Verstärken die Symptome

Allergiker aufgepasst: Diese Lebensmittel sollten Sie bei Heuschnupfen vermeiden

Volontärin Hicran Songur
Hicran Songur

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22.3.2022, 17:24 Uhr
Vorsicht Natur: Wenn der Heuschnupfen die Freude am Frühling trübt.

© CosmosDirekt, NN Vorsicht Natur: Wenn der Heuschnupfen die Freude am Frühling trübt.

Rote Augen, juckende Nase und die Taschen voller Tempos: Im Frühjahr startet die Hochsaison für Allergikerinnen und Allergiker. Die blühenden Pflanzen und der dadurch entstehende Blütenstaub lösen bei einigen Menschen allergische Reaktionen aus.

Beim Heuschnupfen, auch Pollenallergie genannt, stuft das Immunsystem Pollen als Krankheitserreger ein und bekämpft sie. Einem Bericht der Apotheken Umschau zufolge wird dabei unter anderem der Abwehrstoff Immunglobulin E gebildet. Dieser setzt beim Kontakt mit dem Allergieauslöser Botenstoffe wie zum Beispiel Histamin frei. Es entsteht eine Entzündung: Die Folgen sind typische Allergiebeschwerden.

Lebensmittel mit einem hohen Histamingehalt

Demnach kann eine histaminarme Ernährung bei Heuschnupfen symptomlindernd wirken. So wird der Gehalt des Botenstoffs im Körper nicht zusätzlich erhöht.

Diese Lebensmittel sollten Sie vermeiden:

-Geräuchertes, gepökeltes, mariniertes oder getrocknetes Fleisch und Geflügel, Leber sowie Rohwürste wie Salami oder Mettwurst

-Fischsorten wie Hering, Sardellen, Thunfisch, Makrele, Fischkonserven, Schalentiere und Muscheln

-Lang gereifter Käse wie Emmentaler, Parmesan, Camembert

-Backwaren mit Zusatzstoffen und Fertigbackmischungen

-Überreifes Obst, Zitrusfrüchte, Ananas, Bananen, Kiwi, Himbeeren, Erdbeeren, Nüsse

-Tomaten, Spinat, Sauerkraut, Gemüsekonserven, eingelegtes Gemüse

-Schokolade, Nougat, Marzipan, Marmelade, Erdnusscreme

-Schwarzer- u. grüner Tee, Brennnessel Tee, Tomatensaft, Obstsäfte aus Zitrusfrüchten

-Weißbier, Rotwein, Liköre, Sekt, Champagner

Zudem kann es laut der Apotheken Umschau passieren, dass Menschen mit Heuschnupfen auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagieren - eine sogenannte Kreuzallergie tritt auf. Der Grund hierfür ist, dass Bestandteile von Pflanzenpollen und einigen Obst- und Gemüsesorten sich ähneln. Tritt eine Kreuzallergie auf, so reagiert das Immunsystem sowohl auf den Blütenstaub als auch auf die Lebensmittel.

Ein Beispiel: Eine Person, bei der Heuschnupfen durch Birkenpollen ausgelöst wird, könnte auch beim Verzehr von Äpfeln allergische Symptome erleiden. Lebensmittel, die Kreuzallergien auslösen, sollten unabhängig vom Histamingehalt vermieden werden.

Lebensmittel mit einem geringen Histamingehalt

Stattdessen sollten Allergikerinnen und Allergiker histaminarme Lebensmittel bevorzugen. Diese Lebensmittel sind geeignet:

-Frisches oder tiefgefrorenes Fleisch und Geflügel sowie Koch- und Brühwürste

-Fischsorten wie Dorsch, Seelachs, Scholle, Kabeljau, Rotbarsch und Schellfisch

-Frische Milch, Joghurt, Kefir, Sahne, Butter, Frischkäse, Quark, Butterkäse und junger Gouda

-Brot, Getreideflocken, Reis, Nudeln, Dinkel, Weizen und Hirse

-Melone, Heidelbeeren, Mango, Rhabarber, Kirschen, Johannisbeeren, Äpfel, Aprikosen, Nektarinen, Pfirsiche und Birnen

-Kartoffeln, Kohl, rote Bete, Zwiebeln, Radieschen, Paprika, Karotten, Brokkoli, Gurke, Zucchini, Mais, Spargel, Knoblauch und frische Kräuter

-Fruchtbonbons, Fruchtgummi, Kaugummi, Popcorn, Honig und Konfitüre

-Kaffee, Tee , Wasser, Obstsäfte (außer mit Zitrusfrüchten)

-Klare Schnäpse, Weißwein, helles Bier - jedoch nur in kleinen Mengen

Die Fitness-Zeitschrift fit for fun listet zudem Lebensmittel auf, die Allergiesymptome lindern können. Hierbei wird vor allem grünes Blattgemüse, das Carotinoide und Antioxidantien enthält, ausgeführt. Diese Stoffe sollen die Zellen vor freien Radikalen und oxidativem Stress schützen. Letzterer entstehe bei Entzündungen und könne zu Zell- und Gewebeschäden führen.

Antioxidantien und Quercetin wirken entzündungshemmend

Antioxidantien sollen generell das Risiko einer Allergie verringern und allergische Symptome verbessern. Schwarze Johannisbeeren, Sanddorn und Holunder sind Lebensmittel mit einer großen Mengen an Antioxidantien. Reich an Vitamin C und ebenso entzündungshemmend ist Brokkoli.

Zudem seien Äpfel und Zwiebeln durch den enthaltenen Stoff Quercetin symptomlindernd. Laut fit for fun wirken diese Lebensmittel ähnlich wie Antihistamine, also Medikamente gegen Allergien.

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