Dienstag, 24.11.2020

|

zum Thema

Halloween 2020: Das steckt hinter dem keltischen Totenfest

In der Nacht vor Allerheiligen herrscht in Bayern traditionell Gruselstimmung - 28.10.2020 11:52 Uhr

Kürbis-Gesichter flackern in der Dunkelheit: Ein alter Brauch zum Halloween-Fest.

10.10.2019 © Patrick Pleul/ZB/dpa


Am 31. Oktober 2020, in diesem Jahr ein Samstag, wäre es wieder so weit: Dunkle Gestalten ziehen durch Frankens Straßen und plündern im Schein der Kürbis-Fratzen die Süßigkeitsvorräte der Haushalte. Dieses Jahr wird das Bild aufgrund von Corona wohl deutlich anders aussehen. Die Stadt Nürnberg bittet darum, dass "Süßes oder Saures"-Läufe heuer ausbleiben, viele Veranstaltungen in der Region sind abgesagt.

Derweil herrscht in Bayern wegen Corona sowieso ein Tanzverbot in Bars und Kneipen, Clubs und Discos sind geschlossen. Zwei Tage darauf werden die Coronaregelungen noch einmal strenger.

Der Ursprung des Namens Halloween

Der Name Halloween leitet sich vom Englischen "All Hallows Evening" ab, übersetzt der Abend vor Allerheiligen. In Bayern und anderen katholisch geprägten Bundesländern wie Baden-Württemberg ist der 1. November übrigens ein gesetzlicher, stiller Feiertag.

Der Reformationstag, der sich direkt mit Halloween überschneidet, ist in Bayern selbst dagegen kein Feiertag. Protestanten in aller Welt feiern an diesem Tag den Beginn der Reformation der Kirche durch Martin Luther, mit dem Ursprung von Halloween hat das allerdings nichts zu tun.

Geschichte und Bräuche

Halloween hat seinen Ursprung in einem Brauch der Kelten. In ihrer Mythologie kehren zum "Samhain"-Fest Verstorbene aus dem Totenreich zurück und ziehen mit Geistern und Dämonen umher. Ihre Geschichten besagen: Die Toten versuchen in dieser Nacht, sich die Seelen der Lebenden zu schnappen. Daher haben sich die Einheimischen verkleidet, um die Geister abzuschrecken.


Kannibalismus und Vampirismus: Das Abgründe Halloween-Special


Irische Einwanderer brachten den Brauch im 19. Jahrhundert in die USA, von dort kam er später nach Europa zurück. Auch in Deutschland erfreut sich das Fest einiger Beliebtheit.

Bilderstrecke zum Thema

So schaurig-schön verkleideten sich unsere User zu Halloween

Eklige Geschwüre am Kopf, gefährliche Drachenhörner oder doch der altbewährte Killerclown: In der gruseligsten Nacht des Jahres zeigten auch die Franken wieder, welche Verkleidungs-Profis in ihnen stecken. In unserer Bildergalerie haben wir schaurige Filmfiguren, blutige Zombies und weitere Schreckensgestalten für Sie zusammengefasst.


In den USA pilgern besonders Nervenstarke um Halloween gerne in sogenannte "Haunted Forests". In diesen Spuk-Wäldern warten als Zombies oder Serienmörder kostümierte Darsteller nach Einbruch der Dunkelheit hinter Bäumen, um die Besucher zu erschrecken. Spuk-Wälder gibt es landesweit, in einigen kann man auch übernachten.


Zahlreiche Angriffe und Eierwürfe: So lief Halloween 2019 in Franken


In der Region war lange Zeit das Horror-Haus einer Neumarkterin eine regelrechten Pilgerstätte für Gruselfans. Seit letztem Jahr hat es sich in der Schauder-Stätte allerdings ausgegruselt.

Geschnitzte Kürbisse und Süßigkeiten

Natürlich haben sich auch die Süßwarenindustrie und Kürbisbauern den Trend zu Nutze gemacht. Der Brauch der Kinder, mit den Worten "trick or treat" (Süßes oder Saures) durch die Straßen zu ziehen und an Haustüren Süßigkeiten einzufordern, geht auf eine frühe christliche Tradition aus dem Irland im 11. Jahrhundert zurück. Am Allerseelentag wurden nach einer Sage damals "Seelenkuchen", kleine Brote mit Johannisbeeren, an Bettler verteilt. Sie versprachen im Gegenzug für die Seelen von Verstorbenen zu beten.

Aber was hat es eigentlich mit den Kürbis-Laternen auf sich, die gerne in Vorgärten und vor Haustüren flackern? Sie erinnern wohl an die Legende des Hufschmieds Jack Oldfield aus Irland, der einen Pakt mit dem Teufel geschlossen haben soll. Nach seinem Tod, kam Oldfield der Erzählung nach weder in den Himmel noch in die Hölle, weil selbst der Teufel ihn dort nicht haben wollte. Lediglich ein Stück glühende Kohle gab er dem Hufschmied mit. Damit die Kohle nicht verglüht, legte Oldfield sie in eine ausgehöhlte Rübe. Seitdem werden die leuchtenden Kürbisse vor allem in Amerika gerne auch als "Jack-O-Lanterns" bezeichnet.

Nichts für schwache Nerven: Das Horrorfilm-Zitate-Quiz!

Von Klassikern wie Saw I bis VIII bis hin zur verstörenden Psycho-Tragödie Hereditary - Sie kennen sie alle fast auswendig und sind ein echter Junkie des Grauens? Dann testen Sie hier, ob Sie diese bekannten Zitate dem richtigen Horrorfilm zuordnen können.

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 1/15:

„Wenn nur meine bösen Träume nicht wären…“

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 2/15:

„Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück.“

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 3/15:

„Als wir nach Hause kamen, saß sie im Flur. Aber wir hatten sie im Gästezimmer gelassen.“

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 4/15:

„Die Rache ist mein!“

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 5/15:

„Herzlichen Glückwunsch. Sie leben weiter.“

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 6/15:

„Ich will sehen, wie du von innen aussiehst.“

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 7/15:

„Wollen wir spielen?“

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 8/15:

„Nicht das Haus ist von Geistern besessen. Sondern Ihr Sohn!“

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 9/15:

"Die können doch hier nicht rein, oder? Die können doch nicht in unser Haus kommen?"

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 10/15:

„Das war’s, ihr Missgeburten. Fahrt zur Hölle!“

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 11/15:

„Sieben Tage.“

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 12/15:

"Ich weiß, was sie vorhaben, aber sie kommen nicht so zurück, wie sie waren."

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 13/15:

"Ich sehe tote Menschen."

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 14/15:

"Ich genoss seine Leber mit ein paar Fava-Bohnen, dazu einen ausgezeichneten Chianti."

© pixabay.com

© pixabay.com

Frage 15/15:

„Komm spiel mit uns, Danny!"

Lust auf ein weiteres Quiz?

Dann hier entlang!

sima, dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg