25°

Dienstag, 02.06.2020

|

zum Thema

FCN im Abstiegskampf: Zurück im gewohnten Krisenmodus

Pandemiegeplagt nach St. Pauli: Hanno Behrens' Club fightet um Klassenerhalt - 15.05.2020 09:46 Uhr

"Da müssen wir durch": Club-Captain Hanno Behrens fokussiert Nürnbergs Neustart gegen St. Pauli mehr oder weniger euphorisch, 

© Sportfoto Zink / Daniel Marr


Als sie sich das vorletzte Mal auf ihr Treffen vorbereiteten, da herrschte auf beiden Seiten Aufbruchstimmung. Der 1. FC Nürnberg und der FC St. Pauli hatten im Oktober 2019 das Gefühl, diese Saison in der 2. Liga endlich angenommen und verstanden zu haben. Fünfmal in Folge hatten beide Teams zuvor nicht mehr verloren und die Aussicht, sich doch noch zu einem Zweitliga-Spitzenteam machen zu können, wurde auch durch das 1:1, das beim Treffen letztlich herauskam, nicht sonderlich getrübt. Punktgleich standen die Mannschaften nach dieser Partie auf den Plätzen fünf und sechs. Dass sich beim 1. FCN aufgrund der Verletzung von Christian Mathenia gerade außerdem eine Torwart-Krise anbahnte, ging da fast ein wenig unter.

Bilderstrecke zum Thema

Alu-Pech und Bornemann-Tätschler: Club-Remis gegen Pauli

Viel Leidenschaft, viele Emotionen: Das Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC St- Pauli war geprägt von vielen Geschichten. Nicht nur die Rückkehr des ehemaligen Club-Sportvorstands Andreas Bornemann stand dabei im Fokus, sondern auch der Videobeweis. Die Partie hatte aber noch viel mehr zu bieten. Wir haben sie in Bildern zusammengefasst.


Wird schon, dachten sie sich in beiden Vereinen. Wurde aber nicht. Bis zum Ende der Hinrunde hatten sich St. Pauli und der 1. FC Nürnberg in wenig anmutiger Synchronizität in den Tabellenkeller gearbeitet. Da stecken sie immer noch. Elfter ist der FC St. Pauli, der sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat. Der Club ist 14. mit fünf Punkten Vorsprung auf den Karlsruher Sportclub auf Rang 17. Es sieht immerhin nicht mehr ganz so düster aus wie noch am Ende der Vorrunde, als Hamburg und Nürnberg sich auf Platz 15 und 16 heruntergespielt hatten.

Bilderstrecke zum Thema

Englische Wochen beim FCN: Werden diese Jungs wieder wichtig?

Am Sonntag startet der 1. FC Nürnberg beim FC St. Pauli in die Rest-Saison in der 2. Liga. Auf die Keller-Elf warten anstrengende Tage, neun Spiele in sieben Wochen müssen absolviert werden. Die steigende Belastung wird die Breite des Kaders auf die Probe stellen - und einigen Spielern, die zuletzt außen vor waren, womöglich wieder die Chance auf mehr Einsatzzeiten geben. Ein Überblick!


Der Club-Arzt spricht

Das hat viel damit zu tun, dass sowohl St. Pauli als auch der Club die bisherige Rückrunde genutzt haben, um zumindest wieder einigermaßen gut auszusehen. 13 Punkte in acht Spielen hat der Club gesammelt, einen weniger der Gastgeber vom Sonntag. Dass trotzdem noch gebangt werden muss, ob das so eine gute Idee war, die Saison des Geldes wegen fortzusetzen und es nicht einfach gut sein zu lassen, liegt beim 1. FCN an den regelmäßigen Rückschlägen, die das Team von Trainer Jens Keller hinnehmen muss.

Frey freut sich zu früh 

Das letzte Mal passierte das am letzten Spieltag vor der Corona-Pause. Vor dem Anpfiff der Partie gegen Hannover 96 durfte sich da der Angreifer Michael Frey noch über den Zugewinn defensiver Stabilität freuen. "Natürlich ist das sehr positiv, wenn wir wenige Gegentore bekommen, das freut auch einen Stürmer", sagte Frey damals und hatte damit sogar recht. Nur acht Treffer hatte der Club in den sieben Rückrunden-Partien quittieren müssen. Gegen Hannover kamen im Max-Morlock-Stadion dann aber dummerweise gleich drei dazu.

 

Keine Ruhe, ungewollte Ruhe und Behrens' Fatalismus  

Nach 27 Minuten schon stand es 0:2 aus Sicht der "indisponierten Nürnberger", wie es damals geschrieben stand in den Nürnberger Nachrichten, die dann zu dem Fazit kamen: "So wird das garantiert nichts mit etwas Ruhe in den nächsten Wochen."

Die Ruhe kam dann doch, allerdings anders, als sich das alle Beteiligten gewünscht hatten. Das ganze Land verabschiedete sich in den Krisenmodus und rund um den 1. FC Nürnberg gerieten immerhin die sportlichen Sorgen mitunter in Vergessenheit – eine Situation, wie man sie beim Club sonst allenfalls aus den Sommer-Tagen zwischen den Spielzeiten kennt. Jetzt sind die sportlichen Sorgen wieder da, der Abstiegskampf startet am Sonntag neu und der 1. FC Nürnberg ist zurück im ganz normalen Krisenmodus (13.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de). Oder, wie es Kapitän Hanno Behrens in der Bild-Zeitung mit Blick auf das seltsame Konstrukt Saison-Fortsetzung gerade gesagt hat: "Die Entscheidung steht jetzt so und da müssen wir eben durch." Schöne Aussichten. 

+++ Am Abend gegen Aue: Weitere Termine für den Geister-Club +++

Bilderstrecke zum Thema

Zurück auf dem Platz: Der Club trainiert wieder gemeinsam

Passübungen, Eckla, Sechs-gegen-Drei, Einrücken, Abschlussspiel. So sah das erste Mannschaftstraining des 1. FC Nürnberg seit acht Wochen aus. Vieles davon war in Kleingruppen zuvor nicht umsetzbar. Am Donnerstag durften die Spieler des FCN zum ersten Mal wieder in voller Mannstärke auf den Max-Morlock-Platz auf dem Vereinsgelände, konnten Zweikämpfe führen und Spielformen üben. In einer guten Woche geht es bei St. Pauli schließlich schon wieder um wichtige Punkte im Abstiegskampf.



Hier finden Sie täglich aktualisiert die Zahl der Corona-Infizierten in der Region. Die weltweiten Fallzahlen können Sie an dieser Stelle abrufen. Über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Krise berichten wir auch im Liveticker.


Verpassen Sie keine Nachricht mehr! In unserem täglichen Corona-Newsletter erfahren Sie alles Wichtige über die aktuelle Lage in der Coronakrise. Hier kostenlos bestellen. Immer um 17 Uhr frisch in Ihrem Mailpostfach.

Mit unserem E-Paper-Aktionsangebot erhalten Sie die wichtigsten Corona-News im Zeitungs-Format direkt nach Hause: Ein Monat lesen für nur 99 Cent! Hier gelangen Sie direkt zum Angebot.

Bilderstrecke zum Thema

Redaktions-Tipps: Diese Biergärten in der Region haben geöffnet

Endlich! Am Montag, den 18. Mai, dürfen die Biergärten in Bayern nach der Corona-Zwangspause wieder öffnen. Zahlreiche Gaststätten laden dann in der Region bei kühlen fränkischen Bieren und deftiger Brotzeit zum Verweilen ein. Wir haben in der Redaktion unsere liebsten Biergärten für Sie gesammelt.


Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport