Ruhestand

Treuchtlingens Polizeichef Dieter Meyer verabschiedet

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25.11.2021, 06:30 Uhr
Die Verabschiedung von Polizeichef Dieter Meyer (li.) fand in der Polizeiwache statt. Mit dabei (v.li.): Landrat Manuel Westphal, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Roman Fertinger, und Treuchtlingens Bürgermeisterin, Kristina Becker.

Die Verabschiedung von Polizeichef Dieter Meyer (li.) fand in der Polizeiwache statt. Mit dabei (v.li.): Landrat Manuel Westphal, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Roman Fertinger, und Treuchtlingens Bürgermeisterin, Kristina Becker. © Foto: Lidia Piechulek

Am Dienstag, 23. November 2021 wurde der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Treuchtlingen, Erster Polizeihauptkommissar Dieter Meyer, offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Die Veranstaltung fand corona-bedingt in kleinem Rahmen in der Polizeiwache und nicht im Forsthaus statt.

In seiner Laudatio ging Polizeipräsident Roman Fertinger zunächst auf den Werdegang des 61-Jährigen ein. Er verwies auf seine Erfahrungen bei der Grenzpolizei und die Einsätze in Treuchtlingen, Gunzenhausen und Nürnberg in Führungstätigkeiten.


Dieter Meyer im Abschiedsinterview: "Polizist zu sein, war mein Kindheitstraum"


Immerzu, und auch in den letzten elf Jahren in der Inspektion Treuchtlingen, sei Meyers Führungsstil dabei von Respekt, und nicht von Hierarchie geprägt gewesen. "Er war ein Mensch, der es verstanden hat, zuzuhören" und "ein Chef, der nie über andere, sondern immer mit anderen redete".

Sorgte für die Sicherheit der Stadt

Auch Landrat Manuel Westphal und Bürgermeisterin Kristina Becker lobten in ihren Ansprachen den persönlichen Umgang mit dem scheidenden Polizeichef. "Trotz all dem Schlechten, dass Sie in Ihrer Arbeit erleben mussten, haben Sie sich ein positives Menschenbild bewahrt", formulierte die Bürgermeisterin.

Sie bedankte sich im Namen aller Stadträte und der Verwaltung für seine Arbeit im Dienste der Stadt. Er habe mit seiner täglichen Arbeit dazu beigetragen, dass Treuchtlingen ein Ort ist, an dem man sicher leben kann.

Eine hohe Aufklärungsquote

Schon als Stadträtin habe Kristina Becker den Sicherheitsberichten von Dieter Meyer begeistert gelauscht, in denen er auf die zurückgehenden Delikte in vielen Bereichen und die beispiellos hohe Aufklärungsquote einging. "76 Prozent, eine höhere Aufklärungsquote kann man fast nicht erreichen", betonte auch Polizeipräsident Fertinger, der ihm eine Entbindungsurkunde samt Dankschreiben und eine Vielzahl an Geschenken überreichte.

Darin enthalten war auch ein Buch, welches die letzten 100 Jahre der Kriminalgeschichte in Mittelfranken "und einige ungelöste Fälle enthält". Diese könne Meyer in seinem neuen Lebensabschnitt nun nacheinander lösen, witzelte der Polizeipräsident.

Landrat Westphal bedankte sich ganz persönlich für all die Jahre der immer freundlichen Zusammenarbeit, zu aller erst in seiner Funktion als Anwalt für Verkehrsrecht und zuletzt in seiner jetzigen Funktion bei regelmäßigen Gesprächen über die Corona-Situation.

Auch privat sei man einander häufig, etwa am Bahnsteig in Treuchtlingen oder auf den Faschingsbällen, begegnet. Treuchtlingens Polizeichef bedankte sich für all das ihm zuteil gewordene Lob und betonte gleichzeitig, dass ein Dienststellenleiter immer nur so gut sein könne wie seine Mitarbeiter.

Dank an alle Kollegen - und die Ehefrau

"Das ganze Lob, das ich jetzt habe einheimsen dürfen, gebührt eigentlich euch", sagte er, an zwei seiner Dienstgruppenleiter und den stellvertretenden Polizeichef, Matthias Kögel, gewandt. Kögel wird nun die Polizeiinspektion interimsmäßig leiten, bis die Ausschreibung für die Nachbesetzung endgültig abgeschlossen ist. Wie Polizeipräsident Fertinger andeutete, sei dem Bayerischen Staatsministerium des Innern bereits jemand vorgeschlagen worden, die endgültige Entscheidung wird nun in München gefällt.

Die letzten Worte richtete Dieter Meyer an seine Ehefrau, welche nicht persönlich bei der Verabschiedung dabei sein konnte. "Sie hat mir immer den Rücken frei gehalten. Ohne sie wäre ich nie so weit gekommen", betonte er.

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