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Außenseiter beim Krisen-Hit: Der FCN muss in Stuttgart ran

Charaktertest im Abstiegskampf: Der Club will sich beim VfB gehörig steigern - 09.12.2019 05:49 Uhr

Die Anforderung für das Stuttgart-Spiel: Hanno Behrens und sein Team müssen - ähnlich wie in der Vorsaison - mehr Durchsetzungsvermögen gegen den VfB zeigen. © Sportfoto Zink / DaMa


Stuttgart hat von den vergangenen sieben Partien fünf verloren, der 1. FC Nürnberg im gleichen Zeitraum keines gewonnen. Mehr Krise geht fast nicht. Wobei es für die zwischenzeitlich von der Tabellenspitze grüßenden Schwaben eine Ergebniskrise ist. Trotz des besten und teuersten Kaders der zweiten Liga sind sie auf den vierten Platz abgerutscht. Dem Club hätte heute sogar der allerletzte Platz gedroht, wären Dynamo Dresden sowie Wehen Wiesbaden am Sonntag in ihren Partien über ein Remis hinausgekommen.

Egal ob am Neckar oder an der Pegnitz, der Stresspegel steigt bedrohlich. "Wir haben selbst genügend Probleme, da kümmern wir uns nicht um die Probleme des VfB Stuttgart", gab sich Club-Trainer Jens Keller im Vorfeld jedoch keine Mühe, die Feinheiten der Krisengebiete herauszuarbeiten. Klar ist lediglich: "Auch sie spielen nicht gerade mit breiter Brust." 

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Ein Unruhestifter in unruhigen Zeiten? 

Mit einem Sieg, dem ersten unter Keller, könnte der Club trotz unruhiger Zeiten zum Unruhestifter mutieren. Denn Kellers Pendant Tim Walter bläst der Wind bereits intensiv ins Gesicht, seitdem sich Arminia Bielefeld, der Hamburger SV und der 1. FC Heidenheim in der Tabelle am VfB vorbeigearbeitet haben. Der Ex-Nürnberger Daniel Didavi springt dem kritisierten Coach zur Seite und ist darum bemüht, die wachsende Unruhe im Stuttgarter Umfeld rechtzeitig einzufangen.

Vielleicht auch, weil mit seiner Verletzung die Misere erst begann: "Wir sind hinter den Erwartungen zurück, gerade nach dem Saisonstart. Es ist klar, dass man nicht zufrieden sein kann. Im Verein sind wir das auch nicht. Aber wenn man das etwas differenzierter betrachtet, ist schon eine Entwicklung da, spielerisch", sagte der Mittelfeldspieler, der sich nach dem achten Spieltag abmelden musste.

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Die Hoffnung auf "eine gewisse Anlaufzeit" 

Die bis dahin ungeschlagenen Schwaben waren ihren Kreativspieler wegen eines Muskelbündelrisses in der Wade für längere Zeit los - und mit ihm auch ihr Sieger-Gen. "Statistiken sind immer so eine Sache. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Am Anfang der Saison haben wir zwar kein Spiel verloren, aber da war auch nicht alles Gold was glänzt", sagte Didavi, der gegen den Club "eine ernsthafte Option" (Walter) ist und sein Comeback feiern dürfte. "Dida ist für die zweite Liga ein überragender Fußballer", lobte Keller die Offensivqualitäten des 29-Jährigen, den er während seiner Zeit in Stuttgart erlebte, deshalb aber auch weiß: "Nach einer Verletzung braucht er immer eine gewisse Anlaufzeit." 

 

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Margreitter, Sorg und Erras fehlen dem FCN 

Dem Club werden neben Rekonvaleszent Georg Margreitter erneut Oliver Sorg sowie Patrick Erras wegen muskulärer Probleme nicht zur Verfügung stehen. Enrico Valentini scheint sich dagegen von einem Magen-Darm-Infekt rechtzeitig für den Krisen-Hit erholt zu haben. 

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Stefan Jablonka

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