Konzentration bitte! Der FCN weiß, was gegen Aue zählt

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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21.5.2020, 11:01 Uhr
Schlechte Haltung: Nikola Dovedans verpasste Chance in Hamburg wird immer noch diskutiert.

Schlechte Haltung: Nikola Dovedans verpasste Chance in Hamburg wird immer noch diskutiert. © Sportfoto Zink / Daniel Marr

Jens Keller war schon auf das Corona-Virus getestet worden, als er sich am Donnerstagmorgen in das kleine Pressekonferenz-Zimmer im Sportpark Valznerweiher setzte. Nach einer Woche in Freiheit haben sich Keller und der 1. FC Nürnberg am Donnerstag wieder in die Hotel-Quarantäne verabschiedet vor dem Freitagabend-Spiel gegen Erzgebirge Aue im Max-Morlock-Stadion (18.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de). Dass ihnen von vielen Hobby-Medizinern nach dem 0:1 beim FC St. Pauli Schönrednerei diagnostiziert worden war, gefällt Keller nicht. "Wir reden nicht schön", sagt er. "Zu einem guten Spiel gehören Tore, das habe ich klar angesprochen", sagt Keller.

400 Wiederholungen? Helfen auch nicht, so der Club-Motivator

Dummerweise ist ihnen die Sache mit dem Toreschießen nun zweimal in Folge überhaupt nicht gelungen. Einen Grund, das Training deshalb noch mehr in Richtung Torabschluss umzustellen, sieht Keller deshalb nicht. "Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn wir jeden Tag 400-Mal auf das Tor schießen", sagt Keller, "es geht um Konzentration."

Vor Augen hatte nicht nur er bei diesen Worten, die Chance, die Nikola Dovedan in Hamburg kurz vor der Halbzeitpause fahrlässig vergeben hat, als er aus wenigen Metern nicht einmal das leere Tor traf.

Ob er aufgrund der zugespitzten Situation in dieser Woche noch mehr als Motivator und Psychologe gefordert war, wurde Keller noch gefragt. "Das bin ich jeden Tag", sagte Keller. Und: "Die Mannschaft ist nicht niedergeschlagen."

Valentini fehlt dem FCN erneut

Angeschlagen ist die Mannschaft in Teilen allerdings schon. Enrico Valentini wird das Treffen mit Aue verpassen, Andreas Lukse und Iuri Medeiros ebenfalls. Fraglich ist noch Georg Margreitter, der Innenverteidiger klagt seit dem Hamburg-Spiel über Schwindel-Attacken.

Dafür kehren Sebastian Kerk und Felix Lohkemper zurück in eine Mannschaft, die die Woche vor allem mit Regeneration verbracht hat. "Wir mussten uns erholen, weil wir keine optimale Vorbereitung hatten und außerdem in Hamburg 40 Minuten in Unterzahl spielen mussten", sagt Keller.

Veilchen-Vehemenz im Vorwärtsgang - und keine Schönrednerei

Erst seit Mittwoch bereiten sie sich gezielt auf die Partie gegen Aue vor. Es wartet dann am Freitag ein Gegner, von dem Keller die Kompaktheit und das schnelle Umschaltspiel lobt. Zu sehen bekam man das unter anderem im Hinspiel, das wild und mit einem 4:3 für Aue endete. Drei Tore gelangen dem Club damals in einer Halbzeit - Schönreden konnten sie sich diese Ausbeute hinterher allerdings auch schon nicht.

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