U16-Leichtathletik-DM in Hannover

Starke Entwicklung beim LAC Quelle Fürth: Döllinger nimmt jede Hürde

7.9.2021, 12:32 Uhr
Ob Tobias Döllinger (in Blau) beim Hindernislauf bleibt, ist nicht verbrieft. Doch er hat bei der DM in Hannover gezeigt, dass er sich wohlfühlt in dieser Disziplin und mit der Konkurrenz mithalten kann.

Ob Tobias Döllinger (in Blau) beim Hindernislauf bleibt, ist nicht verbrieft. Doch er hat bei der DM in Hannover gezeigt, dass er sich wohlfühlt in dieser Disziplin und mit der Konkurrenz mithalten kann. © Foto: Theo Kiefner

Schon von Kindesbeinen an ist Tobias Döllinger Leichtathlet. Kein Wunder, war doch Mutter Christine eine erfolgreiche Läuferin und auch der jüngere Bruder Dominik hat als Nachwuchsathlet bereits auf sich aufmerksam gemacht.


Rührende Widmung für die Trainerin beim TSV Zirndorf


Etwas aus der Art schlägt der Vater, der als ehemaliger Judo-Kämpfer aber nicht minder sportlich ist. "Wir sind auch neben der Leichtathletik sehr aktiv", erzählt Tobias Döllinger, "fahren viel mit dem Mountainbike, dem Rennrad und wir wandern viel."

Auch beim Wandern gilt es, manches Hindernis zu überwinden. Ob das aber für die Auswahl der Disziplin eine Rolle gespielt hat – man weiß es nicht. Trainer Jörg Stäcker erklärt es etwas anders: "Tobias ist noch jung, da weiß man noch nicht, bei welcher Spezialstrecke er landen wird. Dieses Jahr haben wir Hindernislaufen ausprobiert und nachdem besonders der Wassergraben überraschend gut geklappt hat, hat Tobias da Erfolge eingefahren."

Auf Anhieb gelangen dem Oedenreuther (Markt Roßtal) der Bayerische Vizemeistertitel und die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Wenn es nach Döllinger geht, bleibt es auch bei der Disziplin: "Wenn ich etwas älter bin, kommen längere Strecken dazu. Da werde ich sehen, wie mir das liegt. Aber jetzt sind die 1500 Meter das, was ich machen will."

In Hannover setzt Döllinger noch einen drauf

Und das läuft, wie sein Trainer bestätigt, sehr gut: Mitte Mai bereits gelang mit 4:58,35 Minuten die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften, einen Monat später verbesserte er sich noch einmal um rund drei Sekunden. Jetzt in Hannover setzte Döllinger nochmal einen drauf und ging mit einer fabelhaften Zeit von 4:45,78 Minuten über den Zielstrich. Am Ende der sechste Platz, der Döllinger strahlen lässt: "Ich habe mich nochmal um zehn Sekunden verbessert, da bin ich schon stolz, dass ich das geschafft habe."

Er weiß auch, bei wem er sich für diese Entwicklung zu bedanken hat: "Ohne meinen Trainer und meine Trainingsgruppe hätte ich das nicht geschafft."

Die Deutschen Meisterschaften waren eine ganz neue Erfahrung für Tobias Döllinger: "Es war schon etwas aufregender als bei anderen Wettkämpfen, aber ich bin ruhig geblieben und dann hat das funktioniert", gibt er sich abgeklärt.

In Gedanken schon beim Crosslauf

Auch im Rennen selbst hat viel funktioniert. Bis ungefähr 250 Meter vor dem Ziel war Döllinger gut dabei, "dann ist das Feld etwas auseinander gegangen. Aber ich habe ganz gut mitgehalten und war dann ja auch nur fünf Sekunden hinter dem Sieger."

So geht die Saison für den Gymnasiasten mit einem großen Erfolg zu Ende. Die Gedanken gehen aber schon wieder nach vorne, zu den Crossläufen im Winter und auch schon zur kommenden Saison. Döllinger ist sich sicher: "Auf jeden Fall wird das nicht meine letzte Deutsche Meisterschaft sein."


400-Meter-Lauf: Der Leidensweg des Nürnbergers Patrick Schneider


Neben Tobias Döllinger waren LAC-Vereinskollegin Anni Knoblich und Amelie Brandl vom TSV Zirndorf in Hannover. Beide starteten über 800 Meter; während Brandl sich als Dritte in ihrem Vorlauf für das Finale am Sonntag qualifizierte, schied Knoblich als Letzte ihres Halbfinals aus, obwohl sie schneller gelaufen war als die Siegerin des zweiten Vorlaufs. Im Finale belegte Brandl schließlich mit einer Zeit von 2:18,85 Minuten den fünften Platz.

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