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Faire Konkurrenz beim Kleeblatt: Jaeckel macht's vor

Trio streitet bei den Weiß-Grünen um einen Verteidiger-Job - 27.10.2020 08:05 Uhr

Vorne dran: Paul Jaeckel (links) unmittelbar vor dem Fürther 3:0 durch Havard Nielsen im Kieler Strafraum.

26.10.2020 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


In jeder Mannschaft gibt es Spieler, die sich etwas sicherer sein können, dass sie beim Anpfiff auf dem Platz stehen als andere. Entsprechende Form und Fitness vorausgesetzt. Kapitän Branimir Hrgota und Sturmpartner Havard Nielsen sind das bei der SpVgg Greuther Fürth, oder Paul Seguin im Mittelfeld sowie Keeper Sascha Burchert. Unmittelbar vor ihm gehört auch Mergim Mavraj in der Innenverteidigung dazu.

Perspektive im Abwehrzentrum

Neben Mavraj war vor dem 3:1-Erfolg in Kiel ein Platz frei geworden, weil sich Maximilian Bauer mit einer Oberschenkelblessur abmelden musste. Und dieser Platz scheint nicht so sicher vergeben, wie einige andere. Bauer durfte in dieser Saison schon viermal dort ran, Neuzugang Abdourahmane Barry zweimal und Paul Jaeckel dreimal. Die beiden Letzteren spielten nicht immer von Anfang an, sorgen aber dafür, dass Coach Stefan Leitl im Abwehrzentrum ein gutes Angebot an jungen Verteidigern hat. Bauer ist 20, Barry 20 und Jaeckel 22 Jahre alt. Da steckt Perspektive drin.

Mit bisher drei Einsätzen in der Liga und einem im DFB-Pokal kommt Jaeckel klar. "Ich kann auf jeden Fall damit leben, klar ist der Wunsch da, immer dabei zu sein. Aber da wir alle drei jung und hungrig sind, ist es okay, wenn jeder mal spielt", gönnt er es auch den anderen.

Zur falschen Zeit am falschen Ort

So lange ist es noch gar nicht her, da hatte er auch andere Sorgen. Seiner ersten Berufung zur U21 des Deutschen Fußball-Bundes folgte eine sechstägige Quarantäne. Beim Essen hatte er mit Stephan Ambrosius am Tisch gesessen, einem Spieler des Hamburger SV, der im Trainingslager in Herzogenaurach positiv auf Corona getestet worden war. Jaeckels Debüt in der U21 fiel aus. Er und sein Fürther Teamkollege David Raum galten als Kontaktperson eins, obwohl stets alle Hygieneregeln eingehalten worden waren. „Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort“, erzählt Jaeckel. "Klar macht man sich Gedanken, aber da wir alle Regeln beachtet, alle Maßnahmen eingehalten und keine Symptome hatten recht zuversichtlich", ergänzt er. Raum und er wurden isoliert und erst nach zwei negativen Tests wieder "in die Freiheit" gelassen, wie Jaeckel es beschreibt.

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Trio mit unterschiedlichen Stärken

In Kiel stand er seitdem das erste Mal wieder in der Startelf. "Er hat über die Woche sehr gut trainiert und deshalb hat er gespielt“, erläutert Coach Leitl. Jaeckel selbst sieht den Konkurrenzkampf sowieso nicht unbedingt als ganz direkten. Wähnt weder sich noch Bauer oder Barry im Vorteil. "Wir haben unterschiedlich Stärken. Bauer im Aufbau, ich in der Defensive und Barry hat von beidem etwas Positives. Da kann der Trainer nach Gegner auswählen", findet Jaeckel. Auch wenn alle drei irgendwann zu denen zählen wollen, die ihren Platz sicherer haben als andere.

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