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FAQ: Was, wenn man Nein zum Impfstoff von Astrazeneca sagt?

Wir haben mögliche Fragen und Antworten für Sie gesammelt - 09.04.2021 13:43 Uhr

Das Präparat von Astrazeneca wird von einigen Menschen als Impfstoff zweiter Klasse empfunden. Manche Impfberechtigten haben darum ihren ersten Termin abgesagt.

28.02.2021 © Josef Vostarek via www.imago-images.de, imago images/CTK Photo


Um das Vakzin des Herstellers Astrazeneca gibt es weiterhin Wirbel. Erst waren Mitte März waren die Impfungen in Deutschland kurzzeitig ausgesetzt worden, bis die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) entschied, dass Astrazeneca weiter verimpft werden darf. Dann wurde am 30. März die Impfung mit Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren weitgehend gestoppt, nachdem weitere Thrombosefälle bekannt geworden waren.

Als Reaktion darauf hat Bayern die Impfpriorisierung teilweise ausgehebelt. Personen zwischen 60 und 69, die eigentlich erst in der Prioritätsgruppe drei an die Reihe gekommen werden, können sich bereits jetzt mit Astrazeneca impfen lassen, wenn sie dies wollen. Jüngere können sich nach Rücksprache mit dem Arzt und auf eigenes Risiko weiterhin mit Astrazeneca impfen lassen.

Auch Hausärzte bieten mittlerweile Impfungen an. Aktuell erhalten die Praxen in Nürnberg nur den Impfstoff von Biontech/Pfizer. Ab Mitte April soll auch wieder Astrazeneca bei den Hausärzten verimpft werden.

Wie viele Personen im Freistaat wurden bisher mit welchen Impfstoffen geimpft?

Laut den jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts wurden bis einschließlich 8. April exakt 2.755.282 Impfdosen in Bayern verabreicht. 1.921.024 Menschen erhielten bis zu diesem Stichtag ihre Erstimpfung, 834.258 auch ihre Zweitimpfung. 6,4 Prozent der bayerischen Bevölkerung haben somit inzwischen einen vollständigen Impfschutz, mit dieser Quote liegt der Freistaat aktuell leicht über dem bundesweiten Durchschnittswert von 5,8 Prozent.

Bei 72 Prozent der Impfungen der bayerischen Patienten wurde bislang das Präparat von Biontech/Pfizer eingesetzt, rund 1,99 Millionen Dosen wurden davon verabreicht. Von dem Impfstoff von Moderna rund 135.000 Dosen und von dem Vakzin von Astrazeneca bisher rund 487.000 Dosen.

Wie erfährt man, mit welchem Impfstoff man geimpft werden soll?

Bei den Impfzentren ist der Ablauf wie folgt: Jeden Mittwoch oder Donnerstag weiß die Koordinierungsstelle, von welchem Hersteller wie viel Impfstoff in der Folgewoche verfügbar ist. Auf dieser Basis werden Impftermine für die Impfzentren freigeschaltet. Wer impfberechtigt ist, kann sich im Internet-Portal "BayIMCO" einloggen. Dort werden sowohl der erste als auch der zweite Impftermin vorgeschlagen. Passen diese nicht, kann man einen anderen Tag eingeben und sehen, ob an diesem ein Zeitfenster frei ist.

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Im Namen der 27 Staaten hat die EU-Kommission bisher Verträge mit mehreren Impfstoff-Herstellern abgeschlossen und so rund 2,3 Milliarden Dosen verschiedener Mittel gesichert. Weitere sollen folgen. Ein Überblick.


Die Daten geben einen Hinweis darauf, ob Astrazeneca, Biontech oder Moderna zugewiesen wurde. Zwischen der Erst- und Zweitimpfung von Moderna und Biontech liegen sechs Wochen. Bei Astrazeneca sind es zwölf. Erst wenn man den Termin bestätigt, sieht man, welchen Impfstoff man genau erhalten wird.

Nicht jeder will sich mit Astrazeneca impfen lassen. Welche Konsequenzen hat dieses Verhalten für die Betroffenen?

Laut einem Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums besteht kein Anspruch auf eine Impfung mit einem bestimmten Impfstoff. Wenn ein Präparat für die Personengruppe des Impfkandidaten zugelassen ist und er trotzdem ablehnt, muss er sich neu für die Impfung registrieren – und einen späteren Termin akzeptieren.

Wer mit dem zugewiesenen Impfstoff nicht einverstanden ist, kann bis 24 Stunden vor dem Impftag seinen Termin beim Impfzentrum stornieren und einen neuen auswählen, zu dem dann eventuell ein anderer Impfstoff zur Verfügung steht. Auch die anderen Präparate können allerdings zu Impfreaktionen führen.


Nach Astrazeneca-Wirrwarr: Wie weit ist Deutschland mit den Impfungen?


Wie viele Personen in Bayern haben bis jetzt eine Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca verweigert?

Dazu macht das bayerische Gesundheitsministerium keine Angaben. Die Quote von Astrazeneca-"Verweigerern" scheint je nach Region ziemlich unterschiedlich zu sein. Aus einigen bayerischen Landkreisen und Kommunen wurde anfangs von Quoten von 20 bis 25 Prozent berichtet, in den Impfzentren anderer Gebietskörperschaften scheint bisher nur ein ganz geringer Teil der Betroffenen diesen Impfstoff abzulehnen.

aam, sima

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