"hin & herzo"-Projektpreis

Herzogenauracherin hat ein Konzertkonzept zum Thema "Glück" entworfen

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 05.10.2016..FOTO: Roland Fengler..MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait: Jeanette Seitz..ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Jeanette Seitz

Nordbayerische Nachrichten Herzogenaurach/Höchstadt

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17.9.2021, 05:06 Uhr
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Der "hin & herzo-Projektpreis 2020“ geht an Birka Falter für ihr Konzertkonzept „glücks-sachen,-draht,-dinge“. © Kristina Jalova, NN

"Die Sinne werden beansprucht, akustisch und visuell wird man überrascht", verspricht Birka Falter. Die 30-jährige Violinistin und Geigenpädagogin aus Herzogenaurach hat ein ganz besonders Konzertkonzept entworfen. Es trägt den Titel "glücks-sachen, -draht, -dinge". Die Aufführung findet im Rahmen der Preisverleihung während des "hin & herzo"-Kulturfestivals statt. Denn Birka Falter kann sich über den "hin & herzo-Projektpreis 2020" freuen. Sie ist die dritte Projektpreisträgerin nach Tina Essl (2018) und Cornelia Götz (2019).

Ohne Ensemble nicht denkbar

Bekanntlich musste das Festival unter dem Motto "Glückssachen" im vergangenen Jahr Corona-bedingt abgesagt werden. Doch in diesem Fall stimmt der Spruch: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Denn das 2020 geplante Festival wird nun 2021 nachgeholt, und zwar vom 24. bis 26. September. Dann kann Birka Falter am Freitag, 24. September, um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche den Preis entgegennehmen und dem Publikum das Konzert gemeinsam mit ihrem "Ensemble Katharsis" präsentieren. Denn "ohne mein Ensemble wäre dieses Konzept gar nicht denkbar", so Birka Falter.

Birka Falter ist in Herzogenaurach aufgewachsen und studierte nach dem Abitur Violine und Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Nürnberg sowie ein Jahr am Konservatorium in Venedig. 2015 schloss sie als eine der besten ihres Jahrgangs das pädagogische Bachelorstudium ab, ihr Masterstudium mit Hauptfach Violine beendete sie 2018 mit "sehr gut".

Mit vier Musikern zusammengetan

Birka Falter unterrichtet Violine an der Adolph-von-Henselt-Musikschule in Schwabach und an der Orchesterschule Roth. Daneben spielt sie projektweise in verschiedenen Orchestern und hat sich jetzt eben mit vier weiteren Musikern zum "Ensemble Katharsis" zusammengetan.

Das "Ensemble Katharsis" besteht aus Birka Falter (Violine), ihrem Mann Michael Falter (Viola), Oksana Richter (Akkordeon), Kiara Konstantinou (Cello) und Johannes Lang (Gitarre). Gemeinsam haben sie sich der modernen Musik verschrieben, jedoch mit klassischen Anklängen.

Als Birka Falter von der Ausschreibung zum "hin & herzo"-Projektpreis hörte, fiel ihr sofort ihre Facharbeitskomposition fürs Abitur ein; diese nämlich - ein Zehn-Minuten-Stück für Violine und Klavier - beschäftigte sich just mit dem Thema "Glück".

Glück ist etwas Zweigeteiltes

"Das Thema hat mich auch jetzt wieder gereizt", erzählt Falter. Sie versteht Glück als etwas Zweigeteiltes. "Man kann entweder Glück haben - das ist etwas Schicksalhaftes, dem man ausgeliefert ist - oder Glück empfinden, was aus einem selbst heraus kommt." Deshalb habe sie ein zirka einstündiges Konzertkonzept dazu entwickelt, in dessen Zentrum der Mensch und sein Verhältnis zum Glück steht.

Neben Eigenkompositionen erklingen auch Arrangements von Stücken von Robert Schumann und Felix Mendelssohn-Bartholdy in ungewöhnlichen Instrumental-Kombinationen und somit anderen Klangfarben.

Die Umsetzung des Konzertkonzepts obliegt dem

Die Umsetzung des Konzertkonzepts obliegt dem "Ensemble Katharsis". © Kristina Jalova, NN

Doch es ist noch mehr als nur ein Konzert. Improvisationen, elektronische Zuspielungen, Textbausteine und tänzerische Elemente in immer neuen Kombinationen machen es zu einem Erlebnis für alle Sinne. So werden beispielsweise Texte eingeblendet oder als Soundcollage eingespielt, Tänzerin Amelie Schuppan begleitet manche Teile mit ihrer Kunst.

Individuelle Glücksmomente

Dem Publikum wünscht Birka Falter ganz individuelle Glücksmomente beim Zuhören und Zuschauen. Denn das Konzert gebe nicht vor, was man empfinden solle, schließlich sei ja auch Glück für jeden etwas anderes. Dennoch wird das Ringen ums Glück immer wieder anklingen.

Das Konzert besteht aus drei Teilen mit fließenden Übergängen, so dass der Spannungsbogen über eine Stunde reicht. Und der "Glücksdraht" zieht sich auch ganz materiell als "silberner Faden" durch das Konzert.

Die Jury bewertete das Konzertkonzept als "sehr guten Mix, frisch, solide, durchdacht und professionell". Man darf gespannt sein.

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