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ICE-Werk in der Region: Kaum Aussichten auf Standort

Die Bahn investiert rund 400 Millionen Euro in ein ICE-Ausbesserungswerk - 08.12.2020 13:00 Uhr

Unser Foto zeigt das Ausbesserungswerk in Köln-Nippes. Im geplanten Werk in Nürnberg sollen die ICE möglichst schnell auf Trab, sprich: auf die Schienen, gebracht werden.

07.12.2020 © Foto: dpa


Die Bahn investiert rund 400 Millionen Euro in ein ICE-Ausbesserungswerk in Nürnberg, ist in einer Presseinformation der DB zu lesen. Wo genau dieses Mega-Projekt entstehen soll, steht allerdings noch nicht fest. Die Bahn würde am liebsten in Fischbach bauen, doch dort dürfte der Bahn auch ein harter Wind ins Gesicht wehen.

Denn für das ICE-Ausbesserungswerk würden 46 Hektar benötigt. Soll heißen: Zwischen Fischbach und Altenfurt müsste reichlich Wald gerodet werden. Und dagegen macht sich in Fischbach und Altenfurt schon Widerstand breit.

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"Nürnberg ist ein zentraler Knotenpunkt in unserem Netz und damit ein idealer Standort für unser Werk. Wir schaffen hier 450 attraktive Arbeitsplätze, die örtlichen Unternehmen können sich an den Ausschreibungen für den Bau des Werkes beteiligen", ließ der Vorstand der DB-Infrastruktur, Ronald Pofalla, wissen. "Nürnberg mit seiner Anbindung an die Schnellstrecken nach München und Berlin sowie an die ICE-Linie Passau und Wien sei der ideale Standort", wurde er in unserem Hauptblatt schon Anfang Oktober zitiert.

Eröffnung 2028

Im Kontext mit einem Standort für dieses neue Werk nannte die Bahn auch Allersberg. Doch die Chancen für die Marktgemeinde sind nicht die allergrößten. 2028 soll die Reparaturstätte für die schnellen Flitzer eröffnet werden. Wie es für ein Projekt dieser Dimension üblich ist, folgt ein Raumordnungsverfahren, heißt es seitens der Bahn.


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"Wir gehen ergebnisoffen ins Raumordnungsverfahren mit einem klaren Favoriten", so ein DB-Sprecher. Und dieser Standort, ohne jetzt einem Resultat vorzugreifen, soll Fischbach sein. Als einer von fünf Standorten in der Region wurde auch Allersberg genannt.

Kein Kommentar

Worauf wiederum der Allersberger SPD-Ortsverein von Bürgermeister Daniel Horndasch forderte, sofort die Initiative zu ergreifen. Noch vor der nächsten Sitzung des Marktgemeinderates. Schließlich gehe es hier um ein "Jahrhundert-Projekt", da sei schnelles Handeln angebracht, heißt es in einem Schreiben der Genossen an unsere Zeitung (wir berichteten). Und fragen koste schließlich nichts.

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Bürgermeister Daniel Horndasch lässt sich durch die Forderung der Sozialdemokraten nicht aus der Ruhe bringen. "Mir liegt kein Schreiben der SPD vor", erklärte er gestern im Gespräch mit unserer Zeitung und fügte hinzu, dass für ihn prinzipiell gelte: "Was nicht öffentlich ist, werde ich nicht dementieren oder kommentieren". So handhabe er es immer. Zusammengefasst: "Ich sage gar nichts dazu."

Fakt ist: Die Allersberger könnten aktuell gut 30 Hektar bieten. Bräuchten also rund noch einmal die Hälfte an Fläche. Letztlich entscheidet aber ein Raumordnungsverfahren der Regierung von Mittelfranken über den Standort.


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An dem sich übrigens auch die Marktgemeinde beteiligen könne, wie ein Sprecher der DB erklärte. Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens könnte die Marktgemeinde bei der Regierung von Mittelfranken vorstellig werden, um die Vorteile des Standorts zu präsentieren. "Das ist ein öffentlicher transparenter Prozess", meinte der DB-Sprecher.


INFO: Weitere Infos zum Projekt "Ausbesserungswerk Nürnberg" gibt es hier


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HARRY RÖDEL

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