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Holger Stanislawski ist beim FCN im Anflug

Club scheint bei der Trainersuche fündig geworden zu sein - 22.05.2014

Zurück ins Rampenlicht: Holger Stanislawski beendet scheinbar seine Auszeit. © Sportfoto Zink


Auf mehreren Online-Portalen wurde die Verpflichtung als nahezu perfekt vermeldet, Sportvorstand Martin Bader hielt sich am Mittwoch allerdings noch bedeckt: „Wir kommentieren grundsätzlich keine Namen und geben auch keine Zwischenstände heraus. Fakt ist, dass wir weiterhin viele Gespräche führen und alles abarbeiten müssen. Wir lassen uns die Zeit, die dafür nötig ist, und lassen uns nicht unter Druck setzen.“ Mit Stanislawski käme ein Fußballlehrer zum Club, der schon zwei Aufstiege in seiner Vita als Trainer vorzuweisen hat. 2007 gelang ihm im Gespann mit André Trulsen mit dem FC St. Pauli der Sprung von der Drittklassigkeit in die 2. Bundesliga, drei Jahre später kletterten die Hamburger noch eine Etage höher ins Oberhaus.

Beim finanziell nicht auf Rosen gebetteten Kiezklub war das Urgestein vom Millerntor gezwungen, mit weithin unbekannten Talenten zu arbeiten – und bewies dabei ein glückliches Händchen. 2011 verließ er den Verein, für den er in elf Jahren 260 Spiele – meist als Abwehrchef – bestritten und den er fünf Jahre als Trainer betreut hatte.

Es war ein tränenreicher Abschied, und so richtig glücklich ist „Stani“ bei seinen weiteren Stationen auch nicht geworden. Mit 1899 Hoffenheim endete die Zusammenarbeit nach sieben Monaten, beim 1. FC Köln nach einem Jahr. Mit den Geißböcken hatte er den Wiederaufstieg in die Bundesliga verpasst und bat im letzten Sommer überraschend um Vertragsauflösung.

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Im zurückliegenden Jahr nahm Stanislawski keinen neuen Job an, sondern legte eine schöpferische Pause ein. Kürzlich wurde der gebürtige Hamburger auch mit den Zweitliga-Konkurrenten TSV 1860 München und FC Union Berlin in Verbindung gebracht. Stanislawski lehnte eine konkrete Offerte aus der Hauptstadt ab. Dem Vernehmen nach mit der Begründung, dass dort der Managerposten nicht mit einem Fußballfachmann besetzt ist – mit diesem Manko musste er auch während seiner Zeit in Köln leben. Für sein nächstes Engagement wünscht sich Stanislawski eine Entlastung und einen Diskussionspartner, um sich voll auf die Trainingsarbeit konzentrieren zu können.

Mit dem kürzlich installierten Fußballchef Wolfgang Wolf wäre dies in Nürnberg der Fall. Dass sich Stanislawski schon mehrfach als Club-Fan „geoutet“ hat, dürfte bei den laufenden Verhandlungen sicherlich auch nicht von Nachteil sein.

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Plattenhardt zur Hertha

Während die sich anbahnende Verpflichtung von Trainer Stanislawski noch mit Konjunktiven umhüllt ist, wurden bei einer anderen Personalie Fakten geschaffen: Marvin Plattenhardt verlässt den 1. FC Nürnberg. Der 22-Jährige unterschrieb einen Dreijahresvertrag beim Bundesligisten Hertha BSC. Aus dem erst im Winter bis 2017 verlängerten Vertrag mit dem Club konnte das Eigengewächs nach dem Abstieg wegen einer entsprechenden Klausel aussteigen; über die Höhe der festgeschriebenen Ablösesumme wurde Stillschweigen bewahrt. Laut „Bild-Zeitung“ soll sie 500.000 Euro betragen.

Der Schwabe wechselte 2006 als 14-Jähriger zum Club, für den er 61 Mal in der Bundesliga auflief und zwei Tore erzielte. Für diverse Nachwuchsteams des DFB bestritt der Linksfuß 54 Länderspiele, mit der „U17“ wurde er 2009 im eigenen Land Europameister. Auch Makoto Hasebe könnte bei einem Bundesligisten landen: Bei Eintracht Frankfurt wird der Kapitän der japanischen Nationalmannschaft als Nachfolger des nach Hoffenheim abwandernden Pirmin Schwegler gehandelt. Der Club würde Hasebe gerne als Korsettstange der neu zu formierenden Mannschaft halten. 

Harald Büttner (Nürnberger Zeitung)

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