Sonntag, 28.02.2021

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Diese Kaminöfen müssen 2021 stillgelegt werden

Hintergrund ist die Bundesimmissionsschutzverordnung - 17.01.2021 11:11 Uhr

Wer einen Kaminofen hat und sich schon mit viel Holz zum Heizen für den Winter eingedeckt hat, der sollte überprüfen, ob der Ofen noch weiter betrieben werden darf.

22.10.2020


Für einige Kaminöfen ist ab dem 1. Januar 2021 Schluss. Grund ist die Bundesimmissionsschutzverordnung. Was sollte nun beachtet werden?

Warum werden Öfen stillgelegt?

Die Bundesimmissionsschutzverordnung soll die Umwelt vor schädlichen Einwirkungen schützen. Dazu zählen beispielsweise Geräusche, Erschütterungen und eben Luftverunreinigungen. Laut der Verordnung erfüllen Kamine, die vor 1995 eingebaut wurden, nicht die Auflagen um weiterhin in den Häusern betrieben werden zu können.

Welche Öfen sind betroffen?

Betroffen sind Kamin- und Kachelöfen, die vor dem 31.12.1994 eingebaut wurden. Doch es gibt Ausnahmen: Handelt es sich um einen offenen Kamin oder ist er die einzige Heizung im Haus, ist er von der Regelung ausgenommen.

 

Alternativen zum Tausch

Wenn der Kaminofen von der Regelung betroffen ist, heißt es nicht automatisch, dass ein Neuer her muss. Es ist auch möglich, eine Messung durchzuführen, um nachweisen zu können, dass er die vorgegebenen Feinstaubwerte einhält. Allerdings sind diese Messungen sehr aufwendig und kostenintensiv.


Kaminkehrer bringen das nötige Glück


Übersteigt der Ofen die Werte, bleibt entweder der Austausch oder der Einbau eines Feinstaubfilters. Michael Altmann, von der Schornsteinfeger-Innung Oberpfalz, sagt dazu: "Solche Filter sind im Vergleich sehr teuer. Man sollte sich gut überlegen, ob es sich nicht lohnt, einfach einen neuen Ofen einzubauen."

Nachrüsten oder Austauschen?

Ist man sich unsicher, ob man den alten Kaminofen austauschen oder einfach nachrüsten soll, ist der Schornsteinfeger der richtige Ansprechpartner. Michael Altmann gibt zu bedenken: "Man sollte nicht vergessen, dass neue Öfen viel effizienter sind und besser verbrennen. Außerdem produzieren sie weniger Ruß."

Hat man sich für den Austausch des betroffenen Ofens entschieden, lohnt sich ebenfalls ein Gespräch mit dem Schornsteinfeger.

Veränderungen im Haus, wie neue Fenster oder eine neue Abzugshaube, sollten beim Kauf nämlich berücksichtigt werden.

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