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Feuer Frey! Das war die Club-Chance gegen den KSC

Ex-Nürnberger entschärft den saftigen Schuss des Schweizers - 21.09.2019 22:53 Uhr

Gut gemacht, aber leider halt nicht drin: Michael Freys toller Torschuss hatte gegen Karlsruhe nicht die erneute Nürnberger Führung zur Folge. © Sportfoto Zink / Daniel Marr


Rund eine Stunde blinkt im spätsommerlichen, gleichzeitig aber irgendwie herbstlichem Nürnberg als Spielzeit von der Anzeigetafel. Der FCN hat sich schwer getan.Dank Johannes Geis' mit Genauigkeit kombinierter Schussstärke vom Elfmeterpunkt trotzdem das 1:0 erzielt. Anschließend aber - ziemlich bräsig in der fränkischen Spätsommer-Szenerie unterwegs - nahezu jeglichen Schwung nach vorne und auch die gesamtheitliche Spiel-Balance verloren. "Danach werden wir passiv, das hat mir nicht gut gefallen", wird Damir Canadi, der Club-Coach, das Nach-dem-Tor-Manko im Nachgang makeln. Und damit auch die Aufgabe des sicherlich ganz anders gedachten Matchplans meinen. Der Damir Canadi, der dem Aufstiegsaspiranten nicht Passivität, sondern gerade eben enorme Aktivität als spielerische Essenz verordnen will.

Geschenkt. Es geht für den Canadi-Club, der noch vor dem Kabinengang nach einem schönen Karlsruher Spielzug den Ausgleich hinnehmen hat müssen, lediglich darum, "in einem chancenarmen Spiel mit unseren Chancen im zweiten Durchgang in Führung zu gehen". So wird dies der vergeblich Aktivität einfordernde Coach nach Abpfiff im Achteck formulieren.

Links, rechts,... 

Und dann läuft sie also, die 61. Minute. Fabian Nürnberger, der mit Wiederbeginn einwechselte Außenbahnakteur des Altmeisters, ersprintet auf links energisch einen etwas zu weit geratenen Chipball. Nürnberger narrt nahe der Torauslinie Lukas Grozurek, Karlsruhes Assistgeber beim Ausgleichtreffers, und bringt das Leder nach innen. Dort hat Michael Frey, der Vorarbeiter des FCN, gelauert und setzt sich - von drei Badenern eher begleitet als gedeckt - nun ballgewandt in Szene. Mit dem Rücken zum Tor nimmt der rot-schwarze Sturmtank die Kugel geschickt mit links an. Lädt durch. Und schließt mit rechts aus der Drehung fulminant ab. 

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Die Blaupause, die der schussgewaltige Schweizer in Darmstadt in einer ähnlichen Szene gefertigt hat, zeichnet dieses Mal trotz ebenfalls fließendem, gleichzeitig brachialem Ablauf aber keinen Erfolg. Nürnberg torkelt nicht vor Glück. Weil Benjamin Uphoff, der einst in der Noris tätige Keeper des KSC, den entschlossenen-sehenswerten, aus Club-Sicht leider etwas zu zentral geratenen Abschluss des athletischen Angreifers reaktionsschnell entschärft. Und die Kugel über den Balken lenkt. Tolle Szene, aber halt kein Tor. 

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