Kreisliga Erlangen/Pegnitzgrund 1

Victoria Erlangen im Abstiegskampf: "Wir müssen uns jetzt neu sortieren"

12.10.2021, 15:49 Uhr
Keith Chan (rechts) von der Victoria Erlangen kommt nicht an den Ball, weil der Eggolsheimer Steven Spiegel zu zaubern beginnt.

Keith Chan (rechts) von der Victoria Erlangen kommt nicht an den Ball, weil der Eggolsheimer Steven Spiegel zu zaubern beginnt. © Foto: Wolfgang Zink

Als Schiedsrichter Johannes Blaß das Kellerduell der DJK Eggolsheim mit Victoria Erlangen nach rund 94 Minuten beendete, stand fast allen auf dem Sportplatz in Eggolsheim die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.


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Die DJK hatte gekämpft, gekratzt und gebangt – und letztlich den ersten und möglicherweise überlebenswichtigen Saisonsieg gesichert.

"Es war ein offener Schlagabtausch – gerade nach dem Victoria-Anschluss. Dass wir am Ende mit drei Punkten aus dem Spiel gehen, ist auch für unsere Moral enorm wichtig", freut sich Eggolsheims Abteilungsleiter Matthias Gößwein über den Heimsieg.

Qualität wäre vorhanden

Die Partie startete mit einer Großchance für die Gäste, DJK-Neuzugang Hakan Doganer kratzte das Spielgerät gerade noch von der Linie. Kurze Zeit später durften die Hausherren durch einen Treffer von Steven Spiegel jubeln, kurz vor der Pause stellte Victorias Kristian Sell die Uhren wieder auf null.

"Wir sind schon von einem Sieg ausgegangen und haben uns auch entsprechend auf den Gegner vorbereitet. Leider konnten wir ein weiteres Mal die vorhandene Qualität nicht auf den Platz bringen", zieht Erlangens Abteilungsleiter John Fröhlich Resümee.

Seine Schützlinge mussten das Kellerduell ersatzgeschwächt bestreiten, im Tor musste mit Doung Hoang "der Ersatz des Ersatzes ran", wie Fröhlich sagt. Mit zwei Treffern im zweiten Durchgang stellte Eggolsheim die Weichen dann auf Heimsieg, ehe Victoria zehn Minuten vor dem Ende durch den Anschlusstreffer von Finn Crozier zum Schlussspurt ansetzte.

"Die Idee der Gastgeber, das Spiel gegen eine technisch versierte Mannschaft auf den miserablen B-Platz zu verlegen, war clever. Ob sportlich fair sei dahingestellt – aber ich kann das verstehen und auch wir haben das in der Vergangenheit schon selbst praktiziert. Das soll aber keine Ausrede sein: Am Ende hat es Eggolsheim gut gemacht und auch verdient gewonnen", sagt Fröhlich.

Fröhlich ist vorsichtig optimistisch

Für die DJK stand somit der erste Saisonsieg zu Buche, die Gäste aus Erlangen allerdings bleiben mit elf Zählern auf Platz zwölf stecken. "Wir haben einige Punkte unnötig und unglücklich verloren und müssen uns jetzt neu sortieren. Wir verstehen, dass wir mitten im Abstiegskampf stehen. Dennoch mache ich mir keine Sorgen, dass wir die Kurve kriegen und bekanntlich ist ja die Rückrunde immer die bessere Zeit der Victoria", zeigt sich Fröhlich vorsichtig optimistisch.

Eggolsheim steht trotz des Heimsiegs mit vier Zählern weiterhin am Tabellenende – der aktuelle Trend gibt den Verantwortlichen aber Grund zur Hoffnung: "Wir hatten von Beginn an einen engen Kader, aber so langsam kommen einige zurück und die jungen Spieler sind auch angekommen. Der Trainer hat es der Mannschaft gesagt, dass unsere Zeit kommt", blickt Gößwein nach vorne.

Aus DJK-Sicht sollte diese am besten nicht allzu lange auf sich warten lassen, denn noch vor der Winterpause hat das Team ein richtungsweisendes Programm vor der Brust: Mit Niederndorf, Uehlfeld, Hallerndorf und den Reserven aus Baiersdorf und Herzogenaurach warten ausschließlich Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte auf die DJK.


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Auch deshalb sei der Dreier dringend notwendig gewesen. "In den kommenden Spielen müssen wir die Punkte holen und können die Aufgaben jetzt mit einem besseren Gefühl angehen. Wir sehen eine Entwicklung in der Mannschaft und glauben nach wie vor fest an den Klassenerhalt", sagt Gößwein.

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