Klares Signal

Eckental tickt anders: Rund 50 Menschen treten Impfgegnern und Coronaleugnern entgegen

Sharon Chaffin
Sharon Chaffin

Redakteurin Erlanger Nachrichten

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11.1.2022, 15:30 Uhr
Mit einer Mahnwache gedachten am Montagabend (11. Januar 2022) rund 50 Menschen in Eckental vor allem der Corona-Opfer aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt. 

Mit einer Mahnwache gedachten am Montagabend (11. Januar 2022) rund 50 Menschen in Eckental vor allem der Corona-Opfer aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt.  © e-arc-tmp-20220111_132237-4.jpg, NN

Das Zeichen ist gelungen: Rund 50 Menschen haben sich laut Veranstalter am Montagabend (10. Januar 2022) in Eckental an einer Mahnwache für die Corona-Opfer beteiligt und sich unter Einhaltung aller Pandemie-Maßnahmen damit auch gegen ein Treffen von Impfgegnern und Corona-Leugnern gestellt. „Das war ein wichtiges Signal, das zeigt, dass unsere Marktgemeinde anders tickt“, sagt dann auch Manfred Bachmayer am Tag danach. Der Grünen-Kreisrat und stellvertretende Landrat hatte gemeinsam mit dem Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen zu der Veranstaltung aufgerufen.

Breites gesellschaftliches Bündnis aus Demokraten

Beteiligt aber hatten sich an der Kundgebung schließlich auch Mitglieder anderer Parteien, beispielsweise Sozialdemokraten und Christsoziale. „Es war ein breites, gesellschaftliches Bündnis aus Demokraten, das gegen den Auftrieb von Corona-Leugnern klar Stellung bezogen hat“, sagt der Grünen-Politiker.

Am sogenannten Spaziergang von Impfgegnern durch Eckental waren laut Bachmayer, der sich auf Polizeiangaben beruft, mehrere Dutzende Menschen beteiligt. „Die Frauen und Männer“, sagt Bachmayer, „sind durch den Ort gezogen, wir sind ihnen aber nicht gefolgt“.

Denn im Zentrum der Mahnwache standen vor allem die Corona-Opfer des Landkreises, darunter auch Eckentaler: „Wir wollten der Toten gedenken und das haben wir gemacht“, sagt Bachmayer. Auch an die Arbeit und das Engagement von Mitarbeitenden in Kliniken und im Gesundheitswesen, Virologen, Polizisten und vielen anderen wurde an diesem Abend vor dem Rathaus in Eckental gedacht. „Wir haben bewiesen, dass wir hier anders denken als Querdenker und Coronaleugner und möchten das auch gerne wiederholen.“

Denn falls die „Spaziergänge“ gegen die Corona-Maßnahmen der Politik in Eckental und dem Landkreis weitergehen, sollen die Gegendemonstrationen dort ebenfalls fortgeführt werden. „Auch dann werden wir wieder zeigen: Eckental tickt anders“, kündigt Bachmayer an.