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Nach Tor im Test: Schafft Besong den Sprung zu den Profis?

Coach Canadi nennt den 19-Jährigen einen "spannenden Spieler" - 10.10.2019 16:49 Uhr

Paul-Philipp Besong: Er könnte schon in der nächstes Saison zu den Profis rücken. © Sportfoto Zink / DaMa


Sie packen ihr wahrscheinlich größtes Talent weiter in Watte beim Club. Bloß nichts überstürzen, lautet eine oft gehörte Antwort, wenn sich die Frage mal wieder Paul-Philipp Besong widmet. Am Mittwoch, im nicht-öffentlichen Test gegen den FC Ingolstadt (2:3), kam Besong zum ersten Mal seit seinem Wechsel bei den Profis zum Einsatz. Eher unauffällig habe er gewirkt, erinnert sich einer der wenigen Augenzeugen, sein Tor allerdings sei schon nett anzusehen gewesen. Mit dem Ball am Fuß über 30, 40 Meter flott nach vorn, noch einen Verteidiger umkurvt, Abschluss aus etwa 16 Metern. Drin.

So in etwa haben sie sich das vorgestellt Ende Juni, als der kräftige Nachwuchsstürmer einen Arbeitsvertrag beim Club unterschrieb. Im Umfeld von Borussia Dortmund bedauerten nicht wenige seinen Abschied, der doch überraschend kam. Nur ein paar Wochen, nachdem er den BVB mit zwei Joker-Toren im Finale zur Deutschen U19-Meisterschaft geschossen hatte.

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Es war das erwartet heiße Duell an einem sonst eher kühlen Oktober-Sonntag: Beim 1:1 lieferten sich der 1. FC Nürnberg und der FC St. Pauli einen spannenden Kampf und teilten sich am Ende die Punkte. Danach waren Sie gefragt – und gaben den Club-Jungs großteils doch recht passable Noten.


Trotzdem schienen sie ihm in Dortmund nicht so recht zuzutrauen, auch bei den Profis zeitnah den Durchbruch zu schaffen. Anders der Sportvorstand des 1. FC Nürnberg. "Wir sehen in ihm das Potential, dass er schon in der laufenden Saison den Sprung in die Profimannschaft schaffen kann", sagte Robert Palikuca nach Besongs Verpflichtung. Elf Monate hatte er wegen einer offenbar chronischen Entzündung der Patellasehne aussetzen müssen in der vergangenen Saison und musste deshalb im Sommer erst langsam herangeführt werden an die ungleich höhere Belastungsintensität. Die Umstellung von Jugend- auf Männerfußball ist auch für Besong keine einfache, obwohl pralle Muskelpakete seinen Körper schützen.

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Das Tempo ist natürlich ein ganz anderes, trotzdem scheint sich Besong anzunähern. Damir Canadi nennt ihn einen "spannenden Spieler", selbst gestandene Abwehrkräfte müssten sich bereits ganz schön herumplagen mit dem 19-Jährigen, der sich erst mal über die U21 empfehlen soll. Am Sonntag durfte er in Schweinfurt bereits eine halbe Stunde mitspielen, am Samstag, wenn die Regionalliga-Vertretung auf Heimstetten trifft (14 Uhr, Sportpark Valznerweiher), hat Besong frei. Nur nichts überstürzen, zumal auch ja auch zwei Konkurrenten langsam wieder fit werden. Am Donnerstagvormittag hinterließen Fabian Schleusener und Mikael Ishak vor allem bei den Torschussübungen einen vorzüglichen Eindruck. Als sich Paul-Philipp Besong innen ein wenig schonen durfte. Nur nichts überstürzen.

Wolfgang Laaß

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