"Oarschgnabb": Den Kleeblättlern gefällt der Derby-Punkt

21.3.2021, 19:44 Uhr

"Macht euch zu Helden", forderte ein Spruchband der Kleeblatt-Fans im leeren Ronhof.

Dieter Wirth (Sportfreunde Ronhof): Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Das Ergebnis war gerecht und wir können damit leben. Ich glaube, dass uns das nochmal einen Schub gibt, weil es uns zeigt, dass wir, wenn wir nicht mit hundert Prozent rein gehen, nicht unbedingt alle Spiele gewinnen. Irgendwie hat mir heute die Einstellung etwas gefehlt. Als sich Nürnberg auf den Kampf besonnen hat, haben wir zu wenig dagegen gehalten.

Juri Judt (Ex-Profi bei der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg): Am Freitag habe ich ein Unentschieden getippt, daher bin ich zufrieden. Das Resultat war gerecht. Natürlich ist es bitter, wenn man kurz vor Schluss den Ausgleich kriegt. Das ist zwar ärgerlich für den Club, aber im Großen und Ganzen ist das 2:2 okay. Ich fand das Spiel war überraschend gut von Nürnberg, es hat Spaß gemacht zuzuschauen.

Roland König (Weiß-Grün Höchstadt): Wir haben es verpasst unser Spiel durchzuziehen und das 2:0 zu machen. Wir sind glücklich, dass wir am Ende noch das 2:2 gemacht haben. Die drei Punkte hatten wir nicht verdient, das Unentschieden ist trotzdem in Ordnung – zwar glücklich, aber ist schon recht.


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Oliver Raab (Fanclub Lohners Erben): Das war keine gute Partie von uns, aber wir hatten das Spiel vom Mittwoch in den Knochen, deshalb war das einigermaßen in Ordnung. Es war ein intensives Spiel mit mehr Kampf als spielerischen Elementen, aber es war halt Derby. Am Ende zählt der Punkt. Und ganz wichtig: Noch immer +18!

Volker Heißmann (SpVgg-Vizepräsident): "Oarschgnabb" auf gut färdderisch. Die erste Halbzeit waren beide Mannschaften auf Augenhöhe, die zweite Halbzeit hat der Club dominiert und da können wir froh sein, dass der Abiama den am Schluss rein gehauen hat. Lieber einen Punkt als keinen Punkt, aber drei wären mir natürlich lieber gewesen. Für mich ist es ein Dämpfer im Aufstiegskampf, aber es sind noch so viele Punkte zu vergeben, dass wir es packen sollten, am Schluss auf Platz zwei zu stehen.

"Ich muss mich emotional etwas runterfahren"

Norbert Hütter (ehem. Spieler der SpVgg Fürth): Ich glaube, das Unentschieden war am Ende etwas glücklich für die Spielvereinigung, weil es in der Nachspielzeit war. Die Nürnberger waren etwas bissiger und die Fürther wollten nach dem 1:0 verwalten, weil sie dachten das läuft von ganz alleine. Ich habe jedenfalls schon wesentlich schlechtere Spiele gesehen, auch wenn es nicht das beste Spiel der Fürther in dieser Saison war.

Wolf Nanke (Kleeblatt-Urgestein): Im Großen und Ganzen war es ein gerechtes Ergebnis. Wir haben nach dem 1:0 versäumt, etwas mehr Druck zu machen. Dann gab es eine Situation, wo man vielleicht hätte Handelfmeter geben können. Es ist hin und her gegangen, im Endeffekt war es ein gerechtes Unentschieden und ein unterhaltsames Spiel.


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Klaus Lutz (Blindenreporter der SpVgg): Ich muss mich emotional etwas runterfahren, weil Derby immer aufregend ist. Das 2:2 geht durchaus in Ordnung. Besonders, wenn man sieht, dass wir am Mittwoch ein hartes Spiel hatten. Ich finde, dass sie es zum Schluss mit einer Energieleistung noch zu einem verdienten Punkt gebracht haben.

Holger Schwiewagner (Geschäftsführer der SpVgg): Wir haben eine intensive Partie gesehen. Das Derby hat nicht die Tabelle widergespiegelt – typisch für diese Spiele. Mitte der zweiten Halbzeit hat man gespürt, dass wir das Spiel gegen Regensburg in den Knochen hatten. Die Mannschaft ist überragend zurückgekommen und hat den Punkt mehr als verdient.

Martin Hermann (Trainer des ASV Zirndorf): Das Spiel hat für uns zu gut begonnen, da waren wir vielleicht zu selbstsicher. Für den Club war in Fürth verlieren verboten. Fürth hat nach dem 1:0 nicht zum eigenen Spiel gefunden. Die Schlüsselszene war von Green, der muss das 2:0 machen, dann gewinnt Fürth. Der Club hat alles rein geschmissen und wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein.

Frank Kreuzer (Betreiber der Internetseite kleeblatt-chronik.de): Frei nach Eppelein: Die Nürnberger gewinnen nicht, sie führen denn zuvor. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir punktgleich mit dem Tabellenführer aus dem Spieltag gekommen wären. Jetzt gilt es, für die restlichen Spiele optimal vorbereitet zu sein.

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