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Kopf-an-Kopf-Rennen: So hat Würzburg-Stadt bei der Landtagswahl 2023 gewählt

Simone Madre

SEO-Redakteurin

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9.10.2023, 08:22 Uhr
Wahlunterlagen bei der Landtagswahl (Symbolbild).    

© IMAGO/Ulrich Wagner Wahlunterlagen bei der Landtagswahl (Symbolbild).  

Wie haben die Menschen in Stimmkreis Würzburg-Stadt bei der Landtagswahl 2023 gewählt? Zunächst hatte es äußerst rosig für die Grünen ausgesehen. Nachdem alle Stimmkreise ausgezählt sind, müssen sie sich aber knapp der CSU geschlagen geben. Die CSU liegt bei den Zweitstimmen bei 30,1 Prozent, die Grünen bei 29,9 Prozent, die SPD bei 10,9 Prozent. Dahinter: die AfD mit 10,4 Prozent und die Freien Wähler mit 7,4 Prozent. Beim Direktmandat liegt die CSU-Kandidatin Andrea Behr mit 32,3 Prozent ebenfalls knapp vor der Grünen-Konkurrenz Patrick Friedl (30,6 Prozent).

Diese Gemeinden und Städte gehören zum Stimmkreis Würzburg-Stadt

Der Stimmkreis Würzburg-Stadt (610) umfasst die Stadt Würzburg sowie zwei Gemeinden aus dem Landkreis: Gerbrunn und Rottendorf. Die restlichen Gemeinden des Landkreises sind im Stimmkreis Würzburg-Land (609). Für die Ergebnisse aus dem Stimmkreis Würzburg-Land klicken Sie bitte hier.

Stimmkreise werden so eingeteilt, dass die Wähleranzahl ähnlich groß ist. Im Würzburg-Stadt gab es bei der letzten Landtagswahl rund 106.000 Stimmberechtigte, in Würzburg-Land rund 117.000.

Alle Ergebnisse aus der Region finden Sie hier.

So funktioniert die Landtagswahl 2023

Bei der Landtagswahl in Bayern konnte man zwei Stimmen vergeben: die Erststimme und die Zweitstimme. Die Gesamtheit der Stimmen aller bayerischen Wähler entscheidet, wie die 180 Sitze im bayerischen Landtag neu vergeben werden. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate kommen teilweise noch mehr Sitze dazu. Derzeit sitzen deshalb 205 Abgeordnete im Landtag.

Mit der Erststimme konnte man einen Vertreter für den eigenen Stimmkreis wählen. Wer die meisten Stimmen bekommt, zieht direkt in den Landtag ein - vorausgesetzt, seine oder ihre Partei hat die Fünf-Prozent-Hürde überwunden. Welche Direktkandidaten 2023 in Würzburg angetreten sind, lesen Sie hier.

Bei der Zweitstimme konnte man eine Person von einer Parteienliste wählen. Die Kombination aus Erst- und Zweitstimmen nennt man Gesamtstimmen. Das Verhältnis aus Gesamtstimmen besagt, wie viele zusätzliche Plätze eine Partei im Landtag bekommt. Somit geht die Erststimme auch nicht verloren, wenn der gewünschte Kandidat den Direkteinzug nicht schafft.

Ergebnisse bei der Landtagswahl 2018 im Stimmkreis Würzburg-Stadt

2018 lag die Wahlbeteiligung in Würzburg-Stadt bei 69,9 Prozent und somit etwas niedriger als im Bayern-Schnitt (72,3 Prozent). Die Erststimmen bei der Landtagswahl 2018 verteilten sich wie folgt.

  • Grüne: 29,9 %
  • CSU: 29,2 %
  • SPD: 11,8 %
  • AfD: 7,0 %
  • FDP: 6,6 %
  • Freie Wähler: 5,2 %
  • Die Linke: 4,8 %
  • Die PARTEI: 1,4 %
  • Die Tierschutzpartei: 1,0 %
  • mut: 0,9 %
  • ÖDP: 0,8 %
  • BP: 0,6 %
  • Piraten: 0,6 %
  • Die V-Partei3: 0,3 %

Patrick Friedl von den Grünen gewann das Direktmandat - und war damit einer von sechs Grünen in ganz Bayern, die das schafften. Fünf andere Grüne siegten in München. Die Kandidaten der CSU gewannen die 85 restlichen Direktmandate.

Bei den Gesamtstimmen, also der Kombination aus Erst- und Zweitstimmen, kam die CSU auf 30,4 %, die Grünen auf 29,4 %, die Freien Wähler auf 4,9 %, die SPD auf 10,9 %, die AfD auf 7,0 %, die FDP auf 6,7 %, die Linke auf 5,0 %, die ÖDP auf 1,0 %, die BP auf 0,5 %, die PARTEI auf 1,3 %, die Tierschutzpartei auf 0,9 %, mut auf 0,7 %, die Piraten auf 0,6 %, die V-Partei3 und die FRANKEN auf jeweils 0,3 %.

Die bayernweiten Ergebnisse der Landtagswahl 2018 finden Sie hier.

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