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Katastrophe abwenden! Das wird für den FCN in Kiel wichtig

Ein Sieg erspart dem Club die Relegation - Zittern bis zum Schluss - 28.06.2020 08:14 Uhr

Im Hinspiel erzielte Robin Hack das 2:0, für einen Sieg reichte es trotzdem nicht. Auch im letzten Saisonspiel ist die Torgefährlichkeit des Dribbelkünstlers wieder gefragt.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Wie ist die Ausgangslage? Ein Sieg ist eigentlich Pflicht. Wie schon die letzten Spiele und eigentlich die gesamte Rückrunde. Oder auch vorher schon. Dass der 1. FC Nürnberg diese Pflichtsiege aber relativ häufig nicht eingefahren hat, ist kein Geheimnis. Sonst würde man nun vermutlich wenigstens im Mittelfeld der Tabelle stehen und mit dem Abstiegskampf so gar nichts zu tun haben. Doch diesmal geht es wirklich um alles. Also wirklich! Zumindest, wenn man nicht von den Kickern aus der Nachbarstadt abhängen möchte, die zeitgleich gegen den Karlsruher SC spielen. Nur ein Sieg rettet den FCN sicher und in jedem Fall vor der Abstiegs-Relegation.

Für Gastgeber Holstein Kiel dagegen geht es an diesem letzten Spieltag um eine bestmögliche Platzierung in der Tabelle, der Abstiegskampf muss das Team von Ole Werner nicht mehr interessieren, das Aufstiegsrennen ist in weiter Ferne. Mit einem Sieg gegen den Club könnten sich die Kieler noch Platz acht sichern, bei einer Niederlage könnten Sandhausen, Osnabrück und St. Pauli mit eigenen Dreiern an ihnen vorbeiziehen und sie auf Platz 14 abrutschen lassen. Mit einer Larifari-Einstellung werden Werners Spieler den FCN also nicht im eigenen Stadion empfangen.

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Risikofaktor Valentini und Rumpel-Frey: Der FCN in der Fiasko-Kritik

Ohweh gegen den VfB! Der Club zeigt sich bei der 0:6-Heimschlappe gegen Stuttgart in einer erschütternd miserablen Verfassung. So niederschmetternd die (Nicht-)Leistung von Nürnbergs Abstiegskämpfern ist, so zwangsläufig sind die verheerend schlechten Zeugnisse, die NZ-Sportredakteur Uli Digmayer den Club-Jungs ausstellt. Hier kommen seine Noten und Einzelkritiken!


Wer spielt? Nach seiner Gelb-Sperre könnte Patrick Erras für Fabian Nürnberger wieder in die Startelf rutschen und auch Enrico Valentini, der gegen den VfB Stuttgart einen erheblichen Risikofaktor darstellte, könnte durch Oliver Sorg ersetzt werden. Ob Konstantinos Mavropanos wieder als Stütze im Nürnberger Abwehrzentrum agieren kann, ist aufgrund seiner Adduktorenprobleme noch unsicher. Zwar hat der Grieche am Freitag bereits wieder mit der Mannschaft trainiert, für einen Startelfeinsatz könnte es aber trotzdem nicht reichen. Sicher ist jedoch, dass Felix Lohkemper nicht dabei ist, er bleibt mit einer Risswunde zuhause. Gegen Stuttgart kam der zuvor verletzte Lukas Mühl in der 56. Minute für Georg Margreitter, der aufgrund einer Platzwunde ausgewechselt werden musste, diese inzwischen aber gut überstanden hat. Sollte Mavropanos weiter ausfallen, wird Keller also vermutlich wie zuletzt mit Asger Sörensen und Margreitter beginnen.

Panik beim Club

In der nicht endenden Frage um den Posten im Sturmzentrum dürfte außerdem erneut Michael Frey den Vorzug bekommen, allerdings weniger aufgrund von zuletzt überzeugenden Leistungen, sondern eher, weil sowohl Adam Zrelak als auch Mikael Ishak bisher wenig zustande gebracht haben. Und worauf man sich bei Frey zumindest immer verlassen kann, ist, dass er ackert, bis er umkippt - auch wenn dabei häufig mal nichts Produktives herauskommt.


"Ihr solltet euch schämen": FCN-Fans schäumen im Netz vor Wut


Wo kann ich das Spiel verfolgen? Auch der letzte Spieltag dieser Bundesliga-Saison wird keine Übertragung im Free-TV erhalten. Stattdessen läuft die Partie wie zuletzt auch beim Pay-TV-Sender Sky oder online im Stream bei Sky Go. Auf nordbayern.de startet der Liveticker etwa um 14.30 Uhr. Die Zusammenfassungen können 40 Minuten nach Spielende bei DAZN angesehen werden.

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Optimismus vor dem "Endspiel": Die Stimmen der FCN-Fans

Überwiegend optimistisch aber dennoch realistisch. So äußern sich die Nürnberger und Nürnbergerinnen, eingefleischte Clubfans und einfach nur Sportbegeisterte zur aktuellen Situation des 1. FC Nürnberg. Hier gibt es die Antworten unserer Club-Umfrage vor dem Clubhaus in der Altstadt.


Prognose: In Wiesbaden hat der FCN bewiesen, dass er es doch noch kann. Dass er das Siegen nicht verlernt hat und unter Druck im Abstiegskampf punkten kann. Gegen Stuttgart hat der Club allerdings auch mal wieder gezeigt, dass Fan-Sein eine einzige Achterbahnfahrt ist. Für die Nürnberger steht deutlich mehr auf dem Spiel als für Holstein Kiel, der Druck ist höher, die Motivation aber hoffentlich auch. Die Bilanz spricht auch für den FCN, keine der Partien gegen Kiel hat der Club bisher verloren. Oft sind die beiden Teams allerdings noch nicht aufeinander getroffen, nur drei Spiele in der zweiten Bundesliga und eins im DFB-Pokal gab es. Zwei Ligapartien gingen unentschieden aus, eins konnte der Club für sich entscheiden, ebenso wie das Pokalspiel. Die Zeichen stehen also gut, ein Sieg ist durchaus im Bereich des Machbaren.


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Und sonst so? Im Hinspiel verschenkte der Club zuhause gegen Kiel nach einer 2:0-Führung durch die Tore von Asger Sörensen und Robin Hack noch den Sieg in der letzten Minute und musste sich mit einem Punkt zufrieden geben. Erfreulichere Erinnerungen bietet dagegen die letzte Partie in Kiel. Im April 2018 schlugen die Nürnberger die direkten Aufstiegskonkurrenten mit 3:1 und machten damit den entscheidenden Schritt Richtung Aufstieg in die 1. Bundesliga. Jetzt geht es um den Klassenerhalt im Unterhaus und Kellers Team will sein "Schicksal in unsere eigenen Hände nehmen". Hoffnung macht dabei auch, dass der Club auswärts zuletzt deutlich besser abgeschnitten hat. Die letzten beiden Partien auf fremdem Rasen waren der 6:0-Sieg in Wiesbaden und das 1:1 beim Tabellenführer Arminia Bielefeld. Kann der FCN an diesen Trend anknüpfen, kann man in Nürnberg endlich einen Haken hinter diese Saison setzen und für die neue Spielzeit in Liga zwei planen.

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Die SpVgg Greuther Fürth könnte am letzten Spieltag mit einem Erfolg über den Karlsruher SC den 1. FC Nürnberg vor der Relegation und einem möglichen Fall in die 3. Liga retten. Sollte dies geschehen, gäbe es ein paar Geschenke, die Nürnberg seiner Nachbarstadt Fürth bereiten könnte - natürlich mit einem Augenzwinkern...


ako

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