14-jährige Diana Kokhan im Fokus

Erste deutsche Nationalspielerin der SpVgg Greuther Fürth

11.1.2022, 12:27 Uhr
Diana Kokhan hat es nicht nur in die U17-Bundesliga-Mannschaft der SpVgg geschafft, sondern ist nun auch Nationalspielerin. Ihrem ersten Einsatz sollen noch weitere folgen.

Diana Kokhan hat es nicht nur in die U17-Bundesliga-Mannschaft der SpVgg geschafft, sondern ist nun auch Nationalspielerin. Ihrem ersten Einsatz sollen noch weitere folgen. © Foto: Andreas Goldmann

Das Jersey mit der Nummer 16, den Nationalfarben und dem Adler auf der Brust wird die 14-Jährige so schnell wohl nicht vergessen. Denn es ist das erste, das die gebürtige Schwabacherin auf internationalem Parkett tragen durfte. "Das war schon ein richtig tolles Gefühl", erzählt Kokhan, die 2019 vom TV 1848 Schwabach zur SpVgg gewechselt ist, über ihr Länderspiel-Debüt gegen Belgien.


Erneuter Trainerwechsel bei den Kleeblatt-Frauen


Die Scouts des DFB waren beim Training der Bayernauswahl auf die Fürther Mittelfeldspielerin aufmerksam geworden und danach ging es schnell. "Ein paar Mal haben Trainer vom Perspektivkader und der Nationalmannschaft bei unseren Spielen zugesehen, dann wurde ich zu einem Lehrgang für den Perspektivkader in Bitburg eingeladen und bin sofort hoch in den Kader der Nationalmannschaft gekommen", beschreibt Kokhan ihren schnellen Aufstieg.

8:0 gegen Belgien zur Premiere

Gegen Belgien wurde sie eingewechselt, als es bereits 6:0 stand, und spielte eine halbe Stunde auf der Position im defensiven Mittelfeld. Beim Schlusspfiff konnte sich die Kleeblatt-Spielerin über einen 8:0-Erfolg zur Premiere freuen.

Wichtiger noch aber war das Feedback des Trainerteams. "Die waren sehr zufrieden mit mir", erzählt sie stolz. Nach ihrem ersten Länderspiel prasselten die Glückwünsche aus der Heimat nur so auf sie ein. "Das zeigt, dass man unterstützt wird und hat mich sehr gefreut."

Auch Alexander Kusch, ihr Trainer bei der SpVgg, gönnt seiner Spielerin die Berufung von ganzem Herzen: "Diana ist sehr pflichtbewusst und emsig, will stets dazulernen und nimmt alles an, was man ihr sagt. Natürlich ist es toll, wenn der Lohn dafür die Nationalmannschaft ist."

Für die Spielvereinigung und die Arbeit im Mädchenfußball ist das natürlich auch ein toller Erfolg, auf den man stolz sein kann, denn "es zeigt, dass wir gute Ausbildungsarbeit leisten und einer guten Spielerin die richtige Plattform bieten können, um sich weiterzuentwickeln", betont Kusch.

In Fürth spielt Diana Kokhan als zwei Jahrgänge jüngere Spielerin derzeit in der U 17-Bundesligamannschaft und hat sich dort längst zu einem festen Bestandteil entwickelt.

Torhüterin als Freundin

Das will sie auch in der Nationalmannschaft schaffen und dabei könnte ihr Torhüterin Laura Scholz helfen. Auch sie kommt aus Fürth, besucht – wie Kokhan – die Bertolt-Brecht-Schule und spielte mit Kokhan zusammen schon in der U 15 der SpVgg. Allerdings hat Scholz das Kleeblatt inzwischen in Richtung Bayreuth verlassen, wo sie bei den Jungs im Tor steht.


Alarm im Mädchenfußball: Schwund macht Sorgen


"Mir fiel ein Stein vom Herzen, dass Laura dabei war", berichtet Diana Kokhan, "denn ich war ziemlich aufgeregt, weil ich ja sonst niemanden kannte. Mit ihr hatte ich eine Ansprechperson." Wann sie das DFB-Trikot wieder überstreifen darf, ist noch nicht klar. Aber für Diana Kokhan steht fest: Es soll nicht bei einem Länderspiel bleiben.

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