Partnerschaft

Liebe allein reicht nicht: 9 Gründe, warum Beziehungen scheitern

Simone Madre
Simone Madre

SEO-Redakteurin

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10.1.2023, 08:34 Uhr
Manchmal geht eine Beziehung auseinander - obwohl die Gefühle füreinander noch stark sind.

© imago stock&people Manchmal geht eine Beziehung auseinander - obwohl die Gefühle füreinander noch stark sind.

Welche das sind und wann es für die Beziehung trotz großer Hürden doch noch eine Chance gibt, lesen Sie hier.

1. Unterschiedliche Vorstellungen zum Thema Kinder

Dieser Grund hat schon viele Beziehungen enden lassen, die eigentlich glücklich waren. Will eine Person in der Beziehung Kinder und die andere nicht, lässt sich kein Kompromiss finden. Kinder krempeln nicht nur die Partnerschaft, sondern auch das ganze Leben um. Und das gilt nicht nur für die ersten 18 Jahre, sondern auch für den ganzen Rest des Lebens. Klar, dass das nicht jeder will.

Wenn man sich bei diesem Punkt nicht einig ist, dann wird früher oder später entweder die Beziehung scheitern oder einer der Partner wird unglücklich. Oft hofft man, dass der andere (oder man selbst) seine Meinung im Laufe der Beziehung noch ändern wird. Das kann auch durchaus passieren. Man sollte sich darauf aber nicht verlassen und auch nicht versuchen, den anderen durch Bitten oder Flehen mürbe zu machen.

2. Finanzen

Wenn zwei Menschen sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie sie ihr Leben gestalten wollen, kann es schwierig werden, eine gemeinsame Basis zu finden. Neben dem Kinderwunsch gibt es noch ein paar andere grundlegende Lebensthemen, die zusammen passen sollten, damit beide in der Beziehung langfristig glücklich werden können. Eins davon sind die Finanzen.

Wenn das Geld knapp ist und finanzielle Sorgen den Alltag überschatten, ist das für die Beziehung schwer genug. Ist dann auch noch einer der Partner an einen verschwenderischen Lebensstil gewöhnt, während der andere sparen will, sind Streitgespräche vorprogrammiert. Schafft man es nicht, sich selbst oder die Situation zu verändern, bedeutet das oft das Ende der Liebe.

Auch wenn das Einkommen sehr ungleich verteilt ist und der wohlhabende Partner sein Geld nicht teilen will, sondern auf getrennte Konten und eine 50/50-Verteilung der Ausgaben pocht, führt das irgendwann in die Krise. Allerdings muss man sich dann auch fragen, ob die Liebe auf dessen Seite wirklich so groß ist.

3. Einer liebt mehr als der andere

Die eigene Liebe zum Partner kann noch so tief oder sogar bedingungslos erscheinen - wenn die Liebe auf der einen Seite groß ist und auf der anderen Seite klein, führt das zu Spannungen. Falls ein Partner sich vernachlässigt fühlt und nicht die notwendige Zuneigung und Aufmerksamkeit von seinem Partner erhält, kann das dazu führen, dass er sich ungeliebt und unzufrieden fühlt und die Beziehung in Frage stellt.

4. Die Beziehung ist toxisch

Liebesbeweise wechseln sich mit Wutausbrüchen oder subtiler emotionaler Manipulation ab? In einer toxischen Beziehung oder beim Love Bombing glaubt man anfangs, dass der Partner oder die Partnerin einen auf Händen trägt und fühlt sich geliebt wie nie zuvor. Dann fangen aber die Probleme an. Die Beziehung laugt aus, man läuft wie auf Eierschalen und hat Angst vor dem nächsten Streit oder der nächsten Funkstille, in der der Partner wochenlang kein Wort mehr mit einem wechselt.

Wenn die Beziehung auf einem ungesunden Fundament basiert, kann sie nicht gedeihen. Falls beide dazu bereit sind, kann eine Paartherapie helfen. Bei Persönlichkeitsstörungen wie Narzissmus sollte man aber wissen, dass diese nicht geheilt werden können. Sie können aber so weit gemildert werden, dass Betroffene und ihr Umfeld nicht mehr darunter leiden.

5. Das Vertrauen ist weg

Krisen wie eine Affäre oder eine große Lüge belasten die Beziehung. Wenn einer der Partner dem anderen nicht mehr vertraut, kann das das Ende der Beziehung sein. Die Frage ist, ob es beide schaffen, dieses Vertrauen wieder aufzubauen. Denn dazu muss nicht nur der eine Partner verzeihen und die Situation verarbeiten, sondern auch der andere muss an sich arbeiten - damit es nicht wieder zur gleichen Situation kommt.

6. Andere Vorstellungen zum Thema Wohnort

Klingt trivial, kann aber Beziehungen ins Wanken bringen. Beim Thema Wohnort geht es nicht nur um die Frage "Stadt- oder Landmensch" oder um die Nähe zu Familienmitgliedern oder Freunden. Auch ein Jobangebot in einer fremden Stadt oder einem anderen Land, das der eine unbedingt annehmen will, kann zu Problemen führen. Entweder, weil der andere sich mit dem Umzug generell nicht anfreunden kann, oder weil er vor Ort keinen Anschluss findet und der alten Heimat hinterhertrauert. Manche Paare leben deshalb bewusst in einer Fernbeziehung und verbringen die Wochenenden oder nur die Urlaube miteinander. Aber das ist auch schwierig und kann die Beziehung deutlich belasten.

7. Arbeit und Freizeit

Freizeitgestaltung ist ein breitgefächertes Stichwort, das zu kleineren und größeren Streitigkeiten führen kann. Wenn einer sehr sportlich ist und sich gesund ernährt, der andere aber gerne auf der Couch sitzt und Chips futtert, kann man meist noch einen Kompromiss finden. Arbeitet der eine aber mit Leidenschaft und Energie 60 oder mehr Stunden pro Woche, um seine Lebensträume zu erreichen, lässt sich das nicht mehr unbedingt mit einer Beziehung vereinbaren. Zumindest nicht mit der Art Beziehung, die der andere Partner sich wünscht. Hier müssen beide offen und ehrlich miteinander sein, wie sie sich die Beziehung vorstellen, und ob sie sich mit den Vorstellungen des anderen arrangieren können.

8. Kommunikationsprobleme

Wenn die Kommunikation in einer Beziehung gestört ist, kann es schwierig werden, die Bedürfnisse und Gefühle des anderen zu verstehen und zu respektieren. Ohne eine gute Kommunikation können Missverständnisse und Vorurteile entstehen, die zu Spannungen und schließlich zum Scheitern der Beziehung führen können.

Das merkt man meist rechtzeitig, um einzugreifen - beispielsweise durch Paartherapie. Aber nur, wenn beide bereit sind, an sich zu arbeiten und etwas zu verändern, kann das klappen.

9. Überforderung

Für die Partnerin oder den Partner will man eigentlich alles tun - aber irgendwann erreicht man seine körperliche oder psychische Belastungsgrenze. Wen einer in der Beziehung überlastet ist, zum Beispiel weil der andere chronisch krank ist oder mit einer Sucht kämpft, kann die Situation unerträglich werden.

Das muss die Beziehung nicht beenden, wenn man sich rechtzeitig Hilfe sucht und sich beispielsweise im Fall einer Co-Abhängigkeit notfalls auch vom Partner distanziert, bis es beiden wieder besser geht. Aber es macht die Beziehung in jedem Fall sehr schwer.

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