Kampf gegen Corona

So wappnet sich Neumarkts Partnerstadt Mistelbach gegen die Pandemie

12.1.2022, 17:03 Uhr
Im Mistelbacher Stadtsaal hat das Bundesland Niederösterreich eines von neun Landesimpfzentren eingerichtet. Von links: Impfkoordinator Julian Huber, Martin Wallisch und Bürgermeister Erich Stubenvoll

Im Mistelbacher Stadtsaal hat das Bundesland Niederösterreich eines von neun Landesimpfzentren eingerichtet. Von links: Impfkoordinator Julian Huber, Martin Wallisch und Bürgermeister Erich Stubenvoll © StadtGemeinde Mistelbach/Mag. Mark Schönmann

Am Dreikönigstag, auch bei unseren Nachbarn in Österreich ein Feiertag, wurden 40 neue Covid-19-Fälle in der Stadt-Gemeinde Mistelbach bestätigt. Macht in der Neumarkter Partnerstadt unterm Strich 1129 seit Beginn der Pandemie.

Die 11.500-Einwohner-Stadt im Weinviertel ist Mitte Dezember aus dem vierten Lockdown gekommen. Seitdem gelten im Bundesland Niederösterreich strenge Corona-Regeln: "Im Wesentlichen gilt aktuell ein Lockdown für Ungeimpfte, Maskenpflicht sowie die Einhaltung von 2G bzw. 2G plus", schreibt Mark Schönmann, der Pressesprecher der Stadt-Gemeinde Mistelbach. Weil die Omikron-Variante nun auch in Österreich auf dem Vormarsch ist, kündigte der dortige Gesundheitsminister eben erst eine FFP2-Maskenpflicht im Freien an.

Wie sich Mistelbach im Jahr 2021 gegen die Pandemie gestemmt hat, hat Mark Schönmann für die NN zusammengefasst. Nach einer Massentestung im Dezember 2020 sei die Stadt-Gemeinde Ende Januar in einen Regelbetrieb einer von der Stadt organsierten Dauerteststation im Stadtsaal übergegangen. Diese war und ist bis zum heutigen Tag von Montag bis Samstag geöffnet. "Sie wird von der Mistelbacher Bevölkerung sehr gut angenommen", so Schönmann. "Mistelbach war/ist phasenweise unter den Spitzenreitern im gesamten Bundesland Niederösterreich, was die Anzahl der vorgenommenen Testungen im Bezirk betrifft."

Seit November 2021 besteht eine Kooperation zwischen der Stadt-Gemeinde und der ortsansässigen Apotheke, somit können in der Sporthalle zusätzlich PCR-Testungen und Antigen-Testungen von Montag bis Samstag vorgenommen werden. "Auch diese werden sehr gut genutzt." Des Weiteren gibt es landesweit in allen Sparmärkten die Möglichkeit der Abgabe von Gurgeltests, die vor Ort zur Auswertung abgegeben werden können.

Im Stadtsaal von Mistelbach befand sich von Mitte März bis Ende April eine Impfstraße, wo Impfwillige nach dem nationalen Impfplan vor Ort immunisiert werden konnten. Anfang Mai wurde die Koordination der Impfungen dass an das Bundesland Niederösterreich abgegeben, das nun seit diesem Zeitpunkt bundeslandweit neun Landesimpfzentren betreibt - davon eines im Mistelbacher Stadtsaal.

Zwei Demos

"Natürlich haben wir als StadtGemeinde Mistelbach die Bevölkerung seit Ausbruch der Pandemie laufend über sämtliche Maßnahmen, Möglichkeiten von Testungen, Impfungen, aktuelle COVID-Zahlen usw. in all unseren Kanälen - StadtGemeinde Zeitung, Homepage, Mistelbach-Newsletter, Facebook, Aushängen etc. - informiert und werden dies auch in Zukunft weiterhin tun", so Stadtsprecher Mark Schönmann.

Doch ähnlich wie in Neumarkt regte sich auch in Mistelbach bereits öffentliche Proteste gegen die Maßnahmen. Im vergangenen Jahr gab es dort zwei Demonstrationen, die beide am Hauptplatz starteten. Unter Aufsicht und Begleitschutz, auch seitens der örtlichen Polizeiinspektion, zogen die Demonstranten durch die Stadt. Schönmann: "Die beiden Demonstrationen verliefen jedoch friedlich und ohne Vorkommnisse."

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