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Von Null auf Hundert: Fürth-Zugang Barry debütiert

Abwehrspieler absolviert erstes Pflichtspiel seit einem Jahr - 14.09.2020 11:11 Uhr

Abdourahmane Barry stand nach einem Jahr Pause im Pokal erstmals wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz.

© Sportfoto Zink / Melanie Zink


Wer heutzutage an Fußball aus Frankreich denkt, der hat als Erstes nicht den Rekordmeister AS Saint-Étienne oder den einstigen Völler-Klub Olympique Marseille im Sinn. Fußball aus Frankreich, das ist Paris St. Germain, Neymar, Angel Di Maria oder Kylian Mbappé. Im Finale der Champions League unterlag das mit vielen Millionen aus Katar finanzierte Starensemble dem FC Bayern München.

Von Paris nach Fürth

Vielleicht hat Abdourahmane Barry am Abend des 23. August ein bisschen mitgelitten mit seinem Jugendverein. Im Sommer 2018 verließ der Innenverteidiger PSG, um seine Karriere woanders voranzutreiben. Bei den Profis in Paris war die Dichte der großen Namen zu groß, um an Spielzeit zu kommen.


"Die richtige Wahl": Kleeblatt verpflichtet Verteidiger Barry


Also verschlug es den 20-Jährigen, der einen französischen Pass und einen aus Guinea hat, nach Österreich. Beim FC Liefering, einem Zweitligisten, der mit RB Salzburg kooperiert, absolvierte er seine ersten Einsätze als Profi. Auf deren 14 brachte er es bis zum Sommer 2020, in dem er sich ein weiteres Mal entschloss, sich räumlich zu verändern.

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Nach wenigen Tagen im Probetraining hatte Barry in der SpVgg Greuther Fürth einen neuen Arbeitgeber gefunden. Lange brauchte er nicht, um Coach Stefan Leitl und Rachid Azzouzi, den Geschäftsführer Sport, zu überzeugen. Letzterer offerierte einen Vertrag bis 2022, den der Probespieler signierte und damit zum Angestellten wurde.

"Gute Atmosphäre in der Mannschaft"

Am Samstag feierte Barry in der ersten Runde des DFB-Pokals gleich sein Pflichtspieldebüt für das Kleeblatt beim 6:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen den RSV Meinerzhagen. Weil Mergim Mavraj im Abwehrzentrum mit einer Oberschenkelverletzung ausfiel, war dort ein Platz frei geworden.


"Hartes Stück Arbeit": Fürth zollt dem Fünftligist Tribut


Barry zeigte sich entschlossen im Zweikampf. Gegen den Fünftligisten kassierte er allerdings bereits in der 12. Minute eine Gelbe Karte, leistete sich nach 26 Minuten einen leichten Ballverlust, der Meinerzhagen eine gute Chance eröffnete und musste sich kurz vor der Pause nach einem Zusammenprall behandeln lassen.

Die Verwarnung und die Kollision sorgten dafür, dass sein ereignisreiches Debüt zur Pause beendet war. "Ich habe mich sehr gefreut, nach einem Jahr wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz zu stehen", sagt der 1,85 Meter große Defensivspieler.

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"Es herrscht eine gute Atmosphäre in der Mannschaft", schwärmt er. Dass viel kommuniziert werde, zwischen den Spielern, aber auch mit dem Trainerstab, gefällt dem Neuzugang. Auch wenn die Sprachbarriere noch vorhanden ist. "Servus" hat der Franzose jedoch schon drauf, erzählt Leitl schmunzelnd. "Ich spüre das Vertrauen des Trainers, so kann ich mich weiterentwickeln", hofft Barry nun auf den nächsten Karriereschritt in Fürth.

Florian Jennemann

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