlangen ist der Dechsendorfer Weiher ein "Hot Spot", wo sich immer viele Menschen treffen, wie der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion, Matthias Riedel, erklärt. Allerdings haben die Beamten dort noch keine "Grüppchenbildung" gesehen. Vielmehr verhalten sich die meisten vernünftig. Die Polizisten würden "mit Beharrlichkeit und Fingerspitzengefühl" auf die Einhaltung der seit 20. März geltenden Ausgangsbeschränkungen achten. Längeres Verweilen an einem Ort oder gar Grillen sind tabu – und werden, so man erwischt wird, mit einer Anzeige bestraft.

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Corona-Krise: Das Foto-Tagebuch aus Erlangen

Die einzige derzeit mögliche Maßnahme, Corona-Virus-Infektionen zu vermeiden, geht nur über die Vermeidung persönlicher Kontakte. Die Folge: Das Alltagsleben in Erlangen wurde "runtergefahren". Seit den ersten Lockerungen nach den Osterferien hat die Staatsregierung das öffentliche Leben sukzessive wieder hochgefahren. Fotograf Harald Sippel zeigt die Situation in einem Bilder-Tagebuch: 120 Tage hat er damit dokumentiert.


Am Schlossplatz fordert die Polizei dort versammelte Menschen immer wieder auf, das Gelände zu verlassen. Gleiches gilt für den Altstädter Kirchenplatz, wo ein Anwohner gesehen hatte, wie sich "mehrfach Leute zum Trinken, Rauchen und Essen treffen". Auch Bewohner des Hauses der Gesundheit hätten sich dazu gesellt. Der Polizei war der Vorgang bekannt, es habe aber keinen Grund zum Einschreiten gegeben. Denn das Haus zu verlassen, um frische Luft zu schnappen, ist erlaubt. Wenn der Mindestabstand eingehalten wird, gibt es keinen Grund für die Polizei einzuschreiten.


Kommentar: Sitzen im Grünen verboten? Kontrollen in Franken gehen zu weit


Der Polizei, so ein Sprecher, sei durchaus bewusst, dass die Zahl der Anzeigen steigen werde, je länger die Ausgangsbeschränkung dauere. Die Beamten seien allerdings gehalten, maßvoll vorzugehen.

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Google-Daten: So hat Corona unser Leben verändert

Aktuelle Google-Bewegungsdaten zeigen genau, wie das Coronavirus und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen das Verhalten der Menschen verändert haben. Durch die Vielzahl der Google-Nutzer ermöglichen die Daten ein zuverlässiges Bild und lassen erkennen, wie viel seltener sich die Menschen an Bahnhöfen, an ihrem Arbeitsplatz und in Läden aufhalten - und wie viel häufiger in ihren eigenen vier Wänden. Besonders groß im Vergleich zu den anderen Bundesländern war in Bayern der Rückgang im Bereich Handel und Freizeit.


In Erlangen, so Matthias Riedel, erteile die Polizei beinahe täglich Platzverweise. Bei Uneinsichtigen drohe ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Anzeige. Inzwischen können saftige Bußgelder verhängt werden. Am Wochenende hatten deshalb auch Einsatzzüge der Bereitschaftspolizei die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung überwacht. 

Auch im Landkreis Erlangen-Höchstadt waren Beamten unterwegs. Am Donnerstag hat die Polizei in Baiersdorf drei junge Männer im Alter zwischen 17 und 18 Jahren angetroffen, die angaben, gemeinsam unterwegs gewesen zu sein, obwohl sie nicht demselben Hausstand angehören. Die drei jungen Männer müssen sich jetzt wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz verantworten.

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Hygiene-Tipps: So schützt man sich vor dem Coronavirus

Das Coronavirus hält Deutschland und die Welt weiterhin in Atem. Zahlreiche Corona-Maßnahmen sind im vergangenen Jahr bereits umgesetzt worden - dabei ist es auch weiterhin wichtig Hygienemaßnahmen einzuhalten. Wir haben Hygiene- und Verhaltens-Tipps nach Empfehlungen des Infektionsschutz zur Vorbeugung des Coronaviruses zusammengefasst.



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