Dienstag, 25.02.2020

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Präsenz am Valentinstag: So tickt FCN-Gegner Heidenheim

Am Freitagabend ist die Keller-Elf an der Brenz gefordert - 12.02.2020 05:43 Uhr

Frank Schmidt, als Spieler einst für die Club-Amateure und die SpVgg Greuther Fürth aktiv, ist seit 2007 Trainer in Heidenheim. © Tom Weller, dpa


So ist die Lage: Der Start ins neue Fußballjahr verlief für den 1. FC Heidenheim, am Freitagabend (18.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) Gastgeber des 1. FC Nürnberg, etwas holprig: Nach einer 0:3-Abfuhr beim VfB Stuttgart kam das Team von Trainer-Urgestein Frank Schmidt gegen Schlusslicht Dynamo Dresden nicht über ein mageres 0:0 hinaus. Mit einem 1:0-Auswärtssieg in Sandhausen kehrte man am vergangenen Wochenende aber in die Erfolgsspur zurück und sitzt dem Spitzentrio Arminia Bielefeld, Hamburger SV und Stuttgart als erster Verfolger mit 34 Punkten zumindest ein bisschen im Nacken.

 

 

Top & Flop

Gemeinsam mit den Top-Teams Bielefeld und HSV stellt Heidenheim die kompakteste Defensive der Liga – erst 21 Gegentore ließ die Abwehr um den verlässlichen Keeper Kevin Müller zu. Sieben seiner acht letzten Siege feierte man ohne ein einziges Gegentor. Überhaupt hat Heidenheim in der gesamten Saison nach einer Führung keinen einzigen Punkt mehr abgegeben. Ausbaufähig ist hingegen die Offensive: Mit 28 Treffern ist der FCH das harmloseste Team im oberen Tabellendrittel.

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1:0 in Osnabrück! 1. FC Nürnberg startet Mini-Serie

Lange ist es eine unspektakuläre Angelegenheit, bis Anfang der zweiten Halbzeit der Club anfängt, zu drücken. Hanno Behrens erlöst den FCN-Anhang in Norddeutschland nach einer platzierten Flanke von Fabian Nürnberger und erzielt das wichtige 1:0 für die Rot-Schwarzen - der Treffer ähnelt dem 1:0 aus der Vorwoche, als Philip Heise Michael Frey assistierte. Das Ergebnis bleibt an der Bremer Brücke stehen - und der Club feiert den zweiten Dreier in Folge.


Ein wildes Hinspiel in Nürnberg 

Im Fokus: Mit Top-Torjäger Robert Glatzel (13 Treffer) und Nikola Dovedan (8) musste der letztjährige Tabellenfünfte im Sommer zwei seiner gefährlichsten Offensivkräfte ziehen lassen. In die Bresche sprang vor allem Tim Kleindienst. Der vom SC Freiburg an die Brenz zurückgekehrte Mittelstürmer erzielte in Sandhausen bereits sein achtes Saisontor, fünf weitere bereitete er vor. Schon allein dank seiner körperlichen Präsenz gilt der wuchtige 1,94-Meter-Mann in Schmidts Spielsystem als feste Größe.

Das Hinspiel

Das 2:2 gehörte für den Club zu den bislang bittersten Momenten dieser Saison – vielleicht war es sogar eine Partie, die die weitere negative Entwicklung beim Bundesliga-Absteiger nachhaltig prägen sollte. Nachdem Dovedan gegen seinen Ex-Verein nach einer halben Stunde per Kopf die Führung gelungen war, erhöhte Johannes Geis in der 70. Minute mit einem fulminanten Schuss aus 20 Metern auf 2:0 - der zweite Heimsieg schien für durchaus dominante und spielfreudige Nürnberger nur noch Formsache zu sein. Dann aber verlegten sich die Franken immer mehr darauf, ihren Vorsprung zu verwalten. Was gehörig schiefgehen sollte: Mit einem späten Doppelschlag aus heiterem Himmel durch den der Club-Jugend entstammenden Niklas Dorsch (82.) sowie Stefan Schimmer (84.) sorgten die Gäste noch für entsetzte Gesichter im Max-Morlock-Stadion. "Dann hat man gemerkt, dass es hier lange keine 2:0-Führung gab", staunte Trainer Damir Canadi, seine Mannschaft habe offenbar nicht gewusst, "wie man das nach Hause spielt".

Folge 30: Die Besonderheiten eines Club-Siegs

Der FCN trifft Mohr wieder 

Wer/Was ist neu?

Für rund eine Million Euro Ablöse schnappte sich der FCH in der Winterpause Tobias Mohr von der SpVgg Greuther Fürth. Der torgefährliche Mittelfeldspieler etablierte sich auch in der Ostalb auf Anhieb als Stammspieler. "Seine Standardsituationen und Flanken, das sind Brandbomben. Da kann alles passieren. Ich bin sehr froh, dass wir ihn dazubekommen haben", schwärmte Kollege Kleindienst im kicker. Verlassen haben den Verein die Offensivkräfte Patrick Schmidt (Dynamo Dresden) und Merveille Biankadi (Eintracht Braunschweig).

 

+++ Vor-Arbeiter beim FCN: Zrelak kämpft für den Club +++

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Die Club-Kritik zum 1:0! Mavropanos setzt beim FCN neue Maßstäbe

Ein 1:0-Erfolg beschert dem Club den zweiten Sieg in Serie - diesmal gewinnt Nürnberg an der Bremer Brücke. FCN-Kapitän Hanno Behrens netzt nach schöner Flanke von Fabian Nürnberger in der 60. Minute ein. NZ-Sportredakteur Stefan Jablonka verteilt die Noten und Einzelkritiken zur Partie.


Und sonst so?

Am Freitag ist Valentinstag – und die Marketingabteilung des FCH bringt sich prompt in Stellung: "Überteuerte Restaurants? Blumenstrauß? Kitschige Geschenke ohne Bedeutung?" Das muss nun wirklich nicht sein. Dann doch lieber mit der/dem Liebsten zum trauten Fußballgucken. "Zweite Liga. Erste Liebe. #Dein ValentinsDate", wirbt der Verein via Twitter um abenteuerlustige Pärchen, die ihren Gefühlen mal freien Lauf lassen wollen. Denn was kann es schon Romantischeres geben als einen flotten Dreier an einem nasskalten Februarabend in der idyllischen Voith-Arena... Alternativ bestünde freilich auch die Möglichkeit zu einem viergängigen exklusiven Candle-Light-Dinner samt Kerzenführung im Kreuzgang des Klosters Heidenheim. Wobei, warte mal: Das Heidenheim mit dem Kloster befindet sich ja im Hahnenkamm zwischen Wassertrüdigen und Weißenburg. Dann doch lieber einfach bloß Blumen!

+++ Heidenheim und das Kloster? Wir haben den Artikel einmal präzisiert +++

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Mit Dreiern zum Sieg: Die Noten der Club-Profis in Osnabrück

Kapitän Hanno Behrens geht voran - und sichert seinem Club den Auswärtssieg mit Köpfchen. Der in den letzten Spielen kaum überzeugende Hanno Behrens macht Nürnberg in Niedersachsen mit seinem Treffer glücklich. Die beste Note sahnt aber ein anderer ab. Hier sind die Noten der Nürnberger Spieler beim 1:0-Sieg in Osnabrück.


Uli Digmayer

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