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Teilnehmerrekord beim virtuellen Benefizlauf

Wegen Corona: Verein Felix Porta rief Interessenten zur Privatrunde auf - 28.04.2020 09:31 Uhr

Feld, Wald und Wiese bildeten die Kulisse der privaten Lauf-Aktivitäten. Selbst im fernen Simbabwe drehte ein Starter seine Runde für den guten Zweck. © Foto: Benefizlauf Seligenporten/privat


Für Stefanie Jaspers war es auch eine persönliche Premiere. Die Organisatorin vom Verein Felix Porta schnürte selbst die Rennschuhe und schwebt seit Sonntag auf einer umso größeren Euphoriewelle. "Es war nicht so lange, aber genau darum geht es ja. Jeder macht, was er kann, jeder kleine Beitrag zählt", sagt Jaspers. Auf ihrer Runde sei sie im weißen "Benefizlauf"-Shirt mehrfach erkannt und positiv bestätigt worden, die Veranstaltung in alternativer Variante stattfinden zu lassen.

Zu den traditionell größten Gruppen beim Benefizlauf Seligenporten gehören die Funrunners, die es sich nicht nehmen ließen, mit 40 Akteuren an den Start zu gehen und 714 km für den guten Zweck zu absolvieren. Jeweils 30 km schafften die zwei fleißigsten Kandidaten. Sogar eine Versorgungstation wurde eingerichtet, die die Läufer zu unterschiedlichen Zeiten ansteuerten. Der Neumarkter Verein stockt seine km-Pauschale mit zusätzlichen Spenden auf. © Fun Runners Neumarkt


Kurzerhand hatte Jaspers das Programm an die Corona-Beschränkungen angepasst und das interessierte Teilnehmerfeld dazu aufgerufen, sich im privaten Umfeld für den guten Zweck zu bewegen. Jede auf dem virtuellen Facebook-Kanal dokumentierte Strecke mit Startnummer sollte schließlich der Elterninitiative Krebskranker Kinder in Nürnberg zu Gute kommen.

Flut an Bildern und Videos

Im Ergebnis bescherte der Anstoß sogar einen neuen Rekord von über 1000 Anmeldungen. "Das ist der absolute Wahnsinn und war so nicht zu erwarten", staunt Jaspers über "rührende" Rückmeldungen. Aus dem Landkreis Neumarkt, aber auch aus Landsberg am Lech und selbst dem afrikanischen Simbabwe trudelten im Tagesverlauf Grußbotschaften, Bilder oder mit Musik unterlegte Kurzfilme ein.

Das lokale Stammklientel steckte offensichtlich seinen Bekanntenkreis an. "Die Aufgabe hat die Menschen wohl für den Moment aus der bedrückenden Realität gerissen", erklärt Jaspers. Die Bandbreite der Fortbewegung, egal ob mit Inline-Skates, Wanderstöcken, Kinderwagen oder in Feuerwehr-Montur, decke sich mit dem familiären Freizeit-Charakter des Laufes. Sofern es erlaubt gewesen wäre, hätten freiwillige Kräfte vom Grill aus dem eigenen Garten die Versorgung übernommen.

Nur auf die zugehörige Geselligkeit mussten die Aktiven diesmal verzichten. So freut sich Stefanie Jaspers, die trotz der fehlenden stationären Spenden-Box mit einer mittleren bis hohen vierstelligen Summe rechnet, auf ein Wiedersehen 2021 – "dann hoffentlich wieder live".

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